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Heinz Banzhaf

Abschlussprojekt der Ausbildung Zusatzqualifikation Erlebnispädagogik

im Arbeitsfeld Jugendhilfe, Schule, KJP

des KAP-Institutes

 

 

Siehe, ich "mache alles neu." Offenbarung 21,5

Expedition ins Paradies

 

Ein erlebnispädagogisches Kanu-Projekt vom 15. bis 17. Juni 2007

in Braunsbach/Kocher

im Rahmen der Mitarbeiterschulungen des Evangelischen Jugendwerks

mit dem Jugendmitarbeiterkreis der Evang. Kirchengemeinde  

von Heinz Banzhaf

 

 

 

Inhaltsverzeichnis 

 

 

1.    Einleitung      

1.1  Beschreibung der Einrichtung    

 

 

2.      Erlebnispädagogisches Konzept    

2.1    Pädagogischer Hintergrund/Idee  

2.2    Theologischer Exkurs: Paradies   

2.3    Allgemeine Zielsetzung     

2.4    Art der Unternehmung    

 

 

3.      Zielgruppe      

3.1    Gruppenzusammensetzung     

3.2    Beschreibung der Teilnehmer/innen    

 

 

4.      Projektverlauf      

4.1    Vorbereitung      

4.2    Geplanter Projektverlauf     

4.3    Tatsächlicher Projektverlauf im Vergleich   

4.4    Tatsächlicher Projektverlauf im Detail    

4.5    Abschluss      

 

 

5.      Nachbereitung    

5.1    Veränderungen bei den beteiligten Jugendmitarbeitern  

5.2    Reaktionen in der Einrichtung   

 

 

6.      Reflexion     

6.1    Besondere Erlebnisse     

6.2    Erkenntnisse / Erfahrungen   

 

 

7.      Öffentlichkeitsarbeit  

 

 

8.      Literaturverzeichnis

 

 

9.      Anhang (hier gekürzt)   

9.1    Projekttagebuch     

9.2    Metaplan  

9.3    Orientierungslauf  

9.4    Jurtenkreis    

9.5    Rauslassen (Ausbrechen)   

9.6    Brücke der Verständigung     

9.7    Die Mauer (Elektrischer Draht)

9.8    Der Säureteich    

9.9    Einverständniserklärung    

9.10  Kalkulation    

9.11  Speiseplan     

9.12  Materialliste     

9.13  Teilnehmerliste    

9.14  Reflexion der Übung „Elektrischer Draht“

9.15  Reflexion des Wochenendes (Teilnehmer)   

9.16  Flyer    

9.17  Campingplatz Braunsbach  

9.18  Flusskarte Kocher     

9.19  Informationsblatt für Kanusportler auf der Kocher

9.20  Das Wunder von Sukkot

 

 

 

 

 

1. Einleitung

 

1.1 Beschreibung der Einrichtung

 

Das Evangelische Jugendwerk ist ein Ehrenamtlichenwerk und arbeitet selbstständig im Auftrag des Evangelischen Kirchenbezirks. Zu diesem Kirchenbezirk gehören 24 Kirchengemeinden. Es ist eine demokratisch aufgebaute Einrichtung, dessen Leitungsgremien von den Delegierten der Kirchengemeinden direkt gewählt werden. Die Schwerpunkte der Arbeit liegen auf der Gewinnung, Begleitung und Betreuung der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Jugendarbeit. Dazu übernimmt
das Jugendwerk übergemeindliche Aufgaben, die die Gemeinden alleine nicht durchführen könnten (z.B. Fachliche und seelsorgerliche Begleitung von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Mitarbeiterschulungen, Sportturniere, Jungschartage, Jugendgottesdienste, Freizeiten, ...).

 

Im Evangelischen Jugendwerk arbeitet eine hauptamtliche Jugendreferentin, ein hauptamtlicher Jugendreferent, eine Teilzeitsekretärin, ein Zivildienstleistender oder ein Praktikant. Zur Zeit gibt es im Kirchenbezirk 80 Jugendgruppen, die von rund 450 ehrenamtlichen Mitarbeitern betreut werden.

 

Die Vision des Jugendwerks:

Wir möchten junge Menschen in ihrer Lebenswelt erreichen, damit sie zu lebensfrohen Christen und Mitarbeitern für Gottes Reich werden.

 

Kernkompetenzen:

Mitarbeiterschulung, Freizeitarbeit und Gruppenarbeit.

 

Die Ziele:

•  Wir begegnen jungen Menschen in ihren Lebenswelten und laden sie zu einem persönlichen Glauben an Jesus Christus ein. Sie finden so eine sinnstiftende Orientierung für ihr Leben.

•  Wir begleiten junge Menschen dabei, ihr Leben aus diesem Glauben heraus zu gestalten. Sie erleben tragfähige Gemeinschaft, gewinnen Werte und entwickeln Lebenskompetenz.

•  Wir befähigen junge Menschen zur Übernahme von Verantwortung und begleiten sie dabei. Sie gestalten Jugendarbeit, Kirche und Gesellschaft im weltweiten Horizont.

•  Wir schaffen deshalb zusammen mit jungen Menschen die dafür notwendigen Rahmenbedingungen und vertreten ihre Interessen.

 

 

2. Erlebnispädagogisches Konzept

 

2.1 pädagogischer Hintergrund/Idee

 

Zentraler Schwerpunkt der Mitarbeiterschulungen sind die Basisschulungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Gruppenarbeit im Grund- und Aufbaukurs. Diese Schulungen umfassen 6 Wochenenden, an denen die Teilnehmer in die Arbeit mit Gruppen eingeführt werden. In praktischen Aufgaben zwischen den Schulungswochenenden wird das erlernte Wissen vertieft und ausprobiert. Weitere Angebote sind der Kochkurs für große Mengen, Erste-Hilfe-Kurse, Kanu- und Kletterkurse und die Ski- und Snowboard-Einweisung.

 

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Aufgabenbereichen werden mehrmals im Jahr zu thematischen Nachmittagen oder Abenden eingeladen. Nach dem abgeschlossenen Grund- und Aufbaukurs können die Teilnehmer die Jugendleitercard (Juleica) erwerben. Mit einem Spezialtag, der schulspezifische Themen vertieft, erwerben die Teilnehmer die Qualifikation zum Schülermentor, der zugleich als Schulbegleiter anerkannt ist.

 

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Schulungsmaßnahmen profitieren in zwei Richtungen. Zum einen lernen sie Grundlagen für die Arbeit in ihren Gruppen, zum anderen gewinnen sie “die Fähigkeit und Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung. Du hast Raum, Dich selber kennen zu lernen, Deine Gaben und Deine Grenzen auszutesten. Die Arbeit im Team spielt dabei eine besondere Rolle.” (Auszug aus dem Schulungsprospekt). Sie lernen Schlüsselqualifikationen wie Kooperationsfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit, Konfliktfähigkeit, Empathiefähigkeit, Zuverlässigkeit, Verbindlichkeit und Umsicht.

 

Zu unseren Mitarbeiterschulungen sind ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus allen 24 Kirchengemeinden eingeladen. Wir suchen als Ergänzung dazu ein Schulungsprogramm, das auf die Orte zugeschnitten ist. Ein Wochenende für die Jugendmitarbeiterinnen und -mitarbeiter aus einer Ortsgemeinde, in dem handlungsorientiertes Lernen möglich ist, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu einem Team zusammenwachsen und in ihrer Persönlichkeit reifen können. Die Erlebnispädgogik erschließt uns dafür neue Räume. “Erlebnispädagogik ist eine handlungsorientierte Methode und will durch exemplarische Lernprozesse, in denen junge Menschen vor physische, psychische und soziale Herausforderungen gestellt werden, diese in ihrer Persönlichkeitsentwicklung fördern und sie dazu befähigen ihre Lebenswelt verantwortlich zu gestalten.” (Heckmair/Michl in Erleben und Lernen S. 102). Nach den Vorgesprächen mit den Verantwortlichen der Jugendarbeit in xy, Jens und Matthias, wurde schnell die Zielsetzung klar, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zusammenwachsen sollen. Hinzu kommt, dass jeder seinen Platz in der Jugendarbeit der Kirchengemeinde finden oder bestätigen soll. Über diese Zielsetzungen kamen wir auf die Idee, zu einer Expedition einzuladen. Expeditionen haben immer etwas abenteuerliches, spannendes und herausforderndes. Eine Expedition fordert alle Teilnehmer heraus, zusammenzustehen um gemeinsam die Herausforderungen und Schwierigkeiten der Tour anzupacken und zu bewältigen. Aber wohin soll sie gehen? Das Thema Paradies ist allgegenwärtig. In unseren Sehnsüchten, in der Werbung und in vielen Urlaubswünschen drückt sich dieses Ziel aus. Aus unserem Alltag auszubrechen und in eine heile Welt einzutauchen ist der Wunsch vieler Menschen. Auch in der Jugendarbeit suchen wir diese heile Welt, von paradiesischen Zuständen: eine Menge Kinder und Jugendlichen in unseren Gruppen, ein gutes Miteinander der Mitarbeiter, keine Konflikte, gutes Spielmaterial, optimal eingerichtete Gruppenräume, Geld ohne Ende. Der Mensch kommt aus dem Paradies - und dort wieder hinzukommen, ist Ziel unseres Lebens. Dann leben wir in unmittelbarer Gemeinschaft mit Jesus Christus. Die Beschreibungen des Paradieses stellen in der Bibel eine Klammer dar. Dazwischen wird das Leben der Menschen beschrieben. Positive und negative Seiten des Mensch-Seins werden ohne Scheu dargestellt. An unserem Kanu-Wochenende werden wir uns aufmachen, unser Paradies zu suchen und zu entdecken.

 

Wir gehen auf Expedition, um...

 

•  zu einem Team für die Jugendarbeit in xy zusammenzuwachsen

•  neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu integrieren

•  neue Herausforderungen zu wagen

•  eigene Grenzen kennen zu lernen

•  Ziele zu stecken und umzusetzen

•  seinen Platz in der Jugendarbeit zu finden

•  neue Fähigkeiten und Begabungen zu entdecken

 

Von den neuen Mitarbeitern ging leider keiner mit auf das Wochenende. Somit konnten wir das zweite Ziel, „neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu integrieren“, nicht erreichen.

 

 

2.2 Theologischer Exkurs: Paradies

(Otto Betz in Evang. Lexikon für Theologie und Gemeinde S. 1513)

 

Das Paradies (hebr. Pardes, griech. Paradiesos, vom pers. Pairidaesa) bezeichnet Nehemia 2,8; Hohelied 4,13 und Prediger 2,5 als den umfriedeten Garten und baumreichen Park.

 

1. In der Septuaginta, der griechischen Übersetzung des Alten Testaments, wird der Garten Eden (1. Mose 2,8.15; 3,8.34; Hesekiel 28,13) als Paradies bezeichnet.

 

Das hat im frühen Judentum dazu geführt, dass man den endzeitlichen Aufenthaltsort der Gerechten Paradies nennen konnte. So wie Adam und Eva, das erste Menschenpaar, in einem mit der Fülle des Guten gesegneten Garten in enger Gemeinschaft mit Gott lebte, so werden die Seelen der Gerechten unmittelbar nach dem Tod in das Paradies versetzt, das entweder als am äußersten Ende der Erde befindlicher oder als unweltlich himmlischer Ort gedacht wird (Lukas 23,43; 2. Korinther 12,4; Offenbarung 2,7).

 

Die alttestamentliche Vorstellung, von einer einheitlichen Unterwelt für alle Toten (Scheol, Hades) wurde vom 2. Jahrhundert vor Christus an unter griechischem Einfluss zweigeteilt:

 

dem Paradies der Seligen steht der kalte, finstere Ort für die Seelen der Gottlosen bzw. die Feuerhölle des Gehinnom gegenüber. Das Wort Paradies gewann eine dreifache Bedeutung:

 

a) Das Paradies Adams, den Garten Eden

b) Das Paradies als Aufenthaltsort der Seelen im Garten der Gerechten bzw. im Garten des Lebens, das vielfach als im Himmel gedacht wurde.

c) Das Paradies, das auf Erden verborgen gehaltene und in der Endzeit im Land Israel wieder eröffnete Paradies.

 

2. Im Neuen Testament ist das Paradies die Stätte der Seelen der Gerechten. Nach Lukas 23,42f. verhieß Jesus am Kreuz dem Verurteilten, der um die Teilnahme am messianischen Reich gebeten hatte, die sofortige, unmittelbar nach dem Tode beginnende, Gemeinschaft im Paradies. Für Lukas bedeutet der Aufenthalt der Seele im Paradies bzw.im Schoß Abrahams (Lukas 16,22) den zwischenzeitlichen Zustand vor der Aufrichtung der Messiasherrschaft auf Erden und der mit ihr verbundenen Auferstehung der zu Christus Gehörenden.

 

Auch für Paulus ist das Paradies ein himmlischer Ort für die Seelen der mit Christus vereinigten Christen (Philipper 1,23; vgl. 2. Korinther 12,1-4). Dem Apostel Paulus wurde ein Einblick in die himmlische Welt des Paradieses gewährt. Ebenso meint die Verheißung in Offenbarung 2,7, die den Glaubenstreuen und Märtyrern gilt, den Aufenthalt der Seelen im himmlischen Paradies. In der Gestalt des neuen Jerusalems wird das Paradies als neue Erde die Überwinder aufnehmen. Diese werden vom Baum des Lebens gespeist und am Lebenswasser getränkt werden (Offenbarung 21,10ff; 22,1f). Die alte Schlange wird vernichtet sein (Offenbarung 29,10), und Leid, Tränen und Tod sind zu Ende (Offenbarung 21,4). Der Mensch lebt wieder in einer engen Gemeinschaft mit Gott selbst. „Er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein, und er selbst, Gott, wird mit ihnen sein ... Und der Thron Gottes und des Lammes wird darin sein; und seine Knechte werden ihm dienen und sehen sein Angesicht ... und sie werden nicht bedürfen einer Leuchte oder des Lichts der Sonne; denn Gott, der Herr wird sie erleuchten und sie werden regieren von Ewigkeit zu Ewigkeit“ (Offenbarung 21,3; 22,3ff).

 

 

2.3 Allgemeine Zielsetzung

 

Unsere Mitarbeiterschulungen finden in Freizeitheimen statt. Aus diesen Räumen herauszutreten und den natürlichen Lebensraum im Wald oder auf einem Fluss für sich und dann auch für seine Gruppe zu entdecken, ist eine Aufgabe dieses Projekts. “Die Teilnehmer sollen lernen, Verantwortung für sich selbst, für die Anderen und für ihre Umwelt zu übernehmen.” (Heckmair/Michl in Erleben und Lernen S. 114). Diese Zielsetzung nimmt auch ökologische Fragen in den Blick. Dort haben wir Nachholfbedarf. Ich erlebe immer häufiger, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht mit der Natur umgehen können und sich dort nicht mehr zurechtfinden. “Nur wer den Wert der Natur am eigenen Leibe erfährt, nur wer sie schätzt, schützt sie auch.” (Heckmair/Michl in Erleben und Lernen S. 113).

 

Das Wochenende soll neue religiöse Zugänge zum Glauben ermöglichen. “Wenn das Jugendalter ein Alter der ersten und bedrängenden Sinnfragen ist, dann bietet die Erlebnispädagogik Annäherungen an diese Grundfragen menschlichen Lebens. Die Erlebnispädagogik ist der archimedische Punkt der Pädagogik, weil sie uns aus unserem Raum- und Zeitverständnis hinausführen kann. Sie bringt uns lebensfeindliche Räume nahe wie Berge, Felsen, Höhlen, Schluchten, wildes Wasser. Sie sind die Antithese des Lebens, wie die Wüste: “Sie ist ein Normalzustand unseres Planeten und die Belebung mit Pflanzen und Tieren (ist) ein kurzes Zwischenspiel. Und doch suchen die Menschen die Wüste bzw. menschenleere unwirtliche Gegenden und die Einsamkeit. Dorthin, um Gott zu schauen, zogen sich auch die Propheten immer wieder zurück.” (Heckmair/Michl in Erleben und Lernen S. 112).

 

Das Wochenende mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus Botenheim ist der Versuch diese Ideen zu konzipieren und erste Erfahrungen zu machen.

 

 

2.4 Art der Unternehmung

 

Für das Projekt wählen wir das bereits geplante Kanuwochenende. Es findet vom 15. - 17. Juni 2007 an der Kocher statt. Übernachten werden wir auf dem Campingplatz in Braunsbach am Kocher.

 

 

 

3. Zielgruppe

 

3.1 Gruppenzusammensetzung

 

Zu diesem Wochenende sind alle in der Jugendarbeit tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Jugendarbeit der Kirchengemeinde xy eingeladen. Von möglichen 25 Mitarbeitern haben sich 12 angemeldet. Die Jüngsten sind 15 Jahre, der Älteste Teilnehmer ist 47 Jahre alt. Eine sehr große Altersspanne. Manuel ist halbseitig gelähmt und hat Diabetes.

 

 

3.2 Beschreibung der Teilnehmer/innen

 

Martin, Jens., Henning, Erich und Manuel sind das gesammte Wochenende mit dabei. Matthias musste am Samstagmorgen wegen einer Hochzeit abreisen. Am Sonntagmorgen kam er wieder zur Gruppe hinzu. Maxi und Lisa fuhren bei ihm nach Braunsbach mit. Julia, Roland, Markus und Timo kamen teils aus beruflichen Gründen erst am Samstagmorgen hinzu.

 

Matthias.

Er ist 20 Jahre alt und macht zur Zeit eine Schreinerausbildung.

Sein Ziel ist es, nach der Ausbildung zu studieren. Er arbeitet seit 5 Jahren in der Jugendarbeit in Botenheim mit. Seine Aufgaben sind die Leitung der Jugendarbeit und einer Jungschar für Kinder in der 4. - 6. Klasse. Diese Gruppe leitet er gemeinsam mit Martin.

Er ist am Wochenende mit dabei, um die Mitarbeitergemeinschaft zu erleben, Spaß zu haben und dass die Mitarbeitergemeinschaft mehr zusammen wächst. Matthias ist ein verantwortungsbewusster und zuverlässiger Mitarbeiter. Er ist noch auf der Suche nach seinem Platz in der Jugendarbeit in Botenheim.

 

Martin.

Er ist 20 Jahre alt und macht eine Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker.

Zusammen mit Matthias arbeitet er seit 3 Jahren in einer Jungschar für Kinder von der 4. bis 6. Klasse mit.

Er ist auf dem Wochenende mit dabei, um die anderen Mitarbeiter besser kennen zu lernen.

Martin packt gerne mit an wo helfende Hände gebraucht werden. Er ist zuverlässig und treu.

 

Jens.

Er ist 21 Jahre alt und arbeitet als Industriekaufmann.

Er arbeitet seit 6 Jahren in der Jugendarbeit mit seine Aufgabe ist gemeinsam mit Matthias und Roland die Leitung der Jugendarbeit. Er gehört eigentlich der katholischen Kirche an.

Er ist mit dabei, um die persönlichen Beziehungen zu den anderen Mitarbeitern zu vertiefen und die Gemeinschaft zu stärken.

Jens hat gerne das Sagen. Er spielt sich häufig in den Vordergrund.

 

Henning.

Er ist 17 Jahre alt und macht eine Ausbildung zum Industriekaufmann.

Zusammen mit Manuel und Erich arbeitet er seit 2 Jahren in einer Bubenjungschar für Kinder der Klassen 1 bis 3 mit.

Er möchte Neues lernen und dass die Mitarbeiter an diesem Wochenende besser zusammenwachsen.

Henning ist ein „Mauerblümchen“ in der Jugendarbeit. Er hält sich gerne zurück, wenn es um die Übernahme von Verantwortung geht.

 

Erich.

Er ist 18 Jahre alt und besucht die Maybach-Berufsschule in Heilbronn. Dort absolviert er das zweijährige Berufskolleg.

Er arbeitet in einer Jungschargruppe für Kinder der 1. bis 3. Klasse. Dort arbeitet er mit Henning und Manuel zusammen. Zusätzlich arbeitet er noch in der Kinderkirche mit.

Er möchte an diesem Wochenende die anderen besser kennen lernen, neue Erfahrungen mit Gott machen und sein Können beim Kanufahren verbessern.
Erich ist ein sehr offener Typ. Er geht auf andere zu und bringt sich positiv und motiviert in die Mitarbeitergemeinschaft ein, übernimmt nicht gerne Verantwortung.

 

Manuel.

Er ist 17 Jahre alt und besucht das Technische Gymnasium in Heilbronn.
Er ist seit seinem 11. Lebensjahr halbseitig gelähmt und hat seit drei Jahren insulinpflichtige Diabetes.

Er arbeitet seit einem Jahr in der Bubenjungschar für Kinder der 1. bis 3. Klasse mit. Diese Gruppe leitet er gemeinsam mit Erich und Henning.

Sein Wunsch für das Wochenende ist, dass die Mitarbeiter zu einem Team zusammenwachsen.

Sein Selbstbewusstsein leidet unter seiner Behinderung.Ihn wollen wir im Rahmen seiner Möglichkeiten herausfordern.

 

Julia.

Tochter von Roland. Sie ist 15 Jahre alt und Schülerin am Gymnasium in Brackenheim und arbeitet seit einem Jahr in der Mädchenjungschar für Kinder der 1. bis 3. Klasse mit.

Sie nimmt am Wochenende teil, weil ihr Vater dies so wollte und sie das Kanufahren reizt.

Julia ist eine ruhige Mitarbeiterin. Ihr Kontakt zu den anderen ist nicht so intensiv.

 

Roland.

Vater von Julia. Er ist 47 Jahre alt und Elektromeister.

Er leitet einen eigenen Elektrobetrieb und arbeitet seit ca. 30 Jahren in der Jugendarbeit mit.

Seine Aufgabe ist die ehrenamtliche Leitung der Jugendarbeit. Diese Aufgabe übt er gemeinsam mit Matthias und Jens aus.

Er ist beim Wochenende wegen des Kanufahrens mit dabei und vor allem aber wegen der Gemeinschaft mit den anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
Roland ist der anerkannte Leiter der Jugendarbeit. Er ist es gewohnt, Verantwortung zu übernehmen und Perspektiven für die Jugendarbeit zu entwickeln.

 

Timo.

Er ist 15 Jahre alt und besucht die Realschule in Güglingen.

Er arbeitet seit 2 ½ Jahren in der Jungbläserabeit des Posaunenchores mit.

Timo ist mit dabei, weil er im Mitarbeiterkreis von Jens dazu eingeladen wurde.
Timo geht den anderen gerne durch sein "altkluges Geschwätz" auf die Nerven. Viele meiden ihn deshalb.

 

Markus.

Er ist 30 Jahre alt und von Beruf Werkzeugmacher.

Er arbeitet seit 8 Jahren punktuell bei Veranstaltungen und im Mitarbeiterkreis mit. Er ist die Kontaktperson in den Kirchengemeinderat.

Er ist mit dabei, weil sie im letzten Jahr im Mitarbeiterkreis beschlossen haben, gemeinsam etwas zu unternehmen.

Markus ist ein ruhiger Typ, der seine Aufgaben zuverlässig und still erfüllt. Er sieht, wo helfende Hände gebraucht werden.

 

Maxi.

Sie ist 15 Jahre alt und Schülerin des Gymnasiums.

Sie arbeitet seit 1 ½ Jahren in der Mädchenjungschar mit.

Sie möchte neue Erfahrungen sammeln und Spaß haben.

Maxi gehört eher zu den schüchternen Mädchen. Ihr Selbstbewusstsein zu stärken ist eine Aufgabe des Wochenendes.

 

Lisa.

Sie ist 16 Jahre alt und Schülerin des Gymnasiums.

Sie arbeitet wie Maxi seit 1 ½ Jahren in der Mädchenjungschar für Kinder der 1. bis 3. Klasse mit.

Sie ist mit dabei, um Spaß und Gemeinschaft mit den anderen Mitarbeitern zu haben. Sie möchte neue Erfahrungen machen.

Lisa ist eine motivierte und zuverlässige Mitarbeiterin in der Jugendarbeit.

 

 

 

4. Projektverlauf

 

4.1 Vorbereitung

 

Nachdem beim Praxiskurs des KAP-Instituts klar wurde, dass ich gerne ein Projekt mit den Jugendmitarbeitern durchführen möchte, habe ich mich mit Jens und Matthias am 30. März 2007 getroffen, um sie für dafür zu gewinnen. Sie waren begeistert von dieser Idee. Wir machten die Ziele und das Thema für das Wochenende fest.

 

Erwartungen und Ziele an das Wochenende von Jens und Matthias:

•  Die Gruppe soll zusammenwachsen und gefördert werden.

•  Neue Mitarbeiter sollen in den bestehenden Kreis der Jugendmitarbeiter integriert werden.

•  Jeder Mitarbeiter soll seinen Platz in der Jugendarbeit finden.

•  Das Wochenende ist eine Belohnung für das ehrenamtliche Engagement der Mitarbeiter.

•  Die Mitarbeiter sollen neue Herausforderungen eingehen und Grenzerfahrungen machen.

•  Teamwork einüben (Hilfe geben und Hilfe annehmen).

•  Als Gruppe wollen wir Ziele stecken und diese dann auch gemeinsam erreichen.

•  Jeder einzelne soll Verantwortung übernehmen.

•  Die Mitarbeiter sollen neue Fähigkeiten und Begabungen entdecken.

•  Sie sollen etwas Neues ausprobieren.

  

Befürchtungen und Probleme, die auftreten könnten:

•  Regen und schlechtes Wetter

•  Keine Motivation mehr, wenn die ersten Anfänge des Wochenendes nicht klappen.

•  Körperliche Herausforderung oder Überforderung für Manuel.

•  Unfall oder Verletzungen.

•  Die Integration der neuen Mitarbeiter in die Gruppe gelingt nicht.

 

05.04.07 Besichtigung der Kocher und des Campingplatzes in Braunsbach.

16. - 20.05.07 Abfahren der Strecken auf der Kocher. Absprachen mit den Campingplatzbesitzern.

08.05.07 An diesem Termin war ein Vortreffen mit allen Teilnehmern geplant. Es fiel leider aus, da Jens es vergessen hatte, die Teilnehmer einzuladen. Er hatte diese Aufgabe übernommen.

11.06.07   Vortreffen mit allen Teilnehmern des Projekts.

 

Erwartungen der Teilnehmer an das Wochenende (gesammelt beim Vortreffen mit Hilfe des Metaplans):

•  Zusammenhalt

•  gutes Wetter

•  Spaß

•  neue Erfahrungen

•  Teamzusammengehörigkeit

•  Sonne

•  neue Erfahrungen mit Gott und den Mitmenschen sammeln

•  genügend Wasser

•  gute Laune

•  interessante Gespräche

•  Neues lernen

•  gute Gemeinschaft

•  viel Spaß neben und auf dem Wasser

•  neue Erkenntnisse

•  Wärme

•  gutes Essen

•  Kentern üben

•  Erlebnisse mit Jesus

  

Befürchtungen der Teilnehmer:

•  schlechtes Wetter

•  kalt

•  ein Leck im Boot

•  zu oft nicht im Kanu zu sein

•  Gruppenbildung

•  Gewitter auf dem Fluss

•  Kentern

•  zu viel Anstrengung

•  krank werden

•  Ärger in der Gruppe

•  schlecht gelaunte Menschen

 

Was darf auf dem Wochenende auf keinen Fall fehlen?

 •  Kanu fahren

•  Gemeinschaft erleben

•  singen

•  chillen

•  Lagerfeuer

•  gute Laune

•  schlafen

•  Indiaca

•  Gesellschaftsspiele

•  Grillen

•  faulenzen

•  baden in der Kocher

•  Erfolgreiche Erlebnisse auf und unter dem Wasser

•  Herausforderungen

•  erfolgreiche Fahrten

•  biblische Geschichten hören

•  persönliche Beziehung zu den Mitarbeitern stärken

 

12. - 13.06.07 Eigene inhaltliche Vorbereitung des Projekts. Vorbereitung und Richten des Materials. Erarbeitung des Speiseplans mit Sandra, unserer Praktikantin im Jugendwerk. Einkäufe.

13.06.07 Treffen mit Jens, um mit ihm die Planungen durchzusprechen.

15. - 17.06.07 Kanuwochenende auf der Kocher bei Braunsbach.

10.07.07 Nachbesprechung des Wochenendes mit Jens.

 

 

Sicherheitskonzept und Notfallplan!

 

Um das Projekt sicher zu planen, habe ich mich an die Vorlage und Empfehlung von Roland Herzog aus dem Buch „Mit allen Wassern gewaschen“ aus dem Ziel-Verlag gehalten. Diese Checkliste war mir sehr einleuchtend und für meine Vorbereitungen hilfreich. Herzog lehnt sich bei dieser Checkliste an die „Muntermethode“ in der Lawinenprävention an. Er teilt die Vorbereitungzeit in drei Schritte ein. Der erste Schritt ist die „regionale“ Vorbereitungszeit. Diese geschieht von zu Hause am Schreibtisch aus. Der zweite Schritt ist die „lokale“ Vorbereitung vor Ort. Der dritte Schritt erfolgt „zonal“, also direkt vor und während der Maßnahme.

 

Sicher planen Gefahren – einschätzen (Roland Herzog in „Mit allen Wassern gewaschen“ S. 172 ff.)

 

Gefahrenbeurteilung:

Verhältnisse, Gelände, Mensch

 

Regional

• Pegelstand des Gebietes
• Zu-/Abflüsse
• Wetterprognose
• Auskünfte von Lokalexperten und Vertrauenspersonen
• Weitere Infos
• Karte 1:25000
• Flussführer
• Eigene Gelände-/Flusskenntnisse
• Literatur, Berichte & Fotos im Internet
• Befahrungsverbote
• Ein- und Ausstiege
• Wer kommt voraussichtlich mit?
• Verfassung (körperlich/psychisch)
• Ausrüstung
• Ausbildung mit Erfahrung/Kompetenz
• Wer ist verantwortlich?

 

Lokal

• WASSER
• Allgemeine Wasserverhältnisse
• Kritischer Wasserstand oder Alarmzeichen
• Verblockungen
• Pegel überprüfen und wenn nötig anpassen
• WETTER/TENDENZ
• Sicht / Bewölkung
• Wind
• Niederschlag
• Temperatur
• Stimmt meine Vorstellung?
• Wasserstand
• Kritische Stellen
• Gefahrenquellen
• Absicherungsmöglichkeiten
• Safety-points
• Rettungswege
• Umgebung
• Material angepasst
• Wer ist in meiner Gruppe?
• Ausrüstungs- und Sicherheitskontrolle
• Wer ist sonst noch unterwegs? (evtl. Absprachen)
• Zeitplan laufend überprüfen
• Schwierigkeitsgrad der Aufgabenstellung angepasst?

 

Zonal

• Wasserstand überprüfen
• Strömung
• Walzen, Pilze, ...
• Fahrlinie
• Taktik
• Gewitterneigung
• Was ist über / unter / vor mir?
• Verblockungen / Wehre
• Bäume / Treibgut
• Rettungswege
• Schluchten
• Müdigkeit / Disziplin / Paddeltechnik
• Führungstaktik / Vorsichtsmaßnahmen
• Abstände
• Absicherung
• Umgehungen

 

Medizinische Erstmaßnahmen

•  Absichern der Unfallstelle und Überblick verschaffen

•  Vitalfunktionenkontrolle und lebensrettende Sofortmaßnahmen

•  Notruf und weitere Erste-Hilfe-Maßnahmen

 

Psychologisch-pädagogische Erstmaßnahmen

•  Sage, dass du da bist und dass etwas geschieht!

•  Schirme das Notfallopfer von Zuschauern ab!

•  Suche vorsichtigen Körperkontakt!

•  Sprich und höre aktiv zu!

•  Stärke die Selbstkontrolle des Betroffenen!

•  Plane die Folgezeit!

 

Gefahren beurteilen:

•  Kocher durchgeführt. Deshalb kannte ich die Strecken für das geplante EP-Projekt gut. Der Wasserstand damals betrug 43 cm.

•  Wasserstand der Kocher am Donnerstag, 14.06.07: 44 cm

•  Der aktuelle Wasserstand wird am Campingplatz angezeigt.

•  Die Wehre sind gut erkennbar.

•  Die Kocher ist ein idealer Einsteigerfluss für Anfänger.

 

Telefonnummern:

•  Notruf Polizei:110

•  Notruf Feuerwehr/Rettungsdienst: 112, 19222

•  Praktische Ärzte:

 Dr. med. Friedrich Eirich, Panoramastr. 1, Braunsbach, Tel. 07906/...
 Dr. med. Irmgard Hanselmann, Marktplatz 3/2, Braunsbach, Tel. 07906/...

•  Krankenhaus Künzelsau: Stettenstr. 32, Tel. 07940/...

 

Erste-Hilfe im Boot:

•  Erste-Hilfe-Päckchen (wasserfest verpackt)

•  2 Handys

•  2 Wurfsäcke

•  Auf dem Campingplatz haben wir einen Erste-Hilfe-Koffer zur Verfügung.

 

Wichtige Hilfen während der Tour:

•  Pegelstände der Kocher

•  Flussführer

•  Wetterprognosen

Im Juli 2006 habe ich am Fortbildungskurs „Erste-Hilfe-Outdoor“ das KAP-Instituts teilgenommen und im März 2007 einen Erste-Hilfe-Kurs beim DRK absolviert.

 

Sicherheitsvorkehrungen für M. (halbseitig gelähmt)

•  M. trägt eine ohnmachtssichere Rettungsweste. Er fährt in meinem Boot mit.

•  Die Eltern geben die Erlaubnis, dass er bei den Kanutouren mitfahren darf. Mit seiner Mutter habe ich vor der Tour gesprochen.

•  Andere Teilnehmer werfen unser Boot nicht um oder verstricken uns in heftigere Wasserschlachten.

 

 

4.2 Geplanter Projektverlauf

 

Freitag, 15.08.07 -

Thema: Vertreibung aus dem Paradies.


Rahmengeschichte

Campmobil richten

Lebensmittel einkaufen, Material packen

 

Abfahrt: 15:00 Gemeindehaus

 

Ankunft: 16:15 Campingplatz Braunsbach

Gemeinsamer Aufbau des Camps (Zelte, Küche)

Einrichten des Schlafplatzes

 

17:00 Startkreis:

Zelteinteilung, Campingplatzregeln, Aufteilung in Arbeitsgruppen (Holz, Kochen)

 

17:30 Kochen

 

18:30 Abendessen, Abspülen

 

19:00 Aufbrechen - Gruppenkreis:

Wir brechen auf ins Paradies. Was ist für dich das Wichtigste, das du mitnehmen möchtest. Austausch im Plenum. Das, was dir wichtig, begleitet dich den ganzen verbleibenden Abend hindurch. Die TN kommen miteinander ins Gespräch. Sie müssen sich festlegen und Prioritäten setzen.
Fahrt in die Spielgebiete

Vertreibung aus dem Paradies: Adam und Eva wurden aus dem Paradies vertrieben, nachdem sie vom Baum der Erkenntnis gegessen hatte.Dies bedeutet, keine unmittelbare Gemeinschaft mehr mit Gott selbst. Wir müssen uns orientieren und ein neues Ziel erreichen.

Orientierungslauf mit Karte: Eine Gruppe sucht für die andere Gruppe eine Strecke zum Ziel aus. Diese wird per Handy-Kontakt mitgeteilt. Dafür gelten besondere Spielregeln. Am Zielort finden die TN die ersten Edelsteine für den Eintritt ins Paradies. Die TN müssen sich mit der Karte zurechtfinden. Einen Weg für die andere Gruppe zum Ziel suchen. Verantwortung dafür übernehmen, dass die Gruppe gut ankommt.Die Gruppen müssen sich gegenseitig vertrauen.

Material: 2 Kartenausschnitte, 2 Handys, Notizzettel, Stifte, Augenbinden, Edelsteine)

Reflexion Thema: Führen und geführt werden

 

Vor dem Thron 21:30 Besinnlicher Tagesausklang. Der Thron Gottes wird in der Bibel als strahlend beschrieben. Jesus Christus selbst ist der Weg zu diesem Thron (zu Gott hin).

 

Abschlussrunde am Zielort. Nun geben Teelichter den Weg vor. Jeder TN geht diesen Weg für sich allein. Am Zielpunkt angekommen gibt es einen Gedanken für die Nacht: Jesus sagt von sich: „Ich bin das Licht der Welt.“ Johannes 8, 12. An einzelnen Teelichtern liegen Fragen aus, die die TN im Stillen beantworten können. Geschichte: „Das Wunder von Sukkot“ Stille mit Impulsfrage: Wo soll es in meinem Leben hell werden? Als Symbol für die Herrlichkeit Gottes bekommen die TN einen weiteren Edelstein.

Gedanken für die Nacht - Für sich alleine sein.

(Teelichter, Feuerzeug, Geschichte: „Das Wunder von Sukkot“, Edelsteine)
Rückweg zum Campingplatz

 

Lagerfeuer, Würstchen grillen

 

 

Samstag, 16.06.07 -

Thema: Den neuen Himmel und die neue Erde suchen. Aufbruch in das neue Jerusalem.

 

07:30 Frühstück vorbereiten

 

08:10 Frühstück, Spülen

 

Die Expedition können wir nur gemeinsam bewältigen.

09:15 Teamübung

Thema: Teamarbeit Sich gegenseitig ermutigen und unterstützen

•  „Brücke der Verständigung“ Partnerschaft einüben
•  Sich und den anderen kennen lernen
•  Als Team harmonieren

(Seil, Baumschutz, 3 Karabiner, Bandschlingen, 1 Alpinplatte, Helme, Umlenkrolle, Tennisbälle)

Reflexion „Expedition ins Paradies” - Nur auf den Wasserwegen kommen wir schnell vorwärts.

 

Thema: Das Reich Gottes hat schon begonnen

10:15 Kanutour: Braunsbach-Künzelsau (14 km), Autotransfer

Kanueinweisung (Das richtige Paddel, Einstieg ins Boot, Paddeltechnik, Umweltschutz, Verhalten auf dem Wasser, Wehre, Anlegen der Schwimmweste)

•  Gemeinschaft erleben
•  Erprobung der eigenen Teamfähigkeit im Boot und an Land
•  Gemeinsam eine Richtung finden
•  Einübung sozialer Kompetenz im Team und in der Gesamtgruppe

(6 Kanus, Paddel, Schwimmweste, 1 Rettungsweste für Manuel, 2 Bootswägen, 1 Erste-Hilfe-Päckchen, 1 Wurfsack, 1 Metallbox für Lebensmittel, 2. Auto für Transfer, Vesper während der Tour auf der Kocher)

Wir lesen auf dem Fluss die Geschichte vom sinkenden Petrus

•  Chancen erkennen, Grenzen wahrnehmen
•  Auf Kurs bleiben Schwierigkeiten im Vorausblick erkennen
•  Miteinander Kurs halten, ein Abtreiben verhindern

 

ca. 16:00 Rückkehr zum Campingplatz

Kaffee, Relaxen, Indiacaspielen

 

17:30 Kochen

 

18:30 Abendessen, Abspülen

 

Auf dem Weg ins Paradies stehen uns Gefahren im Wege. In der Offenbarung ist dies ein Drache. Offenbarung 12

19:30 - 21:00 Programm/Thema Unser Weg ins Paradies ist bedroht: „Säureteich“

Im „Säureteich“ liegt ein Drache. Die Gruppe muss die Edelsteine holen, ohne in die Drachenzone zu treten. Ist dies der Fall, erwacht der Drache und die Gruppe muss sich in der Sicherheit bringen. Im Säureteich liegen Edelsteine für das Paradies

•  Eine gemeinsame Strategie entwickeln
•  Kooperation
•  Vertrauen
•  Seinen Platz finden
•  Kommunikation

(Baum, Seil 30 m, Seil 20 m, 1 Karabiner, 1 Sitzgurt, 1 Helm, Edelsteine, 1 Augenbinde, Edelsteine)

Reflexion Thema:

•  Gemeinsam auf Kurs kommen.
•  Mein Platz in der Jugendarbeit.
•  Unsere Ziele.
•  Zusammenarbeit im Team.

Abschlussrunde am Lagerfeuer

•  Reflexion des Tages
•  Gedanken für die Nacht
•  Singen

 

Würstchen grillen

 

Nachtruhe

 

 

Sonntag, 17.06.07

Thema: Ankunft im Paradies. Der neue Himmel und die neue Erde.

 

07:30 Frühstück vorbereiten

 

08:10 Frühstück + Spülen

 

Für die bevorstehenden Aufgaben müssen wir in Schwung und in Einklang kommen.

09:15 Teamübung Seilschwingen

•  In Schwung kommen und im Einklang sein.

 

10:15 Kanutour: Enslingen-Braunsbach (7,5 km)+ Autotransfer

Übung: Nach 10 Min. Wechsel der Kanubesatzungen
•  Sich gegenseitig kennen lernen.
•  Sich auf jemand neues einlassen.
•  Spannungen aushalten.
•  Gemeinsam auf Kurs bleiben.

(6 Kanus, Paddel, Schwimmweste, 1 Rettungsweste für Manuel, 2 Bootswagen, 1 Erste-Hilfe-Päckchen, 1 Wurfsack, 1 Metallbox für Lebensmittel, 2. Auto für
Transfer)

 

13:30 Rückkehr zum Zeltplatz + Mittagessen vorbereiten

 

14:00 Mittagessen (kalt) am Campingplatz + Spülen

 

Aktion “Krone” (Offenbarung 2,10)

Mit allen gewonnen Edelsteinen soll die Gruppe eine Krone gestalten.

Reflexion des Wochenendes

Ankunft im Paradies + Abschlussaktion

•  Sich in Gemeinschaft sicher fühlen!
•  Jeder TN wird von der Gruppe langsam in die Höhe gehoben.

 

Zelte abbauen, Kanus säubern

 

Abfahrt: 16:15 Campingplatz Braunsbach

 

Rückkehr: 18:00 Gemeindehaus

 

 

4.3 Tatsächlicher Projektverlauf im Vergleich

 

Freitag, 15.06.2007

 

Geplanter Projektverlauf

Tatsächlicher Projektverlauf

Campmobil vorbereiten.

Campmobil vorbereiten.

Lebensmittel einkaufen.  

Lebensmittel einkaufen.  

Material packen und verstauen. 

Material packen und verstauen. 

15.00 Uhr Abfahrt, Gemeindehaus

15.00 Uhr Abfahrt, Gemeindehaus

16.15 Uhr Ankunft in Braunsbach

16.30 Uhr Ankunft in Braunsbach

Camp aufbauen

Camp aufbauen

17.00 Uhr Startkreis 

17.30 Uhr Feuerholz im Wald holen

17.30 Uhr Abendessen kochen  

18.30 Uhr Einführung in das Thema

18.30 Uhr Abendessen

18.45 Uhr Abendessen kochen

19.00 Uhr Aufbrechen, Spielerklärung,

 19.40 Uhr Abendessen 

Fahrt ins Spielgebiet, Orientierungslauf in zwei Gruppen. 

Infos Campingplatz, weiterer Ablauf des Abends, Abspülen 

21.30 Uhr Abschlussrunde am Zielort 

21.30 Uhr Spielerklärung,

Reflexion   

Fahrt ins Spielgebiet, Orientierungslauf in zwei Gruppen.

Weg mit Teelichtern, Gedanken für die Nacht     

23.30 Uhr Reflexion des Spiels. 

Rückweg zum Campingplatz 

0.10 Uhr Ankunft am Campingplatz

Lagerfeuer, Würstchen grillen

     

 

Samstag, 16.06.2007

 

Geplanter Projektverlauf

Tatsächlicher Projektverlauf

07.30 Uhr Frühstück vorbereiten

07.40 Uhr Frühstück richten

08.10 Uhr Frühstück  

08.30 Uhr Frühstück

Spülen 

Abspülen

09.15 Uhr Teamübung: "Brücke der Verständigung" 

 09.15 Uhr Teamübung "Brücke der Veständigung"

Reflexion

Reflexion 

10.15 Uhr Kanutour  Braunsbach-Künzelsau

10.30 Uhr Ankunft von Roland, Julia, Timo und Markus

Autotransfer

Besprechung der Situation.

Kanueinweisung

11.30 Uhr Feuer machen, Grillen

16.00 Uhr Rückkehr zum Campingplatz

14.20 Uhr Teamübungen

17.30 Uhr Kochen

Warming up: "Jurtenkreis", "Ausbrechen"

18.30 Uhr Abendessen

"Laufen auf dem Seil"

Abspülen 

"Divergierendes Seil"

19.30 Uhr Teamübung "Säureteich"

Reflexion

Reflexion

 16.40 Uhr Pause

Abschlussrunde am Lagerfeuer 

17.00 Uhr Teamübungen 2. Teil: "Elektrischer Draht"

Würstchen grillen 

Reflexion

"Säureteich"

19.15 Uhr Ende der Teamübungen

19.50 Uhr Kochen

Abendessen + Spülen

21.30 Uhr Reflexion des Tages

22.15 Uhr Feuer machen

Gedanken für die Nacht

Grillen

     

 

Sonntag, 17.06.2007

 

 

Geplanter Projektverlauf

Tatsächlicher Projektverlauf

07.30 Uhr Frühstück vorbereiten

07.15 Uhr Frühstück vorbereiten

08.10 Uhr Frühstück

08:30 Uhr Frühstück

Abspülen 

Abspülen 

09.45 Uhr Eintreffen von Matthias, Maxi und Lisa

09.15 Uhr Teamübung "Seilschwingen"   

10.00 Uhr Teamübung "Seilschwingen"

10.15 Uhr Kanutour  Enslingen-Braunsbach

10.30 Uhr Kanutour Enslingen-Braunsbach

Autotransfer 

Autotransfer 

Kanueinweisung

Kanuspiele: "Platzwechsel"

13.20 Uhr Ankunft Campingplatz 

13.30 Uhr Rückkehr zum Campingplatz  

Mittagessen vorbereiten

14.40 Uhr Mittagessen vorbereiten

14.00 Uhr Mittagessen (kalt) + Abspülen

Mittagessen (kalt)

Reflexion des Wochenendes

Abschlussaktion „Ankunft im Paradies“

15.40 Uhr Abschlussaktion

Zelte abbauen  

16.10 Uhr Reflexion des Wochenendes

Kanus säubern  

Campmobil laden

16.15 Uhr Abfahrt

16.35 Uhr Abfahrt

18.00 Uhr Ankunft + Material aufräumen

17.55 Uhr Ankunft + Material aufräumen

 

     

4.4 Tatsächlicher Projektverlauf im Detail

 

Freitag, 15.06.07 -

Thema: Vertreibung aus dem Paradies.

 

Campmobil richten

Lebensmittel einkaufen, Material packen

 

Abfahrt: 15:00 Gemeindehaus

 

Ankunft: 16:30 Campingplatz Braunsbach

Gemeinsamer Aufbau des Camps (Zelte, Küche)

Einrichten des Schlafplatzes

 

17:30 Feuerholz im Wald schlagen

 

18:30 Einführung in das Thema

 

18:45 Kochen Einführung ins Campmobil

Lebensmittel zusammentragen, Aufgaben verteilen

 

19:40 Abendessen anschließend Abspülen

Infos nach dem Essen: Campingplatzregeln

Weiterer Ablauf des Abends: Adam und Eva wurden aus dem Paradies vertrieben, nachdem sie vom Baum der Erkenntnis gegessen hatte. Dies bedeutet, keine unmittelbare Gemeinschaft mehr mit Gott selbst.

 

21:30 Orientierungslauf

Spielerklärung Orientierungslauf, Fahrt in die Spielgebiete, Gruppeneinteilung, Spielbeginn, Adam und Eva müssen sich orientieren und ein neues Ziel erreichen.

Orientierungslauf mit Karte. Eine Gruppe sucht für die andere Gruppe eine Strecke zum Ziel aus. Diese wird per Handy-Kontakt mitgeteilt. Dafür gelten besondere Spielregeln. Die TN müssen sich mit der Karte zurechtfinden. Einen Weg für die andere Gruppe zum Ziel suchen.

•  Verantwortung dafür übernehmen, dass die Gruppe gut ankommt
•  Die Gruppen müssen sich gegenseitig vertrauen.

(2 Kartenausschnitte, 2 Handys, Notizzettel, Stifte, Augenbinden, Edelsteine)

 

23:30 Reflexion der Übung

Am Zielort finden die TN die ersten Edelsteine.

•  Kommunikation, Aufeinander hören, Anweisungen formulieren
•  Vertrauen einüben

 

0:10 Ankunft am Campingplatz

Schlafplatz einrichten

Waschen

Gedanken für die Nacht: "Das Wunder von Sukkot",  Wo soll es in meinem Leben hell werden?

 

 

Samstag, 16.06.07 –

Thema: Den neuen Himmel und die neue Erde suchen. Aufbruch in das neue Jerusalem.

 

07:40 Frühstück vorbereiten

Frühstück, Spülen

 

Die Expedition können wir nur gemeinsam bewältigen.

09:15 Teamübung „Brücke der Verständigung“ Partnerschaft einüben

•  Sich und den anderen kennen lernen
•  Als Team harmonieren

(Seil, Baumschutz, 3 Karabiner, Bandschlingen, 1 Alpinplatte, Helme, Umlenkrolle, Schweizer Flaschenzug: 3 Karabiner, 1 Bandschlinge, Prusikschlinge)

Reflexion: Was stützt und unterstützt mich in meiner Arbeit mit Kindern?

 

Der Wasserstand auf der Kocher ist zu hoch. Wir können nicht fahren, da dies zu gefährlich ist.

 

10:30 Ankunft von Julia, Roland, Markus und Timo an der Einstiegstelle
Besprechung der Situation.

 

11:30 Feuer machen + Grillen

 

14:20 Übungseinheit zum Thema "Zusammenwachsen"

Warming up: Jurtenkreis

•  Ausbrechen
•  Zusammenarbeit
•  Berührungsängste abbauen
•  Sich Bewegen
•  Taktik überlegen

 

Laufen auf dem Seil, Mit verbundenen Augen, Anweisungen geben

•  Stützen und untersützen
•  Vertrauen
•  Zusammenarbeit
•  Balance

(3 Seile, Baumschutz, 9 Karabiner, 6 Bandschlingen, 3 Alpinplatten, 2 Helme, Augenbinden, Schweizer Flaschenzug:3 Karabiner, 1 Bandschlinge, Prusikschlinge)

 

Divergierendes Seil

(Brücke der Verständigung als Wiederholung vom Vormittag)

•  Rückrad zeigen
•  Vertrauen
•  Stützen und unterstützen
•  Zusammenarbeit
•  Balance

Reflexion: Was stützt und unterstützt mich in der Jugendarbeit? Welche Schwierigkeiten behindern unsere Jugendarbeit?

 

16:40 Pause

 

17:00 Übungen Elektrische Draht

•  Eine gemeinsame Strategie entwickeln
•  Kooperation
•  Vertrauen
•  Seinen Platz finden
•  Kommunikation

(1 Seil, 1 Bank, 1 Helm, Edelsteine)

Reflexion: Mein Platz in der Jugendarbeit, Integration von „schwächeren“ oder behinderten Mitarbeitern in die Jugendarbeit

Säureteich Baum
(Seil 30 m, Seil 20 m, 1 Karabiner, 1 Sitzgurt, 1 Helm, Edelsteine, 1 Augenbinde)

 

19:15 Ende der Übungen

Indiaca zur Auflockerung

 

19:50 Kochen, Abendessen, Spülen

 

21:30 Reflexion des Tages

Gedanken zur Nacht

 

22:15 Feuer machen

Thema „Mauern in meinem Leben“

 

 

Sonntag, 17.06.07 -

Thema: Ankunft im Paradies. Der neue Himmel und die neue Erde.

 

07:45 Frühstück vorbereiten

 

08:30 Frühstück anschließend Spülen

Wir singen vor Beginn des Essens ein paar Lieder

 

09:45 Eintreffen von Matthias, Maxi und Lisa

 

Für die bevorstehenden Aufgaben müssen wir in Schwung und in Einklang kommen.

10:00 Teamübung Seilspringen In Schwung kommen und im Einklang sein.

 

10:30 Fahrt zur Einstiegsstelle in Enslingen, Autotransfer

 

„Expedition ins Paradies” - Nur auf den Wasserwegen kommen wir schnell vorwärts.

11:30 Kanutour: Enslingen-Braunsbach (8 km)

Kanueinweisung:

•  Anlegen der Schwimmweste
•  Das richtige Paddel
•  Einstieg ins Boot
•  Paddeltechnik
•  Umweltschutz
•  Verhalten auf dem Wasser
•  Wehre

Übung: Nach 10 Min. Wechsel der Kanubesatzungen
•  Sich gegenseitig kennen lernen.
•  Sich auf jemand neues einlassen.
•  Spannungen aushalten.
•  Gemeinsam auf Kurs bleiben.
•  Gemeinschaft erleben Erprobung der eigenen Teamfähigkeit im Boot und an Land
•  Gemeinsam eine Richtung finden
•  Einübung sozialer Kompetenz im Team und in der Gesamtgruppe
•  Chancen erkennen, Grenzen wahrnehmen
•  Auf Kurs bleiben Schwierigkeiten im Vorausblick erkennen

(Kanus, Paddel, Schwimmweste, 1 Rettungsweste für Manuel, 2 Bootswagen, 1 Erste-Hilfe-Päckchen, 1 Wurfsack, 1 Metallbox für Lebensmittel

 

2. Auto für Transfer

 

13:20 Ankunft an der Ausstiegsstelle am Campingplatz Braunsbach, Kanus reinigen und aufladen, Pause bis 14:40

 

14:40 Mittagessen vorbereiten, Mittagessen (kalt)

 

15:10 Abbauen, Aufräumen, Putzen

 

Krone-Aktion. Ankunft im Paradies

15:40 Abschlussaktion

Mit allen gewonnen Edelsteinen soll die Gruppe eine Krone im Landart-Stil gestalten.

 

16:10 Reflexion des Wochenendes

 

16:35 Rückfahrt

 

17:55 Ankunft und Aufräumen des Materials

 

 

4.5 Abschluss

 

Der Abschluss des EP-Projektes hatte zwei Teile. Da in der Offenbarung die Edelsteine eine große Rolle spielen hatte ich eine Aktion geplant, in der Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Krone aus ihren erworbenen "Edelsteinen" gestalten. Die Edelsteine symbolisieren den Reichtum und die Herrlichkeit Gottes. Ein Impuls fasste das Thema zusammen und endete mit einem persönlichen Zuspruch: "Du bist in Gottes Augen wertvoll wie ein Edelstein".

 

Im zweiten Teil haben wir das Wochenende reflektiert. Anhand eines Fragebogens gaben die Teilnehmer ein kurzes Feedback über die Maßnahme.

 

 

 

5. Nachbereitung

 

5.1 Veränderungen bei den beteiligten Jugendmitarbeitern

 

Während der Nachbesprechung des Projekts haben wir die einzelnen Teilnehmerinnen und Teilnehmer und ihre Veränderungen während und nach dem Wochenende durchgesprochen und festgehalten.

 

Julia.

Sie ist offener und redseliger geworden. Sie ging ab Samstagnachmittag offener auf die anderen zu. Vor dem Wochenende hatte sie eher eine „Null-Bock-Einstellung“. Sie ist auch unabhängiger von ihrem Vater geworden.

 

Erich.

Er hat sich intensiv in die Gruppe eingebracht. Er hat mit angepackt wo helfende Hände gefehlt haben. Seine Motivation und Begeisterung für das Wochenende hat andere mitgerissen. Er hat mehr Verantwortung für die Gruppe übernommen (z.B. Bei der Übung „elektrischer Draht“ hat er die Initiative übernommen sich aktiv am Prozess beteiligt).

 

Roland.

Ihn habt das Teamtraining sehr beeindruckt. Für ihn war es eine neue Art, Themen, die das Miteinander in der Mitarbeitergemeinschaft betreffen, anzusprechen und zu thematisieren.

 

Timo.

Er war vom Wochenende total begeistert und war ganz aktiv mit dabei. Er wollte eigentlich gar nicht mit dabei sein und wurde aber von den anderen überredet. Er ist in die Gruppe mehr hineingewachsen.

 

Markus.

Ruhiger besonnener Typ. So war er auch das ganze Wochenende über. Hat die Gruppe durch seine ruhige Art stabilisiert und immer mit angepackt, wo eine helfende Hand gefehlt hat.

 

Matthias.

Das Wochenende hat im viel Spaß gemacht. Er hat seine Führungsrolle gefunden. Matthias ist nicht der Wortführer gewesen, ist aber hinter Roland und Jens die dritte Kraft im Leitungsteam. In dieser Rolle wurde er von den anderen akzeptiert.

 

Martin.

Ein Mensch, der anpackt und immer positiv mit dabei ist.

 

Jens.

Jens hat durch den geänderten Programmplan gelernt, mit solchen Situationen umzugehen. Er konnte sich selbst zurücknehmen und musste nicht immer „den Ton“ angeben.

 

Henning.

Er ist in die Gruppen hinein gewachsen und ist seit dem Wochenende voll akzeptiert. Henning bringt sich jetzt mehr in den Mitarbeiterkreis ein und hat Mut bekommen, mehr Verantwortung zu übernehmen.

 

Manuel.

Sein Selbstbewusstsein ist enorm gestiegen. Er spürt jetzt, dass die Gruppe ihn "mitnehmen" möchte. Manuel spielte zum ersten Mal Indiaca mit. Dies hat er sich wegen seiner Behinderung bisher nicht getraut. Ihm hat das Wochenende enorm viel Spaß gemacht.

 

Maxi.

Sie öffnet sich stetig für andere und ist nicht mehr das schüchterne Mädchen am Rande der Gruppe. Ihr Selbstbewusstsein wurde am Wochenende gestärkt.

 

Lisa.

Lisa wollte das ganze Wochenende mit dabei sein, konnte aber nicht, da sie eine Musicalprobe für die Schule hatte und ihr Lehrer sie nicht mitfahren lies. Maxi und Lisa, die Sonntag früh neu dazugekommen sind, haben nach ihrem Eintreffen auf dem Campingplatz schnell gespürt, dass sie etwas verpasst haben. Dies haben sie auch so empfunden und artikuliert. Spürbar wurde die Veränderung durch die gewachsene Gemeinschaft, das Vertrauen untereinander hat sich vertieft und der Umgang miteinander ist offener geworden.

 

 

5.2 Reaktionen in der Einrichtung

 

Die Verantwortlichen des Jugendwerks waren sehr gespannt auf das Ergebnis dieses Wochenendes. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren begeistert und dies hat sich auch schnell herumgesprochen. Wie wir diese Wochenenden auch mit Mitarbeiterkreisen aus anderen Orten umsetzen können hängt nun wesentlich an meiner Terminplanung für das kommende Jahr. Es gibt bereits Anfragen anderer Bezirksorte, die solch ein Wochenende durchführen möchten.

 

 

 

6. Reflexion

 

6.1 Besondere Erlebnisse

 

Dass es den ganzen Freitagabend so stark geregnet hat, dass der Kocherpegel um 50 cm angewachsen war und wir deshalb am Samstag nicht Kanufahren konnten, hatte schon eine besondere Tragik. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben sich ihre Motivation für das Wochenende aber nicht nehmen lassen.

 

Das Holz im strömenden Regen im Wald zu holen, war für alle Teilnehmer eine besondere Herausforderung: sich selbst überwinden, um in den Regen hinauszugehen, nass und schmutzig zu werden.

 

Das Teamtraining am Samstagnachmittag hatte alle begeistert. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter war dies ein Höhepunkt des Wochenendes und ein besonderes Erlebnis, da sie diese Form noch nicht kannten.

 

Die Temperatur des Kocherwassers war am Sonntag sehr frisch. Trotzdem fanden viele Wasserschlachten statt. Nach der Tour waren alle nass und hatten viel Spaß.

 

 

6.2 Erkenntnisse / Erfahrungen

 

a) Vorbereitung

•  Die detailierte Planung eines solchen Wochenendes ist eine wichtige Voraussetzung, um auf Veränderungen (Teilnehmerzahl, Wetter, ...) dann spontan reagieren zu können. Nur so sind die vereinbarten Ziele zu erreichen.

•  Die Erwartungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer an das Wochenende gingen vom Erholungs- bis zum absoluten Erlebniswochenende. In Planungen für das Wochenende haben wir versucht, möglichst vielen gerecht zu werden und ein ausgewogenes Programm anzubieten. Wir haben die Empfehlung von Hilde Krug (KAP-Institut) ernst genommen, und nicht das ganze Wochenende mit Programm belegt.

 

b) Durchführung

•  Die erlebnispädagogischen Elemente schaffen große Räume, um als Mitarbeitergruppe zusammen zu wachsen.

•  Das gemeinsame Kanufahren am Samstag hätte vermutlich nicht die Auswirkungen auf das Zusammenwachsen der Gruppe gehabt, wie das spontan konzipierte Teamtraining am Samstagnachmittag.

•  Meine zeitlichen Vorplanungen wurden nicht eingehalten. Die Mahlzeiten, vom Kochen bis zum Spülen, oder der Autotransfer dauerten länger als geplant.

 

c) Die Gruppe

•  Da ich bis auf Markus und Timo alle aus der Gruppe schon kannte, konnte ich sie gut, auf ihre Wünsche und Erwartungen hin, einschätzen. Dies vereinfachte für mich die Programmplanung.

•  Das gemeinsame Leben, der Umgang mit schwierigen Situationen, hat die Gruppe zusammenwachsen lassen. Keiner konnte sich verstecken und jeder zeigte sich so, wie er eben als Person ist. Wir haben unser Leben miteinander geteilt und das Wochenende gemeinsam gestaltet.

•  Trotz des schlechten Wetters hat sich am Freitagabend keiner die Laune und die Stimmung verderben lassen. Es kam mehr so ein Gefühl “jetzt erst recht und wir machen das Beste daraus” auf.

 

d) Das Programm

•  Der Glaube der Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurde neu herausgefordert. Reden und Tun lagen ganz eng zusammen. Dies zeigte sich auch darin, wie die Teilnehmerinnen und Teilnehmer miteinander umgegangen sind oder bei der Mithilfe in der Lagerküche. Für einzelne war es eine Herausforderung, mit denen im Boot zu sein oder bei den Teamübungen zusammen zu arbeiten, denen sie bisher aus dem Weg gegangen sind.

•  Die Team-Trainingseinheit am Samstagnachmittag hat dazu geführt, dass die Gruppe zusammengewachsen ist.

•  Die Programmänderungen machten es für mich schwierig, das Thema des Wochenendes durchzuhalten. So habe ich am Samstagnachmittag noch versucht die Übungen mit dem Thema zu verbinden. Dies gelang aber nur teilweise. Die Übungen wirkten so stark, dass die Verbindung zum Thema eher störend waren. Daraufhin habe ich dieses ganz in den Hintergrund gestellt und mich auf den Gruppenprozess eingelassen.

 

e) Ich als Leiter des Projektes

•  Schon im Vorfeld war ich für das Wochenende sehr motiviert. Im Umgang mit den veränderten Rahmenbedingungen war ich mir sicher - auch in meinen Entscheidungen.

•  Meine eigene Motivation senkt bzw. hebt die Motivation der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Wenn ich gelassen mit der veränderten Wettersituation umgehen kann, fällt dies auch den Teilnehmern leichter.

•  Mit war es wichtig, ständig im Gespräch mit Jens, Matthias und Roland zu sein, um uns über Eindrücke und den Verlauf des Wochenendes auszutauschen.

 

 

 

7. Öffentlichkeitsarbeit

 

Nach der Maßnahme habe ich Kontakt mit unseren lokalen Zeitung aufgenommen. Leider hatte sie kein Interesse an einem Artikel. In unserer internen Mitarbeiterzeitung (ca. 750 Leser) wird ein Bericht der Teilnehmer erscheinen.

 

 

 

8. Literaturverzeichnis

 

Josef Birzele, Oliver I. Hoffmann: Mit allen Wassern gewaschen – Praxishandbuch für erlebnispädagogisches Handeln am und im Wasser, Ziel Verlag, 2003

 

Helmut Burkhardt, Uwe Swarat: Evangelisches Lexikon für Theologie und Gemeinde, Band 3, Brockhaus Verlag Wuppertal und Zürich, 1994

 

Rüdiger Gilsdorf, Günter Kistner: Kooperative Abenteuerspiele – Praxishilfe für Schule und Jugendarbeit, Kallmeyersche Verlagsbuchhandlung GmbH, 2. Auflage, 1996

 

Annette Reiners: Praktische Erlebnispädagogik – Neue Sammlung motivierender Interaktionsspiele, Fachhochschulschriften Prof. Dr. Jürgen Sandmann, 3. Auflage, 1993

 

Bernd Heckmair, Werner Michl: Erleben und Lernen – Einführung in die Erlebnispädagogik, Reinhardt Verlag, 5. Auflage, 2004

 

Lehrgangs-/Kursunterlagen des Fortbildungskurses des KAP-Instituts „Anleitung zur Praxis“, April 2007

 

 

 

9. Anhang

 

 

9.1 Projekttagebuch

 

Freitag, 15.06.2007

 

15.00 Uhr. Treffen am Gemeindehaus.

Als ich pünktlich eintreffe sind Jens, Manuel und Matthias schon da. Erich und Martin kommen etwas später am Abfahrtsort an. Ich spreche mit Manuels Mutter über das Kanu fahren und seine Behinderung. Sie ist schon ein wenig unsicher, ob auch alles gut gehen wird. Ich kann sie beruhigen. Wir laden das Gepäck ein und fahren los. Jens bleibt zurück und kommt später mit Henning, seinem Bruder nach, da dieser erst später von der Arbeit kommt. Martin fährt bei Matthias mit. Matthias fährt am Samstagmorgen wieder zurück, da er auf einer Hochzeit dabei sein muss. Am Sonntagmorgen wird er dann wieder zur Gruppe dazukommen. Erich und Manuel fahren bei mir im Kleinbus mit. Die Stimmung vor lauter Vorfreude auf die Tage in Braunsbach gut. Wir unterhalten uns über das Kanu fahren, die Schule, in der heute eine Schlägerei zwischen zwei Jugendlichen stattfand und über den bevorstehenden Sommerurlaub. Während der Fahrt beginnt es zu regnen und es hört bis zum Einbruch der Dunkelheit nicht mehr auf.

 

16.30 Uhr. Wir erreichen Braunsbach,

melden uns bei den Campingplatzbesitzern an und fahren auf den zugewiesenen Platz. Durch den Regen ist der Rasen schon aufgeweicht und wir müssen aufpassen, dass wir mit den Fahrzeugen nicht stecken bleiben. Gemeinsam überlegen wir, wo und wie wir das Zelt und das Tarp aufbauen, an welcher Stelle das Campmobil stehen soll. Wir diskutieren lange in welche Richtung die Zeltöffnung zeigen soll. Matthias setzt sich durch. Wir holen das Zeltund Tarpmaterial aus dem Anhänger. Ich erkläre Erich und Manuel, wie ein Gerüstzelt aufgebaut wird. Matthias und Martin waren schon öfters bei einem Zeltaufbau dabei und kennen sich aus. Das Tarp können wir nur in Kooperation miteinander aufstellen. Eine tolle Übung als Einstieg in das Wochenende. Wir müssen uns gut absprechen und die Aufgaben verteilen, damit die Tarpstangen nicht immer wieder umfliegen. Während des Zeltaufbaus treffen Jens und Henning ein. Als letztes bauen wir die Kochstelle auf. Da wir sehen, dass der Wind die Gasflammen zur Seite drückt, baut Matthias einen Windschutz mit Hilfe der Zeltstangen des nicht aufgebauten zweiten Zeltes. Der Windschutz funktioniert und hält den Wind zurück.

 

17.30 Uhr. Wir ziehen gemeinsam los, um Holz im Wald zu holen.

Säge und Beil haben wir dabei. Der Campingplatzbesitzer gibt uns einen Schub- und einen Sackkarren mit. Der Weg ist durch den Regen total aufgeweicht. In kleinen Bächen fließt das Wasser den Weg hinab. Es kostet schon Überwindung diesen Schlammweg in den Wald zu gehen. Die Gruppe erträgt es tapfer. Eine echte Herausforderung, die uns zusammenschweißt. Bei strömendem Regen sägen und spalten wir das Holz direkt im Wald und fahren es zum Übernachtungsplatz. Da die beiden Karren total verdreckt sind, putzen Jens und Erich sie mit dem Schlauch auf dem Campingplatz. Eine Feuerschale dient uns als Grillstelle. Aber an diesem Abend können wir sie wohl nicht mehr einweihen.

 

18.30 Uhr. Unter dem Tarp treffen wir uns

und besprechen den weiteren Verlauf des Abends. Ich gebe eine Einführung in das Thema „Expedition ins Paradies“. Danach sprechen wir die Campingplatzregeln durch.

 

18.45 Uhr. Wir treffen uns am Campmobil.

Ich führe die Gruppe in den Umgang und das Material ein. Wir beginnen mit dem Kochen. Es gibt Schinkennudeln mit Gurkensalat und zum Nachtisch eine Banane für jeden. Sandra, meine Praktikantin im Jugendwerk, hat die Mahlzeiten zusammengestellt und Rezepte dazu geschrieben. Nach dieser Vorlage teilen wir die Aufgaben ein und besprechen den Ablauf der Arbeitsschritte. Immer wieder diskutieren wir die einzelnen Arbeitsschritte, damit das Essen auch gelingt.

 

19.40 Uhr. Das Essen ist fertig.

Ich beginne mit einem Tischgebet. Das Essen schmeckt lecker und die Stimmung ist trotz Regen ungebrochen gut. Nach dem Essen tragen wir ab und spülen gemeinsam an der Spülstelle des Campingplatzes.

 

21.30 Uhr. Wir treffen uns unter dem Tarp

und ich führe in den anstehenden Orientierungslauf ein. Den Bezug zum Thema bildet die Vertreibung von Adam und Eva aus dem Paradies. Die Teilnehmer sind motiviert für das Spiel und wir fahren in die Spielgebiete. Zwei Spielgruppen bilden sich. Die Kriterien für die Gruppenbildung sind die bestehenden Mitarbeiterteams in der Jugendarbeit. Allen werden vorher noch die Augen verbunden. Die Teilnehmer sprechen während der Fahrt über die Erfahrungen des „nicht sehens“. Sie versuchen sich die Strecke einzuprägen und geben aber nach den ersten Kurven auf. Während der Fahrt habe ich die Laufstrecken verkürzt, damit die beiden Gruppen höchstens eine Stunde Laufzeit bis zum Ziel haben. Mit Karte, Aufgabenbeschreibung und Handy planen die beiden Gruppen an ihren Startpunkten die Route für die andere Gruppe und teilen diese über das Handy mit. Manuel und ich fahren zum Zielpunkt. Wir bereiten den Lichterlauf vor. Da wir viel Zeit haben, kommen wir über die Behinderung von Manuel ins Gespräch. Wie sie entstand, wie es ihm und seinen Eltern damit geht und wie er gelernt hat, sie zu akzeptieren. Wir rufen bei den Gruppen an und erkundigen uns, wie das Spiel bei ihnen verläuft. Eine Gruppe ist nach ca. 1 Stunde auf dem Weg kurz vor dem Ziel. Die zweite Gruppe ist im Kreis gelaufen, jetzt sind sie auf dem richtigen Weg.

 

23.30 Uhr. Die zweite Gruppe trifft am Zielpunkt, der Kapelle am Rand von Braunsbach, ein.

Wir reflektieren das Spiel und übertragen es in ihre Situation als Mitarbeiter in der Jugendarbeit. Vor allem Jens und Matthias beteiligen sich am Gespräch. Die anderen sind müde, hören interessiert zu und erzählen von Erlebnissen während der Wanderung.

 

23.55 Uhr. Angesichts der fortgeschrittenen Zeit

beschließe ich, den Lichterlauf nicht mehr durchzuführen und zum Campingplatz zurückzukehren. Der Regen hat jetzt aufgehört. Wir sammeln die ausgelegten Gläser für den Lichterlauf ein und fahren zurück. Jeder Spieler bekommt zwei Edelsteine für die erfüllte Aufgabe. Die Edelsteine symbolisieren die Herrlichkeit und  den Glanz Gottes, wie er in der Offenbarung der Bibel beschrieben wird. Nach jeder erfolgreich gelösten Aufgabe bekommen die Spieler einen solchen Edelstein. Am Sonntagnachmittag wird mit allen gesammelten Edelsteinen eine Abschlussaktion durchgeführt.

 

0.10 Uhr. Wir kommen am Campingplatz an und richten unsere Schlafplätze ein.
Als Gedanken für die Nacht lese ich die Geschichte vom „Wunder von Sukkot“ vor. In dieser Geschichte heilt Jesus einen Blinden. Jens und Matthias brüten noch lange über den Kartenausschnitten, um die Wege zu vergleichen.

 

 

Samstag, 16.06.2007

 

7.40 Uhr. Die ersten der Gruppe stehen auf, um das Frühstück vorzubereiten.

Aus Obst, Haferflocken, Quark, Nüssen und Milch stellen wir ein leckeres Müsli her. Alle helfen beim Obst schneiden. Wir freuen uns auf den bevorstehenden Tag und die Kanutour. Das Gespräch beim Frühstück dreht sich darum. Wir spülen nach dem Frühstück wieder gemeinsam. Ich bereite in dieser Zeit eine Seilübung vor.

 

9.15 Uhr. Wir starten in den Tag mit einer Seilübung (

Divergierendes Seil– Brücke der Verständigung). Die Seile dafür spannen wir gemeinsam zwischen drei Bäume. Ich weise die Teilnehmer in die benötigten Knoten ein. Der Schweizer Flaschenzug beeindruckt sie sehr. Ich gebe eine Einführung in die Übung und weise besonders auf Gefahrenquellen hin.Anschließend teilt sich die Gruppe in die verschiedenen Sicherungsaufgaben ein. Wir beginnen die Übung. In der Reflexionsphase im Anschluss
an die Übung übertragen wir die gemachten Erfahrungen in die Situation als Mitarbeiter in xy: was unterstützt und stützt uns in unserer Arbeit mit Kindern? Wer oder was gibt uns Sicherheit? Die Übung kommt sehr gut an. Alle sind aufmerksam dabei. An der Reflexion beteiligen sich alle.

 

Zur Vorbereitung für die Kanutour erfragen wir den aktuellen Pegelstand.

Dieser ist über Nacht auf 93 cm angewachsen. Dies ist eine Steigerung gegenüber meiner letzten Abfrage um 49 cm. Diese Abfrage erledigte ich am Donnerstag vor der Maßnahme. Das Befahren der Kocher ist für uns damit nicht möglich. Auf dem Campingplatz wird heftig darüber diskutiert, ob gefahren werden kann oder nicht. Unsere Gruppe ist enttäuscht, trägt die Nachricht aber mit Fassung. Ich bespreche die Situation mit dem Besitzer der Fa. Aktiv-Tours auf dem Campingplatz. Er hält sich gerade dort auf, um einer Gruppe abzusagen.

 

Diese Situation bedeutet nun für uns, dass wir den Tag anders planen müssen. Wir machen aber eine regelmäßige Wasserstandsabfrage über das Handy, um den Rückgang des Wasser im Blick zu behalten. Vielleicht können wir am späten Nachmittag doch noch fahren.

 

10.30 Uhr Gemeinsam mit Jens fahre ich zur Einsatzstelle,

m die neu eintreffenden Gruppenmitglieder abzuholen. Julia, Roland, Markus und Timo treffen ein und wir klären mit ihnen die Situation. Die Enttäuschung ist ihnen anzumerken. Wir fahren zum Campingplatz zurück und spielen Indiaca.

 

11.30 Uhr. Wir beschließen ein Feuer zu machen und die Würstchen vom Vorabend zu grillen. Dazu gibt es einen Salat.

 

12.20 Uhr. Wir treffen uns zum Mittagessen.

Die Gruppe ist verunsichert darüber, wie es jetzt weitergehen soll. Einzelne sind auch frustriert. Wir besprechen die Situation und ich schlage vor, den Nachmittag mit Teamübungen zu nutzen. Ein Ziel des Wochenendes ist, dass die Mitarbeiter der Jugendarbeit zusammenwachsen. Dies scheint mir die beste Lösung, um dieses Ziel zu erreichen. Ich stelle ein Alternativprogramm zusammen. Es besteht aus Warming-Up-Spielen und Seilübungen.

 

14.20 Uhr. Wir treffen uns auf der Wiese unter den Bäumen auf dem Campingplatz.

Der Jurtenkreis ist der Einstieg in den Nachmittag. Langsam lassen wir uns aufeinander ein und konzentrieren uns bei der Durchführung des Spiels. Ich freue mich auf den Nachmittag und auf die Erfahrungen, die ich jetzt selbst mit den Übungen und den Spielern machen werde.

 

Das „Ausbrechen“ setzt die Teilnehmer in Bewegung und bringt sie vor allem zum Lachen. Anschließend bauen wir einen Seilparcours auf. Ich führe in die Knoten ein. Am Morgen waren alle sehr aufmerksam dabei, denn die Seile sind jetzt schnell aufgebaut. Der Schweizer Flaschenzug begeistert wieder die Technikfreaks. Die Seilübungen beginnen wir mit einem einfachen Laufen auf dem Seil. Der Spieler wird dabei von einem Klettergurt, an dem Bandschlingen befestigt sind, gehalten. Die restlichen Spieler haben jeweils eine Bandschlinge in der Hand und stützen so den Spieler auf dem Seil. Alle machen begeistert mit. Die Teilnehmer sind auf die Übung gespannt. In drei Durchgängen - Laufen über das Seil, Laufen mit verbundenen Augen, Laufen durch Anweisungen des Spielers auf dem Seil an die Sichernden – führe ich die Übung durch.

 

In der Reflexion machen wir uns deutlich, was uns in der Jugendarbeit hilft, wer an unseren „Bandschlingen“ zieht (Was macht mir in der Jugendarbeit Mühe?) und wer uns stützt und stabilisiert. Alle beteiligen sich an den Antworten. Als nächste Teamübung wiederholen wir das divergierende Seil vom Vormittag. Nach der Einführung teilen sich die Spieler in die verschiedenen Sicherungsbereiche auf. An der Übung wurde deutlich, wer selbst genügend Körperspannung aufweisen kann. Wer genügend Rückrad hat, um den Spielpartner halten zu können und so viel Beweglichkeit, um sich auf dem Seil halten zu können. Nach der Reflexion stelle ich als Abschlussaufgabe, dass alle Spieler gemeinsam auf dem Seil stehen müssen. Diese Aufgabe lockerte die konzentrierte Stimmung auf. Wir haben viel gelacht. Wir machen eine Pause von 20 Minuten. In dieser Zeit baue ich die beiden nächsten Übungen auf: den elektrische Draht und den Säureteich.

 

17.00 Uhr. Wir treffen uns am „elektrischen Draht“.

Ich führe die Spielerin die Aufgabe ein. Die Gruppe steht zusammen und tüftelt sehr lange an einer Strategie. Wer das Seil berührt wird blind. Die ersten über das Seil zu  transportieren empfinden sie als einfach. Mit zunehmender Spieldauer werden ihnen die Schwierigkeiten deutlich. Am Ende steht Roland auf der Startseite alleine. Er ist nicht der Leichteste und sie haben große Schwierigkeiten ihn über den „Draht“ zu heben. Er berührt das Seil und wird blind. Da wir jetzt schon 45 Minuten spielen und ich den Eindruck habe, dass die Gruppe zunehmend die Lust am Spiel verliert, weil sie keine Lösung des Problems findet, unterbreche ich das Spiel. Ich biete der Gruppe zwei Hilfsmittel an: eine Klappbank und einen Helm. Die Gruppe nimmt diese Hilfen dankbar an und beginnt von vorne. Sie lernen aus ihren Fehlern und ändern ihre Strategie. Die Personen, die über den „Draht“ befördert werden, haben nun eine andere Reihenfolge. Dieser Durchgang gelingt. Martin ist der einzige Spieler, der das Seil berührt und erblindet. Das Spiel endet um 18.15 Uhr.

 

In der anschließenden Reflexion thematisieren wir den Ablauf des Spiels, die Postionen der einzelnen Spieler, die Strategie und die Rollen jedes Einzelnen. Wir sprechen lange über den Umgang mit den erblindeten Spielern und wie diese in die Lösung der Übung einbezogen wurden. Dieses Thema ist besonders für Manuel spannend. Er erzählt über den Umgang mit seiner Behinderung und seiner Position in der Gruppe. Die tonangebenden Spieler waren Roland, Markus, Erich und Jens. Jens hat sogar als Blinder noch versucht, Anweisungen an andere zu geben. Dies habe ich in der Reflexion angesprochen.

 

18.40 Uhr. Der Säureteich schließt die Übungen ab.

Ich erkläre das Spiel. Den Säureteich habe ich auf die Rahmengeschichte des Wochenendes übertragen. Der Säureteich ist eine Drachenfestung. Die Gruppe kann die Edelsteine nur durch die Luft transportieren, ohne den Boden der Festung zu berühren. Jede Berührung weckt den Drachen. Durch die vorhergehende Übung haben die Spieler eine gute Kommunikationsstruktur entwickelt. Eine Lösung ist schnell gefunden. Das Spiel ist um 19.15 Uhr zu Ende. Die Edelsteinde werden sicher aus der Drachenfestung geborgen und an die Spieler verteilt. Ich verzichte auf eine Reflexion, da die Motivation der Teilnehmer am Ende war. Nach diesen ganzen Übungen habe ich den Eindruck, dass die Gruppe zusammengewachsen ist. Zurückhaltendere Teilnehmer waren aktiver und offener für die anderen in der Gruppe. Es wurde mehr miteinander geredet. Julia, Erich und Henning bringen sich nun aktiver ein. Ein Gewinn für das ganze weitere Wochenende.

 

19.15 Uhr. Zur Entspannung spielen wir Indiaca.

ie Stimmung ist locker und gelöst. Es herrscht ein Gefühl von Einheit. Timo, Erich, Jens und Manuel nutzen die Zeit für ein Bad in der Kocher.

 

19.50 Uhr. Wir beginnen mit dem Kochen. Es gibt Spaghetti mit Tomatensoße. Für den Nachtisch öffnen wir zwei Dosen Fruchtcocktail.

 

20.30 Uhr. Wir essen zusammen und unterhalten uns über den Nachmittag.

Er hat sie begeistert und ich habe das Gefühl, dass ich die spontane Programmänderung gut gemeistert habe. (Eine große Hilfe waren mir die ganzen Tipps und Spielideen der verschiedenen KAP-Fortbildungen und bisher gemachter eigenen Spielerfahrungen.)

 

21.30 Uhr. Wir treffen uns unter dem Tarp.

Wir reflektieren die heute gemachten Erfahrungen und übertragen diese auf die Situation der Jugendarbeit. Ein paar von mir zusammengestellt Impulsfragen helfen dabei. Auf zwei Themen konzentriert sich der Austausch: Die Ziele der Jugendarbeit und die Zusammenarbeit der Mitarbeiterteams in der Gruppen und im Mitarbeiterkreis.

 

23.00 Uhr. Wir machen Feuer und lassen den Tag mit einem Gedanken für die Nacht ausklingen. Diesen hat Jens vorbereitet.

 

 

Sonntag, 17.06.2007

 

7.45 Uhr. Frühstück richten.

Langsam werden die Expeditionsteilnehmer wach und mühen sich aus dem Zelt. Zähneputzen ist angesagt. Gemeinsam bereiten wir das Frühstück vor.

 

8.30 Uhr. Frühstück. Anschließend Abspülen.

 

9.45 Uhr. Lisa, Maxi und Matthias kommen zur Gruppe dazu.

Die Freude und die Spannung auf das Kanu fahren ist ihnen ins Gesicht geschrieben. Sie merken schnell, dass sie die beiden letzten Tage etwas verpasst haben. Die Gemeinschaft der Teilnehmer untereinander ist super. Alle sind begeistert und freuen sich darauf, endlich Kanu zu fahren.

 

Wasserstand um 10.00 Uhr: 64,1 cm – wir können ohne Bedenken fahren.

 

10.00 Uhr. Wir treffen uns zum Gruppen-Seilspringen. Ich führe in die Übung ein und die Gruppe beginnt, eine Lösung des Problems zu suchen. Sie macht einige Trockenversuche, bevor sie dann beginnt, die Aufgabe zu lösen. Fünf Mal müssen sie das Seil schwingen. Nach ein paar Anläufen und viel Gelächter schaffen sie es. Das Hören aufeinander hat sich intensiviert. Jeder Lösungsvorschlag wird angehört und ausprobiert. Die Gruppe nimmt sich Zeit füreinander. Seit Samstagnachmittag hat sich die Zusammenarbeit in der Gruppe sehr verbessert. Jeder bekommt einen Edelstein als Belohnung. Nach der Übung stehen wir im Kreis zusammen. Wir gehen noch einmal gemeinsam durch, was jeder beim Kanu fahren dabei haben muss und wie er angezogen sein sollte. Die Teams für die Kanus finden sich.

 

10.30 Uhr. Wir fahren nach Enslingen zur Einsetzstelle, laden die Kanus ab und verteilen die Schwimmwesten und die Paddel. Jens und ich erledigen den Transfer des Kleinbusses und des Anhängers zurück zum Campingplatz.

 

11.30 Uhr. Zurück vom Transfer gebe ich eine praktische Einführung in die Paddelschläge, das Einsteigen ins Boot, Regeln für das Verhalten im Kanu und auf der Kocher und das Verhalten und Bergen des Bootes beim Kentern.

 

11.45 Uhr. Jetzt geht's endlich aufs Wasser.

Ich helfe beim Einstieg und gebe letzte Anweisungen. Alle fahren nacheinander los und schaffen sofort die erste Schwierigkeit: das Durchfahren einer Brücke ca. 100 m nach der Einsetzstelle. Die Strömung ist kräftig und zieht die Boote gleich weg. Die einzelnen Bootsbesatzungen haben die Schwierigkeiten super gelöst. Manuel fährt in meinem Boot mit. Für ihn habe ich eine Rettungsweste besorgt, die ihn auf jeden Fall über Wasser hält, im Falle dass wir kentern sollten. Mit der Gruppe spielen wir ein Wechselspiel. Alle 10 Minuten wechseln die einzelnen Bootsteams. So, dass sich immer neue Besatzungen ergeben.
Der Wechsel findet in der Mitte des Flusses statt. Die Kanuten halten die benachbarten Boote mit den Händen fest. Die äußeren Boote müssen den Kanutroß auf Kurs halten. Um in ein neues Boot zu wechseln braucht es viel Koordination und Absprachen mit den anderen Bootesteams. Die ersten Wechsel finden noch recht wackelig und unsicher statt. Nach dem dritten Wechsel macht dies aber keine Probleme mehr. Die Gruppe harmoniert. Durch diese Teamwechsel entstehen neue Situationen für die einzelnen Paddler mit denen sie sich auseinandersetzen müssen. Jetzt fahren Kanuten, die bisher sich nicht trauten, auf dem hinteren Sitz zu steuern, auf eben dieser Position. Sichere Fahrer befinden sich auf der vorderen Position und müssen sich mit einem Hintermann auseinander setzen, der noch Schwierigkeiten mit dem Lenken hat. Sie finden sich immer wieder im Gebüsch am Ufer wieder. Sie geben an den Hintermann Tipps weiter, um sein Lenkvermögen zu verbessern. Keine Kanutour ohne Wasserschlachten und versenkte Boote. Trotz der kalten Wassertemperatur wurde manche Schlacht geschlagen und einzelne Boote versenkt. Alle hatten einen riesigen Spaß dabei und niemand kam trocken am Ziel an. Auch Manuel wurde nass gespritzt. Er fühlte sich im Boot sicher und freute sich, zum ersten Mal an einer Kanutour teilzunehmen. Julia und ihr Vater Roland nahmen am Wechselspiel nicht teil. Sie wollten lieber als “Familie” im Kanu zusammen bleiben.

 

13.20 Uhr. Nach 8 km treffen wir an der Ausstiegsstelle am Campingplatz in Braunsbach ein. Wir bringen die Packsäcke und die Getränkeflaschen an Land und waschen die Boote. Anschließend bringen wir das ganze Material in unser Camp und beladen den Kanuanhänger. Wir machen Pause bis 14.40 Uhr.

 

14.40 Uhr. Wir bereiten das Mittagessen vor und essen gemeinsam.

Nach dem Mittagessen erkläre ich den weiteren Verlauf des Nachmittags. Wir teilen verschiedene Putz- und Aufräumteams ein. Auch das schmutzige Geschirr übernimmt eine Gruppe. Wir bauen das Camp ab und verstauen alles im Campmobil.

 

15.40 Uhr. Wir treffen uns zu einem Abschlusskreis.

Wir schließen das Thema „Expedition ins Paradies“ mit einer Kreativaufgabe ab: es soll eine Krone aus den gesammelten Edelsteinen gestaltet werden. Die Gruppe steht zusammen, um das Aussehen und Platz für das Bild zu besprechen. Maxi, Lisa und Matthias übernehmen die Initiative und gestalten eine Krone auf der noch zum Trocknen ausliegenden Zeltplane. Die anderen Gruppenmitglieder stehen dabei und geben Tipps.

 

16.10 Uhr. Wir reflektieren das Wochenende.

Ich verteile ein vorbereitetes Blatt mit Fragen, das alle ausfüllen. Nach 10 Minuten gibt jeder kurz Feedback darüber, wie er das Wochenende erlebt hat.

 

16.35 Uhr. Wir verteilen uns auf die Autos für die Rückfahrt.

Ich bezahle den Campingplatz und verabschiede mich von den Besitzern.

 

Um 17.00 Uhr fahre auch ich selbst los.

 

17.55 Uhr. Wir treffen im Jugendwerk ein.

Manuel und Erich helfen beim Ausladen und Aufräumen des Materials. Ein erlebnisreiches und tolles Wochenende geht zu Ende.

 

 

9.2 Metaplan

 

Ort:

überall möglich

Dauer: 

ca. 30 Minuten

Eignung:

für Gruppen ab 6 Personen, zum Beginn einer erlebnispädagogischen Aktion

Material:

Pro Teilnehmer ein Blatt Papier und einen Filzschreiber, Wäscheklammern, Wäscheleine

 

Beschreibung der Aktion:

 

Die Erstellung eines so genannten Metaplans im Zusammenhang mit einer erlebnispädagogischen Aktion dient dem Bewusstmachen und Artikulieren von Erwartungen und Befürchtungen bezüglich des anstehenden Projektes. Hierfür wird auf einem Blatt Papier mit einem Filzschreiber die Hand nachgezeichnet. Jeder Teilnehmer wird nun gebeten, in seiner Handfläche seine Befürchtungen zu notieren. Außerhalb der Hand schreibt er seine Erwartungen auf. Die Teilnehmer werden gebeten, abwechselnd ihre Erwartungen und Befürchtungen vorzulesen. Die abgearbeiteten Hände werden für alle deutlich sichtbar an einer Wäscheleine aufgehängt.

 

Mit diesem Verfahren hat man in der Regel alle Punkte angesprochen, die für die Planung und für das Regelwerk einer erlebnispädagogischen Aktion anzusprechen sind.

 

Gleichermaßen lässt sich anhand des Metaplans auch der so genannte Notfallplan erarbeiten, der mögliche Notsituationen regelt.

 

Quelle: Lehrgangs-/Kursunterlagen des Fortbildungskurses des KAP-Instituts „Anleitung zur Praxis“, April 2007

 

 

9.3 Orientierungslauf

 

Ort:

Im Gelände

Dauer:

Am Wochenende habe ich 2 Stunden geplant

Hilfsmittel:  

Kartenausschnitte der beiden Spielgebiete mit eingezeichneten Start- und Zielpunkten. 3 Handys (2 Handys für die Gruppen und ein Handy für den Spielleiter), je Gruppe ein Kompass, Stifte, Notizzettel, Augenbinden für die Fahrt an die Startpunkte.

 

Beschreibung der Übung für die "Expedition ins Paradies":

Adam und Eva konnten der Versuchung nicht widerstehen und haben vom verbotenen Baum der Erkenntnis gegessen. Als Strafe dafür, wirft Gott sie aus dem Paradies. Nun irren beide durch die Welt. Helft ihnen, dass sie den rechten Weg zum Ziel zu finden. Das Ziel ist die Kapelle bei Braunsbach. Ihr habt nun die Aufgabe, den besten, sichersten und einfachsten Weg für die andere Gruppe herauszufinden. Nur ihr besitzt die Karte ihres Wandergebiets. Sie sind auf eure Informationen und Beschreibungen angewiesen. Die Start- und Zielpunkte sind auf der Karte eingezeichnet.

 

Überlegt euch genau, welchen Weg ihr für die Gruppe auswählt. Überlegt euch auch, wie ihr den Weg beschreiben könnt, damit sie gut ans Ziel kommt. Die Gruppe muss bis spätestens 21.30 Uhr an der Kapelle ankommen. Ihr habt max. 10 Minuten Zeit, um per Handy eure Laufstrecke zu erfragen.

 

Quelle:

Von diesem Spiel habe ich gehört und dann für das EP-Projekt ausgearbeitet. Deshalb kann ich keine Quelle angeben.

 

 

9.4 Jurtenkreis

 

Ort:

In einem größeren Raum, einer Turnhalle oder auf einer Wiese

Dauer:

10-20 Minuten

Eignung:

Für Gruppen von 8-18 Personen ab 14 Jahre

Hilfsmittel für die Variante:

Ein Seil

 

Beschreibung der Übung:

Die Übung erfordert eine gerade Teilnehmerzahl. Reihum wird im Kreis abgezählt "1", "2", "1", "2". Die Spieler geben sich fest die Hände. Die Füße stehen nebeneinander fest auf dem Boden. Auf ein Zeichen des Spielleiters lassen sich alle „Einser“ mit geradem Körper nach vorne und alle „Zweier“ nach hinten fallen. Dadurch entsteht eine Art Zick-Zack-Linie. Beim folgenden Kommando des Spielleiters fallen alle „Einser“ nach hinten und alle „Zweier“ nach vorne. Die Gruppe kann dann versuchen, in ein dynamisches Vor und Zurück zu kommen, ohne die Füße zu bewegen.

 

Variante:

Ein langes Seil (z.B. 45 m Kletterseil – evtl. doppelt genommen) wird an seinen Enden zusammengebunden und als Kreis ausgelegt. Die Teilnehmer verteilen sich gleichmäßig an dem Seil, fassen es mit beiden Händen und halten es straff. Sie setzen sich, die Füße nach vorne zum Seil hin ausgestreckt, auf den Boden. Auf ein Zeichen hin versuchen alle zusammen, gehalten allein durch den Zug an dem gestrafften Seil, aufzustehen. Anschließend setzen sie sich wieder gemeinsam, wiederum gehalten durch Zug an dem Seil.

 

Kommentar:

Beide Varianten erfordern eine hohe Konzentration der ganzen Gruppe und fördern somit ein starkes Gruppengefühl. Noch intensiver verläuft die Übung, wenn kein ausdrückliches Zeichen für den Beginn der Bewegung gegeben werden muss. Die Variante „Alle an einem Seil“ hat besonders symbolischen Wert, wenn anschließend mit dem Seil weiter gearbeitet wird, z.B. beim Felsklettern.

 

Quelle:

Rüdiger Gilsdorf, Günter Kistner: Kooperative Abenteuerspiele, Band 1

 

 

9.5 Rauslassen (Ausbrechen)

 

Ziel:

Abbauen von Berührungsängsten; warming up

Teilnehmer:

8-10

Alter:

ab 14 Jahre

Material:

---

 

Beschreibung:

Die Teilnehmer bilden einen Kreis und legen die Arme über die Schultern ihrer Nachbarn. Eine Person steht im Kreis. Ihre Aufgabe ist es, den Kreis zu verlassen; die Aufgabe der Gruppe ist es, dies zu verhindern.

 

Variationen:

(1) Eine Person versucht von außen in den Kreis einzudringen.

(2) Eine Person versucht einzudringen, während eine andere versucht auszubrechen.

 

Erfahrungen:

Dieses Spiel eignet sich durch den direkten körperlichen Kontakt gut, Berührungsängste abzubauen. Es ist auch wegen der Unkompliziertheit der Regeln als Anfangsspiel geeignet.

 

Quelle:

Reiners, Annette: Praktische Erlebnispädagogik

 

 

9.6 Die Brücke der Verständigung

 

Ort:

In einem offenen, flachen Waldstück mit weichem Boden und entsprechenden Bäumen

Dauer:

45-60 Minuten

Eignung:

Für Gruppen von 10-18 Personen, ab 14 Jahre

Hilfsmittel:

Zwei statische Seile (keine Kletterseile) oder Taue, Schlingen und Karabiner

         

Beschreibung der Übung:

Die Teilnehmer bilden Paare. Die ersten beiden Partner stellen sich gegenüber auf die beiden Seile direkt beim Baum 1. Ihre Aufgabe ist es, sich soweit wie möglich in Richtung Baum 2 oder 3 herüberzuarbeiten, ohne ihre jeweiligen Seile zu verlassen oder weitere Hilfsmittel zu benützen. Aus Sicherheitsgründen dürfen sie außerdem nicht die Finger ineinander verschränken.

 

Alle anderen Teilnehmer unterstützen diese Anstrengung durch aktive Sicherung. Hinter jedem Akteur sollte ein Teilnehmer auffangbereit mit ausgestreckten Armen stehen. Zwischen den beiden geht am Anfang ein, später zunehmend mehr Teilnehmer in gebückter Haltung, Hände auf den eigenen, leicht angewinkelten Knien, genau in deren Höhe mit, um einen evtl. Einsturz abfangen zu können.

 

Vorbereitung:

Benötigt werden 3 Bäume, die ein Dreieck bilden. Abstand Baum 1 zu Baum 2 ca. 6 m, Bau 1 zu Baum 3 ca. 6 m, Baum 2 zu Baum 3 ca. 3 m. Zwischen Baum 1 und Baum 2 sowie Baum 1 und Baum 3 werden jeweils ein Seil oder Tau in etwa 60 cm Höhe fest verspannt.

 

Variante A:

Eine ähnliche Konstruktion kann auch in der Turnhalle mit umgedrehten und fest verankerten Bänken sowie dazwischen liegenden Matten aufgebaut werden.

 

Variante B:

Neben Vertrauen und Balance (Akteure) sowie Ermutigung und Unterstützung (Sichernde) können gegebenenfalls auch Störungen und Ärger in dieser Übung thematisiert werden. Dazu erhalten 1 oder 2 Spieler die Aufgabe, die beiden Akteure psychisch (durch entmutigende Einwürfe) und physisch (durch das Bewerfen mit Softbällen) zu  stören. Sie dürfen allerdings weder Personen noch Seile direkt berühren.

 

Quelle:

Rüdiger Gilsdorf, Günter Kistner: Kooperative Abenteuerspiele, Band 1

 

 

9.7 Die Mauer (Der elektrische Draht)

 

Ort:  

In einer Halle oder auf einer Wiese

Dauer:

45-60 Minuten

Eignung:

Für Gruppen von 10-18 Personen, ab 14 Jahre

Hilfsmittel:

Ein Seil oder eine Schnur, zwei Bäume oder Pfosten, 2,40 m lang, und ein glattgehobeltes Kantholz 240 x 8 x 10 cm

 

Beschreibung des Spiels:

Ziel des Spiels ist es, mit allen Personen eine fiktive Mauer (gespannte Schnur) zu überwinden. Als Hilfsmittel steht dafür lediglich ein Balken zur Verfügung. Weder Balken noch Spieler dürfen die Schnur berühren. Falls ein Spieler doch die „Mauer“ berührt, muss der Überquerungsversuch von allen neu begonnen werden. Berührt der Balken die „Mauer“, müssen alle einen erneuten Versuch starten, die den Balken zu diesem Zeitpunkt berührt haben. Da es sich um eine Mauer handelt, kann niemand unter der Schnur durchgehen oder durchgreifen. Die Seilbefestigung – wie Bäume, Pfähle oder ähnliches – dürfen nicht als Hilfsmittel zur Überquerung der Mauer benutzt werden. Sämtliche Sprünge sind wegen zu hohen Verletzungsgefahren ausgeschlossen. Ausnahme: Der erste Spieler darf ohne Hilfe von der Höhe des Seils auf die andere Seite abspringen. Es ist darauf zu achten, dass der Boden möglichst eben und weich ist. Alle Spieler, die nicht an der Überquerung beteiligt sind, haben die Aufgabe, die anderen zu sichern. Dazu müssen sich die Arme ständig auffangbereit in der Luft befinden. Das Seil wird in Höhe der Nasenspitze des zweitkleinsten Spielers aufgespannt.

 

Variante A:

Eine Alternative besteht darin, das Seil in Bauchnabelhöhe des zweitkleinsten Spielers zu befestigen. Die Schwierigkeit besteht nun darin, dass vom Beginn bis zum Ende der Überquerung alle Teilnehmer ständig körperlichen Kontakt zueinander halten müssen. Ist dieser Kontakt (Kette) an einer Stelle unterbrochen, muss die Gruppe wieder von vorn beginnen.

 

Variante B:

Statt der Schnur und des Balkens ist auch eine drei Meter hohe Wand oder ein Fenster in entsprechender Höhe als Hindernis denkbar. Die Wand kann dann als Hilfsmittel benutzt werden. Die gesamte Gruppe muss die Wand hoch und durch das Fenster in das Zimmer. Hier ist eine Sicherung über Klettergurt und Seil sinnvoll.

 

Kommentar:

Die Mauer ist eine sehr spannende und motivierende Übung. Sie ist jedoch nach unserer Erfahrung die Übung mit dem höchsten Unfallrisiko. Alle Sicherheitsinstruktionen  wollten daher genauestens überwacht werden.

 

Quelle:

Rüdiger Gilsdorf, Günter Kistner: Kooperative Abenteuerspiele, Band 1

 

 

9.8 Der Säureteich

 

 

Ziel:

Erlernen von Problemlösungstrategien; Zusammenarbeit; Förderung der Diskussionsfähigkeit

Teilnehmer:

10 - 14

Alter:

ab 18 Jahre (wir haben es mit 15jährigen Mitarbeitern gespielt und gab keine Probleme)

Material:

ein Baum oder jede andere besteigbare stabile Plattform, an der ein Seil befestigt werden kann, Kletterseil (30 m), Seil (20 m), Klettergurt mit Karabiner, Kletterhelm, Gegenstand (z.B. Apfel), Tuch zum Augenverbinden

       

Beschreibung des Spiels:

Das Seil wird an den Enden zusammen geknotet und vor dem Baum als Kreis ausgelegt. In den Mittelpunkt wird der Apfel gestellt. Aufgabe der Gruppe ist es, mit Hilfe des Kletterseils, des Klettergurtes mit Helm und des Baumes den Apfel innerhalb einer halben Stunde aus dem Kreis zu holen. Der Kreis stellt den Teich mit giftiger Säure dar. (Hier fehlte ein Teil in meinem Buch. Anmerkung der Redaktion) ...kürzung oder andere Auflagen (Augenverbinden der betreffenden Person, Hände auf den Rücken binden, etc.) zur Folge. Die gängigste Lösung ist, ein Ende des Kletterseils in einer maximalen Höhe von 2,5 m am Baum zu befestigen (der Knoten sollte auf alle Fälle vom Betreuer überprüft werden). Eine Person legt Klettergurt und Helm an, besteigt den Baum und klinkt den Karabiner in das Kletterseil ein. Der Rest der Gruppe hält das Kletterseil über den Kreis hinweg gestrafft. Nun kann sich die Person am Kletterseil in Richtung Apfel hinunterangeln und ihn aufnehmen.

 

Variationen:

(1) Es ist eine sehr interessante Erschwerung der Aufgabe, der Person im Klettergurt die Augen zu verbinden.

(2) Je nach Gruppe kann der Spielleiter die Zeitvorgabe verlängern oder verkürzen.

 

Erfahrungen:

Dieses Spiel verlangt Einfallsreichtum der Gruppe. Es gilt eine Taktik und die geeignete Person für die Aufgabe im Klettergurt zu finden. Die wichtigste Funktion des Betreuers oder Spielleiters liegt in der Sicherheitsüberwachung. Er hat darauf zu achten, dass das Kletterseil richtig an den Baum geknotet ist und dass sowohl Klettergurt als auch Helm ordnungsgemäß angelegt sind. Man sollte dieses Spiel auf keinen Fall mit Kindern unter 18 Jahren spielen. Der Betreuer müsste voraussichtlich aus sicherheitstechnischen Gründen oft eingreifen und würde so die Eigeninitiative der Teilnehmer unterdrücken. Damit wäre der Zweck des Spieles verfehlt.

 

Quelle:

Reiners, Annette: Praktische Erlebnispädagogik

 

 

9.9 Einverständniserklärung

 

 

9.10 Kalkulation

 

2 Zelte, 2 Übernachtungen

30,00 €

Campmobil

50,00 €

Kanus

90,00 €

2 Kleinbusse  

250,00 €

Verpflegung 18 Personen x 2 Tage x 5,00 Euro

180,00 €

Campingplatz 36 Übernachtungen x 4,80 Euro  

172,80 €

2 Zelte x Übernachtungen   

60,00 €

2 Autos, 1 Anhänger

12,00 €

Zuschuss der Evang. Kirchengemeinde

300,00 €

Gesamtkosten:  

544,80 €

                                                      

Zu zahlender Betrag für die Teilnehmer:  

544,80 Euro : 16 Teilnehmer = 34,05 Euro

Im Flyer schreiben wir die Maßnahme mit 35,00 Euro aus.

 

 

9.11 Speiseplan

 

Freitag:

 

Abendessen:

1,25 kg Nudeln
1 Ring Schinkenwurst
10 Eier
Rama/oder Öl
Salz
Zwiebeln
2 Gurken
Gurkendressing
11 Bananen

 

Zubereitung:

Das Wasser für die Nudeln rechtzeitig heiß machen! In das Nudelwasser etwas Salz geben und die Nudeln wie gewohnt kochen und abschütten. In Würfel geschnittene Zwiebeln (mit Fett) etwas anbraten. Dann die fertigen Nudeln dazugeben. Schinkenwurst in Würfel schneiden und dazugeben. Die Eier in einer Schüssel aufschlagen, etwas Milch dazugeben und würzen. Dann über die Nudeln geben und fertig anbraten. Gurken rädeln und Gurkendressing anrühren.

Zum Nachtisch gibt es Bananen.

 

Nachtsnack:

11 Würste
Ketchup
Senf
restliches Brot

 

Samstag:

 

Frühstück:

1,5 - 2 Brote oder 22 Weckle
1 Butter
1 Marmelade
2 Nutella
4l Milch
Kaba
Tee
Zucker
Kaffee


Müsli:

1 Haferflocken
0,5 P. gemahlene Nüsse
0,5 kg Quark
3-4 Äpfel
4 Bananen
etwas Milch


Mittagessen:

1,5 – 2 Brote
2 G. Essiggurken
1,5 kg Wurst
0,5 kg Käse
0,5 kg Karotten
Äpfel

 

Abendessen:

1,25 kg Spaghetti
750 g geschälte Tomaten
1 kg passierte Tomaten
3 Knorrpäckle Napoli
1 P. geriebener Käse
Zwiebeln
Öl/Rama
Salz, Pfeffer, Gemüsebrühe-Würfel
Salat
Obstsalat

 

Zubereitung:

Das Wasser für die Nudeln rechtzeitig heiß machen! In das Nudelwasser etwas Salz geben und die Nudeln wie gewohnt kochen und abschütten. In Würfel geschnittene Zwiebeln (mit Fett) andünsten. Dann geschälte und passierte Tomaten und Knorrpäckle hinzugeben. Nach Geschmack mit Salz, Pfeffer und Gemüsebrühe-Würfel würzen.

Den Salat schneiden. Dressingpäckle anrühren und mit dem Salat gut untereinander machen. Zum Nachtisch gibt es Obstsalat.

 

Nachtsnack:

11 Würste
Ketchup
Senf
restliches Brot

 

Sonntag:

 

Frühstück:

1,5 - 2 Brote oder 22 Weckle
1 Butter
1 Marmelade
2 Nutella
4l Milch
Kaba
Tee
Zucker
Kaffee
Müsli:
1 Haferflocken
0,5 P. gemahlene Nüsse
0,5 kg Quark
3-4 Äpfel
4 Bananen
etwas Milch

 

Mittagessen:

1,5 – 2 Brote
2 G. Essiggurken
1,5 kg Wurst
0,5 kg Käse
0,5 kg Karotten
Äpfel

 

 

9.12 Materialliste

 

Allgemeines Material:

•  Campmobil
•  2 Zelte
•  6 Kanus
•  15 Paddel
•  15 Schwimmwesten (Rettungsweste für Manuel)
•  Küchenausrüstung
•  4 Klapptische und 6 Klappbänke
•  Erste-Hilfe-Rucksack
•  Erste-Hilfe-Päckchen (wasserdicht verpackt)
•  WC-Papier
•  Geschirrhandtücher
•  Spüllappen
•  Spülschwämme
•  2 Bootswagen
•  2 Wurfsäcke
•  Wasserdichte Metallbox für die Lebensmittel im Kanu
•  Digikamera
•  Liederbücher
•  Gitarre
•  Lebensmittel (nach Einkaufsliste)

 

Lichtaktion am Freitagabend:

•  Geschichte: Das Wunder von Sukkot (kopiert)
•  20 Gläser
•  20 Teelichter
•  Feuerzeug

 

Seilparcour, Säureteich:

•  3 Seile
•  10 Karabiner
•  3 Alpinplatten
•  Baumschutz für 3 Bäume
•  Bandschlingen in unterschiedlichen Längen
•  2 Helme
•  1 Umlenkrolle
•  1 Sitzgurt
•  1 Augenbinde
•  Tennisbälle

 

Orientierungslauf am Freitagabend:

•  Kartenausschnitte
•  2 Handys
•  Notizzettel
•  Stifte

 

Edelsteine:

•  Edelsteine
•  Stoffsäckchen für Edelsteine
•  Stifte zum Bemalen des Stoffsäckchens

 

 

Materialliste Campmobil

 

Box 1:

1 Schneidebrett groß, 2 Schneidebretter, 2 Reiben, 1 Schneebesen, 1 Grillzange, 2 Kochlöffel lang, 1 Schöpflöffel lang, 1 Büchsenöffner, 1 Pfannenwender, 5 Küchenmesser, 5 Gurkenschäler, 1 Schaber, 4 große Messer, 2 Nudelschöpfer, 3 Salatbestecke, 2 Schöpflöffel, 4 Vorlegelöffel, 30 Messer, 30 Gabeln, 30 kl. Löffel, 30 Suppenlöffel, 1 Küchenschere

 

Box 2:

30 Tassen, 30 tiefe Teller, 30 Dessertteller, 2 Kaffefilter 1x6

 

Box 3:

2 gr. Edelstahlschüsseln, 10 Edelstahlschüsseln, 1 Salatsieb, 1 Stil-Kasserole 2 l (kl. Topf mit Stiel), 1 Trichter

 

Box 4:

2 Isolierkannen, 3 Edelstahlkannen, 1 Messbecher, 3 Wurst- und Käseplatten

 

Box 5:

Abtrockentücher, Spüllappen

 

Box 6 (kleine Box):

Gewürze, Essig, Öl, Senf, Ketchup

Spülmittel, Spüllappen, Spülschwämme, Pfannenkratzer

 

In der Spülwanne:

Topf 4 l, Topf 10 l, Topf 12 l, Topf 16 l

 

 

9.13 Teilnehmerliste

 

Freitag: 6 Personen

Samstag: 10 Personen

Sonntag: 13 Personen

 

 

9.14 Reflexion der Übung „Elektrischer Draht“

 

Mein Platz in der Jugendarbeit:

 

Welchen Platz habe ich in der Jugendarbeit?

 

•  Leitung, Unterstützung der Mitarbeiter, geistliche Zurüstung der Mitarbeiter.

•  Jungscharmitarbeiterin.

•  Ortsverantwortlichkeit – Mitglied des Leitungsteams.

•  Jungbläserleiter vom Posaunenchor.

•  Bubenjungschar.

 

 

Was freut mich an dieser Arbeit – was macht mir Mühe?

 

•  Es macht Spaß mit jungen Leuten zu arbeiten (spontaner, unkomplizierter).

•  Wenn alle Kinder Spaß am Programm haben, viele kommen.

•  Es macht mir unheimlich Spaß, wie man die Mitarbeiter in ihrer Entwicklung sieht!

•  Anderen das Posaunespielen beizubringen, aus auf Auftritte vorzubereiten.

•  Mit Kindern zusammenarbeiten, sie begleiten und stärken.

•  Wenn die Kinder Spaß haben und gut mitmachen.

•  Zeitliches Problem.

•  Kinder, die lustlos rumsitzen, zu motivieren mitzumachen, die während der Andacht reden.

•  Ich finde es sehr mühevoll mit allen Mitarbeitern im Gespräch zu bleiben und diese voll zu unterstützen.

•  Mir macht Mühe, dass ich manchmal komme und keiner hat Lust, bzw. hat nicht geübt, das ist das Problem, wenn´s nichts kostet.

•  Aufwendige Programme vorzubereiten, bei denen nicht klar ist, ob sie funktionieren.

•  Wenn die Kinder nur Quatsch machen, und das geplante Programm nicht durchgeführt werden kann.

 

 

Unsere Ziele in der Jugendarbeit

 

 

Was hält uns in unserer Arbeit auf „Kurs“?

 

•  Gemeinsame Aktionen, geistliche Ebene, Mitarbeiterkreis, Persönliches Weiterkommen im Glauben.

•  Neue Mitarbeiter gewinnen.

•  Austausch mit anderen Mitarbeitern. Hilfe von anderen.

•  Die gute Gemeinschaft, der gemeinsame Weg, durch viele persönliche Freundschaften, die die Mitarbeiter untereinander haben.

•  Durch den regelmäßigen Mitarbeiterkreis, das dauerhafte Gespräch, das in den Mitarbeiterkreisen entsteht bezüglich den Gruppen und den Gefühlen.

•  Mitarbeiterkreis, Musik für Gott zu machen, die Auftritte auf die man zuarbeitet.

•  Gespräch unter Mitarbeitern. Mitarbeiterkreis.

•  Regelmäßige Treffen, wo die Mitarbeiter sich austauschen können und miteinander reden können.

 

 

Welche Ziele verfolgen wir in der Jugendarbeit?

 

•  Wertevermittlung in möglichst vielen Bereichen, soziale Kompetenz, Umgang mit anderen, Gemeinde mitbauen, Bau an Gottes Reich, Konkrete Ziele von Zeit zu Zeit festlegen und daraufhin arbeiten.

•  Jungen Leuten von Jesus zu erzählen und sie als Mitarbeiter zu gewinnen.

•  Möglichst viele Kinder und Jugendliche aus Botenheim zu erreichen und diese durch die Jungscharen und Konfirmandenarbeit den Weg in die Mitarbeit zu ebenen.

•  Den Glauben an Jesus Christus zu vermitteln.

•  Leuten das Trompete spielen beizubringen und Musik für Gott zu machen.

•  Kinder für Jesus zu begeistern, mit ihnen Spaß haben.

•  Die Kinder zu begleiten, Gottes Wege zeigen, verbunden mit Spaß und Spiel.

 

 

Kennen alle diese Ziele? Wie können sie allen bekannt gemacht werden?

 

•  Meisten bekannt gemacht werden, evtl. durch Aufgabenverteilung. Müssen von Zeit zu Zeit auch korrigiert werden.

•  Ich glaub schon.

•  Durch den Mitarbeiterkreis, in dem werden die Ziele auch so endformuliert, kennen alle diese Ziele.

•  Ja, ich und Pfarrer tauschen uns aus.

•  Ja, denke schon. Durch Gespräch bei der Vorbereitung und im Mitarbeiterkreis.

•  Ja, da wir unsere Gruppenstunde gemeinsam planen.

•  Durch austauschen und Gespräche.

 

 

Arbeiten wir gemeinsam auf diese Ziele zu?

 

•  Ja, wobei es doch manchmal Abweichungen gibt, aus verschiedenen Gründen.

•  Ja.

 

 

Was unterstützt uns? Was behindert uns?

 

•  Wir unterstützen uns gegenseitig.

•  Mich unterstützt der Mitarbeiterkreis und Herr Pfarrer Pfrommer.

•  Sehr gute Freundschaft unter uns Mitarbeitern.

•  Gute Freundschaft innerhalb der Mitarbeiter. Das Wissen, dass jemand da ist, der einem helfen kann.

•  Wenn keine Leute in die angebotenen Kreise kommen.

•  Mich behindert, dass manche nur kommen, um Quatsch zu machen.

•  Oft viele andere Termine. Stress.

•  Zeit.

 

 

Zusammenarbeit im Team/Mitarbeiterkreis:

 

Wie empfinden wir unsere Zusammenarbeit als Team?

(Gruppenteam und Gesamtmitarbeiterkreis)

 

•  Nicht gut.

•  Leitungsteam: Es könnte derzeitig ein bisschen harmonischer zugehen, da derzeit nicht so viel an Terminen los ist.

•  Mitarbeiterkreis: Durch JesusHouse wurde ein kleines Loch gerissen, in das sich einige Mitarbeiter gerade durchbeißen müssen.

•  Gut, man bekommt Anregungen für die Programme in den Gruppen.

•  Gruppenteam: Gut, Herr Pfrommer gibt mir immer Tipps, was ich noch besser machen kann.

•  Gesamt: Sehr gut, wir verstehen uns gut, man kann Erfahrungen austauschen.

•  Finde ich sehr gut.

•  Sehr gut, durch regelmäßige Treffen kann gut zusammengearbeitet und sich ausgetauscht werden.

 

 

Was unterstützt unsere Teamarbeit?

 

•  Die gute Gemeinschaft, die allgemein herrscht unter den Mitarbeitern. Es kommt fast jeder mit jedem gut aus und es wird viel gelacht.

•  Der Glaubenskurs u.a., diese Kanutour, der Mitarbeiterkreis.

•  Gemeinsame Erlebnisse, wie tolle Jungscharstunden oder Freizeiten, Kurse...

•  Regelmäßiges Austauschen von Ideen u.ä.

 

 

Was behindert uns als Team zusammenzuarbeiten?

 

•  Dass sich manche auf den Lorbeeren ausruhen.

•  Streit.

•  Evtl. Meinungsverschiedenheiten.

•  Dass es oft Zeitmangel gibt.

 

 

9.15 Reflexion des Wochenendes

 

Wie ging es mir an und mit diesem WE?

 

•  Ich fand das Wochenende klasse, obwohl wir Samstags nicht Kanufahren konnten!

•  Von der Zeit her war es schwierig, aber es war letztendlich eine gute Zeit mit unseren Mitarbeitern.

•  Gute Gemeinschaft und Stimmung

•  Ich wollte zuerst nicht mitkommen, weil ich eigentlich lernen muss, aber mein Vater hat mich dann überredet und jetzt fand ich es voll cool.

•  Sehr gut.

•  Gut.

•  Sehr gut, es war interessant und die Spiele machten Spaß.

•  Es war schwierig die Gruppe zu verlassen und sich später wieder einzuklinken.

•  Hat mich Überwindung gekostet herzukommen, da ich gerade eigentlich nicht konnte, aber bin doch froh, dass ich wenigstens einen Tag dabei war.

•  Der Tag war sehr schön, voll lustig und es ging mir gut.

•  Gut, man hat viel Spaß gehabt!

 

 

Wenn ich das WE auf einer Skala von 1-10 Bewerte, wie hoch schätze ich das Wochenende für mich ein? (1 so was dürfen wir nie wieder machen – 10 super klasse)

 

1 - 2 - 3 - 4 - 5 - 6 - 7 - 8 - 9 - 10

 

Ergebnis aller Teilnehmenden: Durchschnitt von 9,2

 

 

Was fand ich gut?

 

•  Die EP-Spiele, Kanufahren und die gemeinsamen Aktionen

•  Nach anfänglicher Enttäuschung über das Nicht-Kanufahren am Samstag, waren die Aufgaben mit dem Seil sehr attraktiv.

•  Die Spiele/Aufgaben mit dem Seil. Das Kanufahren.

•  Kanufahren, Spiele, Impuls, tolle Gemeinschaft.

•  Das Kanufahren, die Spiele, die Gemeinschaft.

•  Kanufahren, Impuls, elektrischer Draht, alles.

•  Erlebnispädagogische Spiele (Seile, Kanu, Suchspiel,...)

•  Kanufahren.

•  Gute Gemeinschaft. Viel Spaß beim Kanufahren.

•  Kanufahren. Die super Spiele.

•  Kanufahren, die Spiele und die Zusammenarbeit.

 

 

Was ist mir schwer gefallen?

 

•  Mit der Situation am Samstagmorgen umzugehen, dass wir nicht Kanufahren konnten.

•  Mich auf die Kanu-Wasserspiele einzulassen.

•  Mich als Blinder beim elektrischen Draht zu integrieren.

•  Die Gruppe zu verlassen.

•  Mich mit Leuten zu arrangieren, denen ich sonst aus dem Weg gehen würde.

•  Irgendwann nicht die Geduld zu verlieren.

 

 

Welche neuen Erfahrungen habe ich für mich und für meine Mitarbeit in der Jugendarbeit gemacht?

 

•  Dass über für mich selbstverständliche Dinge viel mehr geredet werden
muss.

•  Auch mal neue Wege gehen (Spiele am Samstag).

•  Jeder muss seine Begabungen richtig einsetzen.

•  Zum Umgang mit den anderen Mitarbeitern und mit den Jungscharlern.

•  Dass Teamarbeit immer wichtig ist.

•  Kommunikation ist sehr wichtig. Bei Problemen gegenseitig helfen.

•  War nicht lang genug dabei, um das sagen zu können.

•  Es kommt sehr oft auf gute Teamarbeit an. Als einzelner kann man oft hängen bleiben.

•  Dass alles durch Gespräche und Teamarbeit funktioniert.

 

 

Was möchte ich von dem gelernten für mich selbst für meine Mitarbeit in der Jugendarbeit umsetzen?

 

•  Die Mitarbeiter noch mehr nach ihren Gaben einzusetzen.

•  Ein großes Ziel haben. Kleinere, konkrete Ziele zu setzen und daraufhin arbeiten.

•  Anderen mehr vertrauen und zutrauen.

•  Auf Ziele hinzuarbeiten und auch klar zu wissen, was die Ziele überhaupt sind.

•  Uns Mitarbeiter als großes Ganzes sehen.

•  Alles.

•  Mich in die Gruppen aktiv einbringen.

•  Mehr Kommunikation untereinander.

•  Gute Zusammenarbeit!

•  Die gute Teamarbeit.

 

 

Wie habe ich die Leitung des Wochenendes erlebt?

 

•  Ich fand es gut, wie es entschieden wurde und dass wir gemeinschaftlich entschieden haben.

•  Sehr positiv war, dass manche Aktivitäten gemeinsam besprochen und entschieden wurden und dass andere Aktivitäten, wie das Nicht-Kanu-Fahren, ganz klar von der Leitung entschieden wurden.

•  Zielstrebig und Gruppenorientiert.

•  Ich fand es gut, dass wir, obwohl wir nicht Kanufahren konnten, trotzdem nicht rumgehockt sind und nicht wussten, was wir machen sollten. Es war echt gut.

•  Fand ich sehr gut geleitet.

•  Gut. Dass sie gut vorbereitet war. Dass sie mit Elan dabei war.

•  War alles entspannt und cool.

•  Kompetent. Wusste immer was Sache ist. Gut durchgeplant.

•  Gut vorbereitet und auch gut im gesamten. Zumindest das, was ich beurteilen kann.

•  Gut.

•  Sehr relaxt. War überzeugend dabei.

•  Sehr spannend und erholsam. „Siehe, ich mache alles neu“ Offenbarung 21, 5

 

 

Was erwarte ich von Jesus für meine Mitarbeit?

 

•  Dass er mich begleitet und die richtigen Impulse setzt.

•  Dass er uns immer wieder neue Ideen schenkt.

•  Motivation weiterzumachen, auch wenn man mal keine Lust mehr hat.

•  Dass er mir Kraft gibt und uns beschützt.

•  Dass er mir bei Entscheidungen hilft.

•  Dass er mich unterstützt, auch wenn´s nicht so gut läuft.

•  Stärke. Mut. Zuversicht.

•  Kraft. Gute Ideen.

•  Dass er mir die Stärke gibt, die ich brauche.

•  Dass er mir den richtigen Weg zeigt.

 

 

Was soll bei mir und in meiner Mitarbeit neu werden?

 

•  Dass ich mich auf das Wesentliche konzentriere.

•  Noch bessere Zusammenarbeit, dass wir die Kinder besser für Jesus begeistern können.

•  Noch mehr aufeinander und auf Gott zu vertrauen.

•  Mehr Kommunikation.

•  Geduldiger werden.

 

 

9.16 Flyer

 

9.17 Campingplatz in Braunsbach

 

9.18 Flusskarte Kocher

 

9.19 Informationsblatt für Kanusportler auf dem Kocher

 

9.20 Das Wunder von Sukkot

 

Das Laubhüttenfest (Sukkot) war zu Ende gegangen. Die Menschenmenge hatte sich aufgelöst, und diejenigen, die von den weiter weg gelegenen Gebieten nach Jerusalem gereist waren, hatten sich auf den Weg nach Hause gemacht. Die Sukkas (Laubhütten) waren weggeräumt zusammen mit den intensiv geschwungenen Lulavs  Palmzweigen), verbogen und zerbrochen von der fröhlichen Feier. Jerusalem kehrte zurück zu seinem normalen geschäftigen Treiben. Die Menschen sprachen noch über das spektakuläre Licht, das vom Tempel geschienen und seinen Glanz über die ganze Stadt geworfen hatte. Für den Mann jedoch, der am Eingang des Außenhofs des Tempels saß, war es schwierig, diese Unterhaltungen zu verstehen. Er hatte niemals einen gigantischen Leuchter betrachtet, der in der Nacht leuchtete. Und obwohl er dessen Wärme gefühlt und das Knistern gehört hatte, hatte er noch niemals Feuer gesehen. Denn dieser Mann war von Geburt an blind. "Ich war blind, als das Fest begann, und jetzt ist es vorbei, und ich bin immer noch blind," dachte er. "U