Martin Herrmann
Abschlussprojekt der Ausbildung Zusatzqualifikation Erlebnispädagogik
im Arbeitsfeld Jugendhilfe, Schule, KJP
des KAP-Institutes
Erlebnispädagogik
„5 – Tage Abenteuer erleben“
Erlebnispädagogisches Projekt von Martin Herrmann
September / Oktober 2007
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1. Einleitung
1.2. Beschreibung der Einrichtung
2. Erlebnispädagogisches Konzept
2.1. Pädagogischer Hintergrund
2.2. Allgemeine Zielsetzungen
2.3. Art der Unternehmungen
3. Projektvorbereitungen
3.1. Projektvorstellung & -genehmigung bei Geschäftsführung
3.2. Vorbreitungen anhand des Gesprächsskriptes
3.2.1. Durchführungsgenehmigung
3.2.2. Finanzierung
3.2.3. Anfallende Überstunden
3.2.4. Zusätzlicher Mitarbeiter / in
3.2.5. Rechtlicher Rahmen
3.2.6. Notfallpläne & Sicherheitskonzepte
3.2.7. Medizinischer Bereich
3.2.8. Öffentlichkeitsarbeit
3.2.9. Allgemeine Unterstützung von Mitarbeitern
3.2.10. Sonstige Genehmigungen
3.3. Einladungen, Anmeldungen und Einverständniserklärungen
3.4. Vorbereitungen für die Durchführungen
3.4.1. Vorbereitungen für Vortreffen / Metaplantreffen
3.4.2. Reflexionsmedium
3.4.3. Praktische Vorbereitungen für die Durchführungen
3.4.3.1. Praktische Vorbereitung „Wanderung mit Navigationskarten“
3.4.3.2. Praktische Vorbereitung „Wanderung mit Karte und Kompass“
3.4.3.3. Praktische Vorbereitung „Mobile Seilgärten – Aufbau einer Schluchtüberquerung“
3.4.3.4. Praktische Vorbereitung „Klettern in der Kletterhalle“
3.4.3.5. Praktische Vorbereitung „Bau eines Pizzaofens“
3.4.3.6. Praktische Vorbereitung - Hinweise / Überleitungen auf die nächste Einheit
3.4.4. Sonstige Vorbereitungen
4.0. Teilnehmergruppe
4.1. Gruppenzusammensetzung
4.2. Teilnehmerbeschreibung
5.0. Projektverlauf
5.1. Geplanter Projektverlauf
5.1.1. Durchführung „Metaplantreffen“
5.1.2. Durchführung „Wanderung mit Navigationskarten“
5.1.3. Durchführung „Wanderung mit Karte und Kompass“
5.1.4. Durchführung „Mobile Seilgärten – Aufbau einer Schluchtüberquerung“
5.1.5. Durchführung „Klettern in der Kletterhalle“
5.1.6. Durchführung „Bau eines Pizzaofens“
5.1.7. Durchführung „Reflexionsrunden“
5.2. Reflexion des tatsächlichen Projektverlaufes
5.2.1. Reflexion „Metaplantreffen“
5.2.2. Reflexion „Wanderung mit Navigationskarten“
5.2.3. Reflexion „Wanderung mit Karte und Kompass“
5.2.4. Reflexion „Mobile Seilgärten – Aufbau einer Schluchtüberquerung“
5.2.5. Reflexion „Klettern in der Kletterhalle“
5.2.6. Reflexion „Bau eines Pizzaofens“
5.2.7. Reflexion „Reflexionsrunden“
6.0. Nachbereitung
7.0. Reflexion
7.1. Zielkontrolle / -reflexion
7.2. Persönliche Reflexion
8.0. Literaturverzeichnis
9.0. Anhang
1.0 Einleitung
1.1 Erlebnispädagogik in dem Arbeitsfeld mit Menschen mit geistigen & psychischen Behinderungen
Die Erlebnispädagogik ist in den letzten 15 Jahren zu einem wichtigen, festen und effektiven Bestandteil der Kinder-, Jugend- & Erwachsenen- arbeit / -hilfe / -bildung geworden. Über die positive Wirkungsweise dieser Methodik gibt es umfangreiche literarische & mediale Werke. Da ich nicht die Autoren dieser Werke zitieren möchte, kann man die Aussagen und Meilensteine in den verschiedensten Fachbüchern, Fachzeitschriften, Internetseiten etc. nachlesen.
Mein Arbeitsfeld umfasst Menschen mit geistigen, körperlichen, psychischen Behinderungen / Erkrankungen. Daher möchte ich die Einleitung dieser Abschlussarbeit diesem Personenkreis widmen.
Vorweg hat mir der Kurs bei KAP (und dem beinhaltete Vortrag von Werner Michl) eine klare Richtung als Alternative aufgezeigt, wie ich meine Arbeit effektiv weiterführen werde.
Die Förderung, in dem natürlichsten Bereich der Welt, „dass natürliche Leben“, & die Sammlung der wertvollsten Erfahrungen für uns alle, werden oftmals dem Personenkreis der Menschen mit Behinderungen gar nicht ermöglicht. Durch ein Übermaß an Vorsicht und eine Haltung der Vermeidung, geht diesen Personen dieser Teil der Persönlichkeitsentwicklung größtenteils verloren, bzw. wird ihnen vorenthalten. Somit besteht ein Defizit in diesem Lern- und Erfahrungsfeld, dass alle von uns stark geprägt hat. Der Umgang mit der Qualität dieser Erlebnisse mit ihren Überraschungen, Unberechenbarkeiten und echten Konsequenzen bleibt ihnen verschlossen. Häufige Vermeidungstaktiken, der Ausschluss des Zufallfaktors oder um Unannehmlichkeiten für das Personal und die Menschen mit Behinderung zu minimieren, haben einen Teil dazu beigetragen, wie die Entwicklung dieser Personen und deren Schwierigkeiten verlief. Es hat sich bei vielen der angesprochenen Personen eine Haltung der Bequemlichkeit und permanenten Einforderung von Fürsorge, sowie eine Regelung aller globalen Hindernisse entwickelt.
Um den Verlust von diesen Erfahrungs- und Lernfeldern zu kompensieren, müssen diese explizit gefördert werden. Es werden künstlich geschaffene, genau vorweg geplante Situationen angeboten. Diese werden zwar angenommen und haben auch durchaus ihre Berechtigung, Sinn und Erfolg in der Sonder- / Behindertenpädagogik, jedoch ist das grundlegende Problem, dass diese nicht denselben An-, Aufforderungs- und Memocharakter haben. Das wahre Leben sieht anders aus als künstlich geschaffene Situationen und Räumen. Es bietet mehr Eindrücke als stereotype und isolierte Stimulationen bzw. Erlebnisse. Die Erfahrungen und Eindrücke, die wir in unserer natürlichen Umgebung sammeln und erleben können, sind spontaner, umfangreicher und eindrücklicher als in jeglichem künstlich geschaffenem Rahmen. Letztlich soll es nicht um das Erzeugen von Erlebnissen gehen, sondern um das Wahrnehmen und Nutzen natürlicher Situationen, aus denen man nachhaltig lernen kann.
Momentan wird in der Arbeit mit Menschen mit geistiger Behinderung eine Selbstständigkeit angestrebt, die sie so nicht erlernt haben. Oftmals ist diese Arbeit noch geprägt von angelernter ständiger Beaufsichtigung und einem Maß an Überbehütung. Das angestrebte Ziel, die Selbstständigkeit / Mündigkeit wird schwer erreicht werden, es wird diesem Ziel sogar oftmals entgegengewirkt und geht schon im Rahmen des ganzheitlichen Ansatzes verloren.
Meine Erfahrungen in dem Arbeitfeld mit Menschen mit Behinderung, haben mir gezeigt, dass Aktionen, die für Menschen ohne Behinderung nichts Besonderes darstellen, für diesen Personenkreis Erlebnisse sind, wie wenn Menschen ohne Behinderung groß aufgezogene Aktionen erleben.
Hierbei stellt sich für mich die Frage, ob wir Nichtbehinderten uns immer intensivere Eindrücke und Aktionen schaffen müssen, und dabei den wahren Blick für Erlebnisse verloren haben. Sind für alle Beteiligten eines Kreisligafußballspiels zwischen den beiden Kontrahenten die Emotionen, Erlebnisse, Wünsche, Ziele, Hoffnungen usw. nicht genauso ausgeprägt wie wenn ein Spiel der Bundesliga stattfinden würde,...? Manchmal stellt sich die Frage, ob Menschen mit Behinderung in manchen Situationen des Lebens Dinge so wahrnehmen, wie sie wirklich sind und Anderen, also uns Nichtbehinderten verschlossen bleiben.
Dabei ist Behinderung kein Hindernis. Sie ist vielmehr eine Herausforderung, oftmals verbunden mit einem Mehraufwand, Situationen oder natürlich und persönlich vorgegebene Grenzen herauszufordern, erkennen, erleben, überwinden und letztendlich der wichtigste Schritt für alle Menschen, daraus für die Zukunft zu lernen.
Denn ein positiv erfülltes Leben, ergibt sich nach meiner Einschätzung aus einer Summe der erlebten, wahrgenommenen, bewältigten und aufgearbeiteten Erlebnisse und Erfahrungen.
1.2 Beschreibung der Einrichtung
Die Westmittelfränkische Lebenshilfe Werkstätten GmbH wurde im Jahre 1970 gegründet. Sie ist eine anerkannte Einrichtung der Rehabilitation, Lebensraum für Menschen mit Behinderung und Partner der Wirtschaft. Ihre Hauptaufgabe ist es, die Leistungsfähigkeit und Gesamtpersönlichkeit von Menschen mit Behinderungen soweit zu fördern, dass diese in der Werkstatt oder auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt eingegliedert werden können. Sie bieten denjenigen Menschen, die gerne einer Arbeit nachgehen, die aber wegen Art oder Schwere der Behinderung nicht, noch nicht oder noch nicht wieder auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt tätig sein können, einen Arbeitsplatz oder Gelegenheit zur Ausübung einer geeigneten Tätigkeit.
Die xy Lebenshilfe Werkstätten teilen sich in drei Standorte auf. Der Hauptstandort ist xy an diesem befinden sich folgende einzeln stehende Werkstätten / Gebäude: Hauptwerkstatt, Werkstatt West und Logistikzentrum. Die Zweigstellen bzw. Nebenstandorte sind in xy und xy Angegliedert an die Werkstätten sind eine Frühförderstätte, Förderschule, drei Wohnheime und eine Vielzahl von Wohnungen des Ambulant betreuten Wohnens. Zurzeit arbeiten in der WfbM 712 Menschen mit Behinderungen & 185 Mitarbeiter.
In der Einrichtung gibt es drei grob eingeteilte Bereiche. Zum einen den Fördestättenbereich, dort werden Menschen mit Schwerst- & Mehrfachbehinderungen betreut.
Der zweite Bereich ist die Produktion / Fertigung, diese umfasst folgende Arbeitsfelder:
• Metallbe- und –verarbeitung
• Holzbe- und –verarbeitung
• Kartonagenbe- und –verarbeitung
• Wäscherei / Näherei
• Montagearbeiten (Bandmontage/Kfz-Elektrik)
• Sortier-, Konfektionier-, Verpackungsarbeiten
• Landschafts- und Gartenbau
• Eigenfertigung (Bilderrahmen, Steinuhren, Webteppiche, Eisenbahntrafos).
Eine weitere zentrale Bedeutung hat der dritte Bereich, der des begleitenden Dienstes. Er dient der Beratung und Hilfe beim Umgang mit Behörden, Beratung von Eltern, Angehörigen und betreuten Mitarbeitern bei persönlichen Problemen, Begleitung in Krisensituationen, individuelle Fördermaßnahmen, psychologische und heilpädagogische Begleitung. In diesem Rahmen finden auch wöchentlich Arbeitsbegleitende Maßnahmen statt. Diese umfassen z.B. das therapeutische Reiten, Schwimmen, Fußball, Radfahren, Chorsingen, Tonen, Basteln, Gymnastik usw.
2.0. Erlebnispädagogisches Konzept
2.1 Pädagogischer Hintergrund / Idee
Im Rahmen meiner Erlebnispädagogischen Zusatzqualifikation, befand ich mich in der Planung und Durchführung einer Maßnahme an meinem Arbeitsplatz, die spezifisch auf die Menschen, die ich in ihrer Arbeitswelt begleite, zugeschnitten war. Darüber hinaus erschien es mir sehr wichtig, ein Projekt zu finden, dass sich optimal in den Arbeitsalltag der Menschen mit Behinderung ohne großen Aufwand – z.B. Wochenendfreizeiten – integrieren lässt, und ebenso in die strukturellen Gegebenheiten der Werkstätte passt.
Vor Beginn meiner Zusatzqualifikation, hatte ich ein Gespräch mit dem Geschäftsführer, wie ich mir die Umsetzung der Weiterbildung in der Werkstatt vorstelle. Dieses Abschlussprojekt sollte als Grundlage für die zukünftige Umsetzung dienen und wie folgt aussehen:
Das Abschlussprojekt umfasste 5 Einheiten. In diesen wurden verschiedene Erlebnispädagogische Themenbereiche angeboten:
• Wandern / Trekking mit Navigationskarten
• Wandern / Trekking mit Karte und Kompass
• Mobile Seilgärten, der Aufbau einer Schluchtüberquerung
• Klettern in der Kletterhalle
• Bauen und Werken, Bau eines Pizzaofens.
Ich beabsichtigte die Einheiten einmal pro Woche, an einem Donnerstag durchzuführen. An den vorhergehenden Montagen fand immer ein Vortreffen statt, um das Thema bekannt zu geben und Erwartungen / Befürchtungen aufzufangen.
Wenn das Projekt abgeschlossen sein wird, sollte eine konkrete Durchführungserfahrung vorhanden sein, durch welche sich zeigen wird, ob und wie sich das Projekt nun letztendlich als Erlebnispädagogischer Workshop in die Werkstattstrukturen integrieren lassen kann. Weiterhin kann man das Bild-, Medien-, Durchführungsmaterial und positive Erfahrungen von Teilnehmern für die Projektumsetzung nutzen, z.B. Bildmaterial für den Aushang oder das Ausschreiben eines Erlebnispädagogischen Workshop, die positiven Erfahrungen und geweckte Neugier der Teilnehmer, welche an ihre Kollegen weitergegeben werden, das Vorhanden sein von Material für die verschiedensten Durchführungen / Angebote usw..
Vorteile dieser Workshops / Projektes für die xy Lebenshilfe Werkstätten:
• Arbeitsbegleitende Maßnahmen, bei denen immer wieder verschiedene beschäftigte MA teilnehmen können. (Nicht wie bei anderen Maßnahmen, bei welchen immer nur die selben TN über Jahre hinweg in den Gruppen sind.)
• Es können alle beschäftigten Mitarbeiter nach eigenem Interesse teilnehmen, egal welche Schwere bzgl. des Behinderungsgrades vorliegt
• Verschiedenste und optimale Lernfelder / Förderungsvoraussetzungen durch ressourcenorientiertes Angebot
• Hohes Maß an Individualförderung durch zielorientierten Einsatz von Naturerlebnissen & anschl. Reflexion des Erlebten
• Möglichkeit der Übertragung der gesammelten Erfahrungen auf den Arbeitsalltag
• Präsenz nach außen, welche Individualförderung für beschäftigte Mitarbeiter in der Lebenshilfe besteht. (z.B. Fotos und Berichte in der Zeitung / Internet / Ausstellungen / Infotagen etc. )
• Investition in benötigte Hilfsmittel / Arbeitsmaterialien trägt sich durch vielseitige und fortlaufende Verwendung
Umsetzung des Abschlussprojektes der Zusatzqualifikation Erlebnispädagogik als Arbeitsbegleitende Maßnahme „Erlebnispädagogischer Workshop“:
Ich beabsichtige einmal pro Woche einen Erlebnispädagogischen Workshop anzubieten. Dieser wird durch einen Aushang bekannt gegeben. Die beschäftigten Mitarbeiter können sich dann als Teilnehmer eintragen. Zeitgleich werde ich eine E-Mail an alle GL schreiben, in welcher das Thema des Workshops bekannt gegeben wird. In dieser E-Mail stehen dann auch genügend Hintergrundinfos speziell für die GL z.B. Zielsetzungen, thematischer Hintergrund,.... Mit diesen Informationen wäre es von Vorteil, wenn nicht nur bei schwächeren beschäftigten Mitarbeitern der GL motivierend einwirken bzw. allgemein die Bekanntgabe in seiner Gruppe publik machen würde. Jeder Workshop soll immer bestimmte Themen beinhalten, z.B. Wandern, Bauen & Werken, Klettern, Mobile Seilgärten, Flora & Fauna erleben usw.
Manche Workshops / Thematisierungen werden über mehrere Einheiten fortgeführt.
Wenn sich bei einem Thema eine Vielzahl von beschäftigten Mitarbeitern eintragen, können wiederholt Workshops angeboten werden, die dann nach Niveau der Teilnehmer aufgeteilt sind. Vom zeitlichen Rahmen her, soll eine Einheit einen ganzen oder halben Arbeitstag dauern, je nach Thema & evtl. Vorbereitungszeit. Eine weitere Option würde sich für den begleitenden Dienst bieten, wenn in diesem Rahmen ein besonderer Förderbedarf nötig wäre, könnte man durch den Erlebnispädagogischen Workshop auf diesen speziell eingehen und dies als Fördermedium nutzen.
2.2 Allgemeine Zielsetzungen
Hinsichtlich der Projektzielsetzungen möchte ich mich an dem Obersten Qualitätsziel, aus dem Qualitätsmanagment – Handbuch 10.09, der xy Lebenshilfe Werkstätten orientieren. Dieses lautet:
„Der Mensch mit Behinderung soll in seiner Leistungsfähigkeit und Gesamtpersönlichkeit so weit gefördert werden, dass er entweder in der Werkstatt oder auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt tätig sein kann.“
Ich beabsichtige in dem Projekt die Förderung der Gesamtpersönlichkeit.
Diese setzt sich aus der Sach-, Selbst- und Sozialkompetenz zusammen.
Somit ergeben sich folgende Zielsetzungen für die Gruppe und den einzelnen Teilnehmer:
• Anregung & Erwerb von Sozialkompetenz
Kooperationsfähigkeit in der Gruppe
Gegenseitige Unterstützung & Rücksichtnahme
• Anregung & Erwerb von Selbstkompetenz
Eigene Grenzen wahrnehmen, erleben, erkennen, akzeptieren & ggf. erweitern
Eigene Ängste erfahren & lernen mit diesen positiv umzugehen
• Anregung & Erwerb von Sachkompetenz
Umgang mit neuen Materialien & Arbeitstechniken erlernen
Kennenlernen der Abfolge von Arbeitsschritten & logischen Zusammenhängen
2.3 Art der Unternehmungen
Wie in Gliederungspunkt 2.1 angesprochen, plante ich fünf Erlebnispädagogische Einheiten. Diese wurden an fünf aufeinander folgenden Donnerstagen durchgeführt. An den vorhergehenden Montagen fand ein Vortreffen statt, bei welchem das Thema vorgestellt und auf Erwartungen und Befürchtungen der Teilnehmer eingegangen wurde.
Die Einzelnen Projekteinheiten konnten wie folgt ablaufen:
1. Einheit: Wandern / Trekking mit Navigationskarten
Durchführungsort: Stadtwald „Feuchtlach“ bei xy
2. Einheit: Wandern / Trekking mit Karte & Kompass
Durchführungsort: Gemeindewald „Bucherwald“ bei xy
3. Einheit: Mobile Seilgärten, Aufbau einer Schluchtüberquerung
Durchführungsort: Gemeindewald/Wanderparkplatz „Weidlach“ zwischen xy
4. Einheit: Klettern in der Kletterhalle
Durchführungsort: Kletterhalle & Indoorspielplatz JOLA in xy
5. Einheit: Bauen & Werken, Bau eines Pizzaofens
Durchführungsort: Zwischenlagerplatz von Gartenerde der xy Lebenshilfe Werkstätten
Die Vortreffen wurden in einem freien Raum des Gebäudes der Produktionshalle Werkstatt West, der xy Lebenshilfe Werkstätten abgehalten.
Die einzelnen Projekteinheiten dauerten von 8:00 – 15:00 Uhr und fanden im Rahmen der Arbeitszeitregelung statt. Der zeitliche Rahmen für die Vortreffen betrug ca. 1,5 Stunden und wurde von der Uhrzeit flexibel, je nach Auftragslage und –situation, gehandhabt.
3.0. Projektvorbereitungen
3.1 Projektvorstellung & -genehmigung bei Geschäftsführung
Zur Vorstellung des Erlebnispädagogischen Projektes, bei Geschäftsführung, Werkstattleitung, Produktionsleiters und Fachbereichsleiter Sozialdienst, arbeitete ich zunächst wichtige Unterlagen und Grundüberlegungen schriftlich aus. Diese Vorbereitungen umfassten eine konkrete Beschreibung des Abschlussprojektes und dessen Durchführung. Weiter ließ ich Überlegungen mit einfließen, um das Projekt später als fest installierte Arbeitsbegleitende Maßnahme in der Werkstatt umzusetzen.
Als Grundlage für einen genauen Gesprächsleitfaden und eine konkrete Durchführungsgenehmigung verfasste ich ein „Gesprächsskript“. Bei diesem wurden alle Fragen angesprochen, welche für einen reibungslosen Ablauf des Projektes relevant sind. Ebenso legte ich eine aufgeschlüsselte Kostenkalkulation vor, die ich in Zusammenarbeit mit dem Fachhändler erstellte. Somit war für die Geschäftsführung genau ersichtlich, welche Kosten auf den Betreib zukommen würden.
Diese Unterlagen befinden sich im Anhang. Siehe dazu:
• Anhang: „Konzept Erlebnispädagogisches Projekt & geplanter Workshop"
• Anhang: „Gesprächsskript über Konzeption Abschlussprojekt Erlebnispädagogik“
• Anhang: „Kostenkalkulation“
3.2. Vorbereitungen anhand des Gesprächsskriptes
3.2.1 Durchführungsgenehmigung
In dem Gespräch mit dem Geschäftsführer, Werkstattleiter, Produktionsleiter und Fachbereichsleiter Sozialdienst, wurde mir die Genehmigung für die Durchführung des Projektes erteilt. Weiter übergab der Geschäftsführer die weiteren Schritte für die Planungsgenehmigungen dem Werkstattleiter.
3.2.2 Finanzierung
Sämtliche anfallende Kosten, anhand des Kostenvoranschlages und andere anfallende Kosten, wurden von der Werkstatt genehmigt bzw. übernommen. Daraufhin wurden die benötigten Materialien geordert. Eine Sammlung von Spendengeldern für das Projekt wurde nicht erwünscht. Weiter wurde genehmigt, dass sonstige benötigte Materialien die in der Werkstatt vorhanden sind, zur Nutzung freigegeben wurden.
3.2.3 Anfallende Überstunden
Die Ausarbeitung und Planung für das Projekt sollte nach Möglichkeit im Betrieb vorgenommen werden. Die weiteren Ausarbeitungen die im Betrieb nicht möglich war, konnten zuhause durchgeführt werden (z.B. schriftliche & praktische Ausarbeitung / Planung wie Testaufbau, Geländeerkundungen usw..). Dadurch anfallende Überstunden wurden vom Betrieb übernommen.
3.2.4 Zusätzlicher Mitarbeiter / -in
Ein zusätzlicher Mitarbeiter für das Projekt wurde nach Absprache von dem zuständigen Produktionsleiter genehmigt und bestimmt. Dieser wurde auch für relevante, notwendige örtliche Erkundungen und Einarbeitungen freigestellt. Anfallende Überstunden für den Mitarbeiter sollten separat beantragt und zugestimmt werden.
3.2.5 Rechtlicher Rahmen
Durch Einsatz eines zweiten Mitarbeiters wurde die Aufsichtspflicht gewährleistet.
Durch ein Anschreiben der Versicherung wurde der notwendige Haftungsschutz sichergestellt.
• Anhang: „Anfrage an Betriebshaftpflichtversicherung“
Der Versicherungsschutz hinsichtlich der Unfallversicherung war auch gewährleistet, da es sich bei dem Projekt um eine Arbeitsbegleitende Maßnahme handelt, und diese im Rahmen der gegebenen Arbeitszeitregelungen stattfand.
3.2.6 Notfallpläne & Sicherheitskonzepte
Hinsichtlich Notfallpläne & Sicherheitskonzepte wurde eine Besprechung anberaumt, an welcher der Sicherheitsbeauftragte, Qualitätsmanager, der Fachbereichsleiter des Sozialdienstes und meine Person teilnahmen. Hier wurden von meiner Seite vorbereitete Notfallpläne und Sicherheitskonzepte im Team über- und ausgearbeitet.
• Anhang:
„Sicherheitskonzept – Wanderung“
„Sicherheitskonzept – Mobile Seilgärten“
„Sicherheitskonzept – Kletterhalle“
„Sicherheitskonzept – Bau eines Pizzaofens“
„Notfallplan – Unfall“
„Notfallplan – vermisste Personen“
3.2.7 Medizinischer Bereich
Von dem medizinischen Fachdienst der Werkstatt konnten alle Medikamente, Erst-Hilfe-Set-Bestandteile und Übersichtsblätter mit wichtigen medizinischen und persönlichen Informationen bezogen werden.
3.2.8 Öffentlichkeitsarbeit
Ein Pressebericht in der Werkstattzeitung wurde vom Werkstattleiter erwünscht. Diesbezüglich sollte ich mich an den zuständigen Mitarbeiter für Öffentlichkeitsarbeit wenden. Da diese längere Zeit krank war und noch heute ist, konnte ich dies noch nicht durchführen. Ein Bericht in der WfbM – Zeitung wird aber nachgeholt werden.
Ein weiterer Wunsch der Geschäfts- und Werkstattleitung war, dass das Abschlussprojekt in einer betrieblichen Gesamtpersonalbesprechung vorgestellt wird. Termin hierfür ist der 24. Oktober 2007.
3.2.9 Allgemeine Unterstützung von Mitarbeitern
Für die fachkompetente Unterstützung und Zusammenarbeit von Mitarbeitern im Betrieb (z.B. Unterstützung & Gestaltung der schriftlichen Ausarbeitung / Präsentation; verantwortliche Mitarbeiter für Versicherungsfragen etc.), bekam ich die entsprechende Genehmigung des Werkstattleiters.
3.2.10 Sonstige Genehmigungen
Eine Genehmigung über die Veröffentlichung von Bild, Video und schriftlichen Materials im Rahmen der geforderten Abschlussarbeit des KAP – Institutes, wurde mir erteilt.
Eine weitere Genehmigung über die Zusammenarbeit, das Anschreiben und Ansprechen von Firmen bzw. Behörden über notwendige Genehmigungen und Materialien wurde mir ebenso erteilt.
Weiter ließ ich mir noch die Nutzung des Erlebnispädagogischen Materials, dass im Besitz der Westmittelfränkischen Lebenshilfe Werkstätten GmbH ist, außerhalb der normalen Arbeitszeit zur Einübung und Planung hinsichtlich des Abschlussprojektes genehmigen.
Ein schriftliche Anfrage an die Gemeinde Leutershausen für die Platznutzung, bei der Durchführung der Projekteinheit Mobile Seilgärten – Aufbau einer Schluchtüberquerung, wurde von mir gestellt. Die Genehmigung hierfür bekam ich schriftlich zurück.
• Anhang: „Anfrage an die Gemeinde Leutershausen“
3.3. Einladungen, Anmeldungen und Einverständniserklärung
In Anlehnung an die vorgefertigten Einladungen, Anmeldungen und Einverständniserklärungen, der Lehrgangs- / Kursunterlagen „Anleitung zur Praxis“ vom KAP – Institut, gestaltete und schrieb ich diese. Anschließend ließ ich diese Formulare vom Werkstattleiter unterzeichnen und verteilte sie an die eingeplanten Teilnehmer.
• Anhang:
„Einladung für das Erlebnispädagogische Projekt“
„Anmeldebogen & Einverständniserklärung für das erlebnispädagogische Projekt“
3.4. Vorbereitungen für die Durchführungen
3.4.1. Vorbereitungen für Vortreffen / Metaplantreffen
Zunächst organisierte ich einen Raum in der Werkstatt West, nahe meines direkten Arbeitsplatzes. Dieser erfüllte alle Kriterien, auf welche ich Wert legte (Helligkeit und Reizarmut). Weiter ist dieser Raum leer stehend und ich konnte verwendete Materialien (wie Stühle, Schilder, Leine für Befürchtungs- Erwartungskarten, Raumgestaltung usw.) darin stehen lassen. Damit dieser Raum eine ansprechende und Neugier erregende Wirkung hatte, stellte ich noch große Pflanzen hinein, hing Schilder mit dem Motto des Projektes, Plakate zum beschreiben und eine Wäscheleine für die Erwartungs- / Befürchtungskarten auf.
Weiter organisierte ich für die geplanten Metaplaneinheiten (funktionierende) Stifte, rote und grüne Erwartungs- und Befürchtungskärtchen, sowie Spielkarten (aus der Sparkasse). Die Spielkarten sollten für das Warmup - Spiel „Kartenrennen“ dienen. Mit diesem Spiel wollte ich auch eine Art Einstimmungsritual auf die geplante Stunde schaffen, bzw. erreichen.
3.4.2. Reflexionsmedium
Als Reflexionsmethode überlegte ich mir, welche am besten zu dem von mir ausgewählten Teilnehmerkreis passen würde. Ich entschied mich für Fragebögen, die ich erstellte. Bei diesen handelt es sich um eine Mischung aus einer bildlichen und schriftlichen Darstellung. Das Ausfüllen der Reflexionsbögen konnte somit auch schrift- und bildlich (mit Smiley - Aufkleber) durchgeführt werden. Dies war wichtig, da einige Teilnehmer nicht schreiben können.
• Anhang: „Reflexionsbogen“
Die Smiley - Aufkleber fand ich im Internet. Diese downloadete ich und fügte sie auf ein vorgefertigtes Etikettenformular ein.
3.4.3 Praktische Vorbereitungen
Die praktischen Vorbereitungen führte ich meist Dienstag und Mittwoch, direkt vor den entsprechenden Einheiten durch. Somit konnte ich flexibel die Durchführungen auf die Erwartungen bzw. Befürchtungen der Teilnehmer abstimmen, welche sie einen Tag vorher (am Montag) geäußert hatten.
3.4.3.1 Praktische Vorbereitung „Wanderung mit Navigationskarten“
Am Dienstag kundschaftete ich mit dem Mountainbike anhand einer Wanderkarte die Gegebenheiten vor Ort aus. Ich legte die Route, Aktions- und Pausenplätze fest, sicherte mich hinsichtlich möglicher Gefahrenquellen ab und machte die Fotos für die benötigten Navigationskarten. Danach nummerierte, druckte und laminierte ich die Navigationskarten.
• Anhang: „Navigationskarten - Muster“
3.4.3.2 Praktische Vorbereitung „Wanderung mit Karte und Kompass“
Wieder an einem Dienstag erkundete ich, wie in der Vorbereitung der vorhergehenden Projekteinheit, mit dem Mountainbike anhand einer Wanderkarte die Gegebenheiten vor Ort. Ich legte die Route, Aktions- und Pausenplätze fest und sicherte mich hinsichtlich möglicher Gefahrenquellen ab. Weiter versteckte und vergrub ich die Infozettel mit den Kompasskoordinaten auf den Rückseiten von Bäumen. Dann kennzeichnete ich diese Verstecke mit einem „X“ aus Ästen auf der Vorderseite dieser Bäume. In der Werksatt kopierte und vervielfältigte ich die Wanderkarten-Ausschnitte. Anschließend laminierte ich diese ein.
3.4.3.3 Praktische Vorbereitung „Mobile Seilgärten – Aufbau einer Schluchtüberquerung“
Diese Projekteinheit benötigte die meiste Vorbereitungszeit. In meinem 3wöchigem Sommerurlaub und an Wochenendtagen bauet ich oftmals die Seilkonstruktion (alleine, mit Nachbarskinder, Frau, Freunde) auf und ab. Hierbei machte ich mich mit dem Thema vertraut und schulte mein Können. Weiter testete ich verschiedene Variationen und Möglichkeiten des Aufbaus, um die sinnvollste Methode für den von mir gewählten Teilnehmerkreis auszuwählen. Einen Tag vor der Durchführung erkundete ich nochmals den Durchführungsort hinsichtlich der Gegebenheiten und vorhandenen Gefahrenquellen.
3.4.3.4 Praktische Vorbereitung „Klettern in der Kletterhalle“
Für diese Einheit benötigte ich die geringste Vorbereitungszeit, da Klettern eines meiner Hobbys ist und ich somit mit diesem Medium bestens vertraut bin. Ich musste hierfür nur ein Telefongespräch bzgl. der Hallenreservierung führen.
3.4.3.5 Praktische Vorbereitung „Bau eines Pizzaofens“
Wochen vor der Durchführung organisierte ich die benötigten Baumaterialien. Von einem Freund von mir, der von Beruf Koch ist, bekam ich große Dosen. Ein Arbeitskollege brachte alte Dachziegel von zuhause mit, da er diese nicht mehr benötigte. Die Steine für die Grundkonstruktion waren in der Werkstatt, auf einem alten Materiallagerplatz vorhanden. Das Feuerholz beantragte ich eine Woche vor der Durchführung bei dem Fachsbereichsleiter der Gartenbauabteilung unserer Werkstatt. Letztlich das Ofenrohr, und die Zutaten mussten gekauft werden. Als Durchführungsort wählte ich den Zwischenlagerplatz von Gartenerde der Gartenbauabteilung.
3.4.3.6 Praktische Vorbereitung – Hinweise / Überleitungen auf die nächste Einheit
Da sich die Gruppe am Ende jeder Einheit Hinweise für die kommende Einheit erarbeiten mussten, bereitete ich diese immer an den Dienstagen oder Mittwochen vor. Für Projekteinheit 2 versteckte ich eine Wanderkarte in dem „Ziel“ – Schrank. Die Koordinaten für den Durchführungsort von Projekteinheit 3 versteckte ich im Wald. Den Infozettel der Kletterhalle (Projekteinheit 4) versteckte ich am Baum, an welchem sich das Seilende der Schluchtüberquerungskonstruktion befand. Die Tütchen mit dem Puzzelstück eines Bildes, auf welchem eine Pizza abgebildet war, hängte ich je nach Leistungsgrenze der Teilnehmer am Durchführungstag der Einheit 4 an der Kletterwand auf. Einen Tag vorher bereitete ich diese Tütchen inkl. Bild vor.
3.4.4 Sonstige Vorbereitungen
Nach jedem Metaplantreffen, gestaltete ich einen Teilnehmer- und Elternbrief und teilte diesen an die Gruppe aus. Darin standen relevante Dinge wie: Thema, Durchführungsdatum, benötigte Kleidung usw.. Diese verfasste ich um zu vermeiden, dass einige Teilnehmer (aber auch Eltern) den Termin oder benötigte Ausrüstung usw. vergessen.
• Anhang: „Teilnehmerbrief“
Für den Fall, dass ein Teilnehmer während der Durchführung sich verlaufen, verloren gehen oder abhanden kommen sollte, fertigte ich Kontaktkarten an. Auf diesen standen Adresse, Ansprechpartner und Telefonnummern der Werkstatt.
4.0. Teilnehmergruppe
4.1. Gruppenzusammensetzung
Die Gruppe setzte sich aus 6 betreuten Mitarbeitern, fünf männlichen und einer weiblichen Person zusammen. Diese arbeiten alle in der Produktionshalle - Werkstatt West, jedoch teilweise in verschiedenen Montagegruppen. Die Teilnehmer haben täglich Kontakt zueinander, z.B. in den Pausen, am Busplatz, am direkten Arbeitsplatz, wenn sie sich den Warenaufzug teilen müssen usw.. Gelegentlich kommt es hier zu Konflikten. Besonders wenn es um das Warten am Warenaufzug geht, da jeder seine Ware zuerst verladen möchte.
Alle Teilnehmer arbeiten schon seit längerem in der Werkstatt und finden sich in den örtlichen und personellen Strukturen gut zurecht.Den Personenkreis wählte ich bewusst aus einer Produktionshalle, um unnötige zeitliche Verzögerungen durch Transferfahrten etc., zu vermeiden und flexibler auf Terminverschiebungen reagieren zu können. Ebenso, da sich das Projekt bei den Teilnehmern positiv auf ihre tägliche Zusammenarbeit auswirken sollte.
4.2. Teilnehmerbeschreibung
Herr M.R. ist 27 Jahre alt und seit 1997 in der Werkstatt. Er hat eine geistige / psychische Behinderung mit einer Tendenz zur Lernbehinderung. Er wohnt in seiner eigenen Wohnung und kommt täglich mit seinem Auto auf die Arbeit. Allgemeine Zusammenhänge begreift er sehr gut und wenn nicht, hinterlässt er den Anschein das er dies tut. Oftmals kommt er mit niveauvollen Themen auf den Gruppenleiter zu und möchte sich mit diesem darüber unterhalten. Anschließend nimmt er gerne Meinungen an und versucht diese dann so weiterzugeben. In seinem Arbeitsverhalten ist er hervorragend. Er versteht, lernt schnell neue Arbeitsgänge und Tätigkeiten. Hierbei ist er sehr zuverlässig und gewissenhaft. Jedoch muss man bei ihm darauf achten, dass man ihn nicht überfordert.
Frau E.G. ist 45 Jahre alt und arbeitet seit 1977 in der Werkstatt. Sie hat eine diagnostizierte geistige Behinderung und wirkt in ihrer Grobmotorik gelegentlich unsicher. Frau E.G. lebt alleine in einer Wohnung und fährt täglich mit dem Bus / Zug zu ihrer Arbeitsstelle. Ihre Anliegen und andere Dinge kann sie verbal sehr gut äußern und tut dies auch. Bei der täglichen Arbeit erledigt sie alle anfallenden Tätigkeiten wie zählen, kontrollieren, verpacken usw. mit meist positivem Ergebnis und zuverlässig.
Herr M.B. ist 34 Jahre alt und arbeitet seit 1999 in der Werkstatt. Er hat eine geistige Behinderung mit einer Tendenz zu einer Lernbehinderung. Er lebt zusammen mit seiner Ehefrau und seiner 4-jährigen Tochter in einer kleinen Wohnung. Oftmals kommt er sehr müde auf die Arbeit, da er sich sehr viel um sein Kind und das häusliche Umfeld kümmern muss. Seinen Arbeitsweg legt er mit dem öffentlichen Bus zurück. Er ist sehr geschickt im handwerklichen Bereich und bei der Arbeit sehr flexibel einsetzbar. Er zeigt sehr gute Arbeitsleistungen, daher muss man aufpassen, dass man ihn nicht überfordert.
Herr J.H. ist 37 Jahre alt und arbeitet seit 1991 in der Werkstatt. Er hat einen Zwillingsbruder und ist der Zweitgeborene. Bei dieser Geburt erlitt er einen Sauerstoffmangel, was bei ihm der Grund für seine geistige Behinderung ist. Er lebt zuhause bei seiner Mutter. Dort hat er ein kleines Appartement, in dem er sein eigenes kleines „Reich“ hat. Herr J.H. wird täglich mit dem Kleinbus zu seiner Arbeitsstätte gebracht. Hier erledigt er nach einer ruhigen und genauen Anleitung alle anfallenden Tätigkeiten und Arbeiten mit vollster Zuverlässigkeit. Allgemeine Zusammenhänge versteht er gut und kann zu Themen auch durchaus niveauvolle Aussagen treffen.
Herr M.H. ist 35 Jahre alt und arbeitet seit 1992 in der WfbM. Er lebt zuhause bei seinen Eltern und wird täglich mit dem Bus auf die Arbeit gebracht. Bei ihm wurde eine geistige Behinderung diagnostiziert. Seine Grobmotorik ist gut ausgeprägt. Verbal redet Herr M.W. in Ein – bzw. Zwei – Wort-Sätzen. Hiermit kommt er aber im Werkstattrahmen sehr gut zurecht. Am liebsten erledigt er Bodengänge oder fährt mit dem Hubwagen Paletten an ihren Bestimmungsort.
Herr M.W. ist 25 Jahre alt und arbeitet seit 2004 in der Werkstatt. Er hat eine geistige Behinderung. Sein Geburtsort ist in Rumänien, er lebt seit 21 Jahren, zusammen bei seinen Eltern, in Deutschland. Herr M.W. beherrscht die deutsche Sprache perfekt, jedoch kann er sich verbal oftmals nicht konkret äußern. Dies wird erschwert durch sein Stottern. Er wird täglich mit dem Bus in die WfbM gebracht, obwohl er zuhause viel alleine in der Stadt unterwegs ist. Am liebsten verbringt er seine Zeit alleine und geht seinen Interessen (wie Rauchen, Hip-Hop, Techno, usw.) nach. Bei neue Arbeiten und Tätigkeiten ist er anfänglich, stets motiviert und sehr geschickt im Erwerb dieser Fähigkeiten.
5.0. Projektverlauf
5.1. Geplanter Projektverlauf
Das komplette Projekt war, wie schon vorweg angesprochen, so geplant, dass jede Woche eine andere Einheit durchgeführt wurde. An Montagen sollte immer das Metaplantreffen und an Donnerstagen die Durchführung stattfinden. Als Abschluss jeder Einheit, sollten sich die Teilnehmer in Kooperation einen Hinweis erarbeiten, welcher einen Tipp für das Thema des nächsten Termins beinhaltet hatte. Die Reflexionsrunden wollte ich flexibel ansetzten bzgl. zeitlicher Verzögerungen. Die Durchführung dieser habe ich entweder gleich im Anschluss oder an dem folgenden Tag geplant.
5.1.1. Durchführung „Metaplantreffen“
Dauer: ca. 1,5 h
Einführ.: Warm Up Game: „Kartenrennen“
Hintergrund: Dieses Spiel dient der Ritualisierung und Einstimmung auf die kommende Stunde.
Material: 10 Stühle, Spielkarten
Hauptteil: Vorstellung der Einheit
Metaplan: Erwartungen / Befürchtungen
Methode: Jeder TN erhält 3 rot & 3 grüne Karten. Auf diese schreiben die TN ihre Erwartungen & Befürchtungen. Anschl. stellt der Reihe nach jeder TN immer
eine seiner Karten vor & hängt diese an eine Wäscheleine.
Material: Schnur, Stifte, rot & grüne Karten, Wäscheklammern
Zusammenstellung der Ausrüstunung
Material: Stift, Plakat
Abschluss: Kurze Abschlussrunde was jeder TN denkt, verteilen der Teilnehmerbriefe und Schlusswort.
5.1.2. Durchführung „Wanderung mit Navigationskarten“
Dauer: ca. 7h ? 8:00 bis 15:00 Uhr
Einführung 45 min
Hauptteil 5 h 30 min
Abschluss 45 min
Einführung:
Kreisaufstellung: Begrüßungsrunde, Auffangen von Problemen, Wünsche, etc.
Ausrüstungscheck
Hauptteil:
Materialien: Plastikplane, Müllbeutel, Navigationskarten, Lunchpakete, Erste Hilfe Set, Hinweis
• Bewegung zum Startpunkt
• Warm Up Game „Gordischer Knoten „
• Erklärung der Navigationskarten & deren Gebrauch
• Verhaltensregel vermitteln
• Teilnehmer haben nur 3 Fragen zur Verfügung die den Weg betreffen ? soll ständiges Fragen verhindern
• Wanderung & Orientierung anhand der nummerierten Navigationskarten.
• Regelmäßige Pausen:
Vermittlung von Naturwissen durch Fragespiele (z.B. Jeder TN nennt ein Tiere des Waldes, Baumarten, Bodenbeschaffenheit, Umweltschutz usw.)
• Aufgreifen von Ängsten & deren Abbau
• Ggf. Kooperationsspiel (Stabmeditation)
• Besinnungsrunde 5 min still im Wald sitzen & anschl. reflektieren
• Brotzeitpause
• Mittagspause, ggf. Kooperationsspiel „Blinde Karawane“
• Finden des Hinweises im Wald (am Heidenhügel) & anschl. „Schatzes“ in der WfbM
Abschluss:
Vorausblick, anhand des „Schatzes“, über die nächste Einheit
5.1.3. Durchführung „Wanderung mit Karte und Kompass“
Dauer: ca. 7h ? 8:00 bis 15:00 Uhr
Einführung 45 min
Hauptteil 5 h 30 min
Abschluss 45 min
Einführung:
Kreisaufstellung: Begrüßungsrunde, Auffangen von Problemen, Wünsche, etc.
Ausrüstungscheck
Hauptteil:
Materialien: Landkarten, Kompanten, Hinweis, Lunchpakete, Müllbeutel, Plastikplane, Erste Hilfe Set
• Bewegung zum Startpunkt mit dem Bus
• Vermittlung der Navigation durch Kompass & Karte
Material: Kompass & Karte
• Wanderung & Orientierung anhand von Karte & Kompass.
• Führer wechseln nach jedem „Zielpunkt“ ab, situative Hilfestellungen da unterschiedliches TN Niveau.
• TN müssen an gekennzeichneter Wegkreuzung / -abzweigung auf Baumrückseite schauen, dort ist ein Zettel mit neuen Koordinaten versteckt
• Regelmäßige Pausen & Vermittlung durch Fragespiel von Naturwissen (z.B. Tiere des Waldes, Baumarten, Bodenbeschaffenheit, Umweltschutz usw.)
• Ca. 300 – 500m je nach TN alleine durch Wald laufen. Wichtig !! Nur auf 100% ersichtlichem Wegstück, wo Weg klar vorgegeben ist !!
• „Bau eines Riesenpfeil ’s (der in Richtung zeigt, welche auf einem Koordinatenzettel steht)“. Vorgabe: Größe muss mindestens 3m lang sein & aus 3 verschiedenen Naturmaterialien bestehen
• Brotzeitpause
• Mittagspause, ggf. Kooperationsspiel „Stabmeditation“ & „Einsammeln von 5 Naturmaterialien“
• Finden des Schatzes im Wald / am Bus
• Rückweg zur Werkstatt
Abschluss:
Vorausblick, anhand des „Schatzes“, über die nächste Einheit
5.1.4. Durchführung „Mobile Seilgärten – Aufbau einer Schluchtüberquerung“
Dauer: ca. 7h ? 8:00 bis 15:00 Uhr
Einführung 45 min
Hauptteil 5 h 30 min
Abschluss 45 min
Einführung:
Kreisaufstellung: Begrüßungsrunde, Auffangen von Problemen, Wünsche, etc.
Ausrüstungscheck
Hauptteil:
Materialien: 3 Statikseile, 3 Salewa Guide, 16
• HMS Karabiner, 1 Doppelseilrolle,
• 12 120er Bandschlingen,
• 6 80er Bandschlingen,
• 2 30er Bandschlingen,
• 6 Brustgurte, 6 Klettergurte,
• 2 Kletterhelme, 1 Seil,
• 6 offene 120er Bandschlingen,
• Baumschutzmatten, Leiter,
• 1 Rescue Seilrolle,
• 2 Ovalo Karabiner, 10 Paletten,
• Unterlegmatten, Müllbeutel,
• 6 paar Arbeitshandschuhe,
• Lunchpakete, Plastikplane,
• Erste Hilfe Set, Hinweis
• Fahren zum Projektdurchführungsort mit dem Bus
• Warm Up Game „Fuchsschwanzspiel„
• Verhaltensregeln vermitteln
• Bildung von 2 Teams ? Aufbau- & Umweltteam
• Vermittlung des Aufbaus an Team - A
• Parallel Umweltsuchspiel „Dinge die nicht zur Natur gehören“ für das andere Team – B
• Anschl. Wechsel der Teams
• Gemeinsamer Aufbau der Seilbrücke
• Vermittlung vom Klettergurt anziehen
• Einhängen und verwenden der Seilbrücke. Rest von den TN übernehmen Rückholseil & unterstützen beim einhängen etc.
• Parallel hilft Projektteampartner beim anziehen der Klettergurte
• Kooperationsaktion, erreichen des Hinweises „Schatzes“, der am Baum befestigt ist, durch Zusammenarbeit aller TN
• Zwischenzeitig Brotzeit & Mittagessen
• Zwischenzeitig Spiel: „Namenduell“
• Abbau und Aufräumen
Abschluss:
Vorausblick, anhand des „Schatzes“, über die nächste Einheit
5.1.5. Durchführung „Klettern in der Kletterhalle“
Dauer: ca. 7h ? 8:00 bis 15:00 Uhr
Einführung 45 min
Hauptteil 5 h 30 min
Abschluss 45 min
Einführung:
Kreisaufstellung: Begrüßungsrunde, Auffangen von Problemen, Wünsche, etc.
Ausrüstungscheck
Hauptteil:
Materialien: Wäscheklammern, Turnsachen,
• 8 Klettergurte, 6 Brustgurte,
• 6 offene 120er Bandschlingen,
• 16 HMS Karabiner, Grigri,
• 3 Abseilachter, Erste Hilfe Set,
• Hinweise, Lunchpakete
• Bewegung zur Kletterhalle mit dem Bus
• Warm Up Game „Wäscheklammerspiel 1 & 2“
• Verhaltensregeln vermitteln
• Vermittlung: Klettergurt anlegen
• Spiel: Klettergurt anlegen auf Zeit
• Vermittlung: Karabiner und Abseilachter anlegen
• Spiel: Karabiner & Abseilachter anlegen auf Zeit und TN kontrollieren sich gegenseitig (4 Augen Methode)
• Vermittlung: Abseilen einüben / zutrauen 3 TN & 1 GL pro Gruppe, 1 TN übt, 2 TN sichern
• Ersten Kletterschritte & Erfahrungen sammeln 3 TN & 1 GL pro Gruppe, 1 TN übt, 2 TN sichern
• Mittagspause
• Anschl. Spiel: Namenduell
• Klettern & dabei Erfahrungen sammeln.
• GGF noch mal Spiel Namenduell
• Um den Hinweis (Pizzapuzzlebild) zu bekommen muss jeder TN eine Tritt / Griff höher gehen als bei der letzten Kletterrunde
Abschluss:
Vorausblick, anhand des „Schatzes“, über die nächste Einheit
5.1.6. Durchführung „Bau eines Pizzaofens“
Dauer: ca. 7h ? 8:00 bis 15:00 Uhr
Einführung 45 min
Hauptteil 5 h 30 min
Abschluss 45 min
Einführung:
Kreisaufstellung: Begrüßungsrunde, Auffangen von Problemen, Wünsche, etc.
Ausrüstungscheck
Hauptteil:
Materialien: große Dose, Ofenrohr, Steine,
• Dachziegel, Pizzazutaten,
• Backpapier, Messer, Teller, etc.,
• Schaufeln (kleine & große),
• Hacke, Axt, genügend Holz,
• Arbeitshandschuhe, Feuerlöscher,
• Feuerzeug, Unterlegmatten,
• Schutzbrille, Erste Hilfe Set
• Bewegung zum Durchführungsort
• Warm Up Game „Pizzazutaten - Einsammelspiel“ ? siehe Anhang „Kooperationsspiel Pizzazutaten – einsammeln“
• Verhaltensregeln vermitteln
• Vermittlung, wie der Ofenaufbau aussehen soll und anschl. Aufbau
• Vermittlung, Holzhacken & anschl. Durchführen
• Vermittlung, belegen, backen der Pizza & anschl. Durchführung
• Zwischenzeitlich Spiele nach Wahl der TN aus den vergangenen Einheiten
• Mittagspause bzw. essen der Pizzastücke
• Kreisaufstellung & Reflexion der Befürchtungen des gesamten Projektes, anschl. Gemeinsame Rituelle Verbrennung der Befürchtungszettel
• Gemeinsames aufräumen
Abschluss:
Kreisaufstellung & letzte Reflexion des gesamten Projektes
jeder TN bekommt einen Gegenstand zum aufräumen in die Kiste. TN sagt / reflektiert und legt den Gegenstand zum Abschluss in die Kiste
5.1.7. Durchführung „Reflexionsrunde“
Dauer: ca. 30 min.
Material: Reflexionsbögen, Smiley - Aufkleber, Stifte, Erwartungs- / Befürchtungskarten
Methode: Jeder TN bekommt ein Blatt auf dem die Einzelaktionen des Tages aufgelistet sind. Weiter bekommt jeder TN Smiley – Aufkleber in 3 unterschiedlichen Farben (grün = hat mir gut gefallen, gelb = neutral, rot = nicht gefallen). Nun beklebt jeder TN für sich sein Blatt so, wie seine Eindrücke waren. TN die schreiben können ergänzen ihre Bögen noch schriftlich. Anschl. werten wir das ganze in der Gruppe aus.
Durchführung:
• Besprechung der ausgefüllten Erwartungen & Ängste
• 10 - 15 min. um Reflexionsbögen auszufüllen & anschl. Auswertung in der Gruppe, jeder erzählt anhand des Bogens seine Eindrücke
5.2. Reflexion des tatsächlichen Projektverlaufes
Die zeitliche Aufteilung der Metaplantreffen, Projektdurchführungen und Reflexionen, stellte sich als perfekt heraus. Nach den Metaplantreffen konnte ich immer Dienstag und Mittwoch optimal auf die Erwartungen und Befürchtungen der Teilnehmer in meiner Weg- und sonstigen Durchführungsplanung eingehen. Bei der Einheit Mobile Seilgärten hatte ich hierdurch die Möglichkeit den Termin aufgrund schlechten Wetters einen Tag nach vorne zu verlegen. Diese Einteilung sorgte somit dafür, dass ich absolut flexibel handeln konnte.
Als sehr wichtigen Bestandteil des Erlebnispädagogischen Projekts stellten sich die Hinweise „Schätze“ am Ende jeder Einheit heraus. Diese motivierten die Teilnehmer immer aufs Neue sie zu bekommen. Das ganze war von Kooperation, Anfeuern, Jubelschreien und Zusammenhalt geprägt. Durch diese Hinweise entstanden in den Pausen oder am Arbeitplatz oftmals Diskussionen und Spekulationen, was sich wohl dahinter verbergen mag. Dieser Gesprächsinhalt übertrug sich in ein paar Situationen erstaunlicherweise auch auf ihre Kollegen und machte diese ebenso neugierig. Für mich sollten diese Hinweise eigentlich einen roten Faden durch das ganze Projekt und einen Abschluss jeder Durchführung bilden, jedoch erwiesen sie sich nicht nur als dieses, sondern als Gruppentrophäe der einzelnen Projekteinheiten.
5.2.1. Reflexion Metaplantreffen
Die Metaplantreffen fanden immer an Montagen statt. Das Spiel Kartenrennen gefiel den Teilnehmern gut, denn sie verstanden die Regeln schnell und konnten sich voll auf das Spiel einlassen. Wir spielten immer 3 Runden und dies wurde zu einem festen Ritual, auf welches sich die Teilnehmer immer freuten. Unter die Stühle der Teilnehmer stellte ich ihre Namenschilder, damit eine bessere Orientierung hinsichtlich des Zielplatzes vorhanden war. Dies erwies sich für den Spielablauf als sinnvoll.
Anschließend gab ich das Thema der Projekteinheit bekannt. Die Hinweise aus vorausgegangen Einheiten verstärkte die Neugier der Teilnehmer deutlich. Die Tage vor den Treffen waren oftmals (auch in den Pausen), von dem Thema „Was machen wir das nächste mal ?“, bzw. wilde Diskussionen über die Bedeutung des Hinweises geprägt.
Nachdem ich das Thema bekannt gegeben hatte, verteilten sich die Teilnehmer im ganzen Gebäude und schrieben ihre Erwartungen und Befürchtungen auf die Kärtchen. Mein Kollege unterstützte Herrn M.H. und M.W. hierbei, da beide nicht schreiben können. Die aufgeschriebenen Erwartungen und Befürchtungen enthielten ein breites Spektrum an Aussagen. Diese waren z.B.: ein gutes Vesper, kein Regen, dass die Gruppe gut zusammen arbeiten soll, dass ich nicht abstürze, dass ich mich nicht an Brennnessel brenne, dass das Seil reißt, viel Spaß, dass mich die Anderen herunter lassen, dass ich eine Rauchen darf, usw.. Im Laufe der einzelnen Treffen stellte sich jedoch eine leichte monotone Beschriftung der Karten ein. Bei Einzelnen waren die Aussagen immer identisch.
Nach dem Aufschreiben besprachen wir in der Gruppe diese Kärtchen. Abwechselnd stellte jeder eine seiner Karten vor und hing sie anschließend auf die Wäscheleine. Danach sortierte ich diese und ging speziell auf die Erwartungen bzw. Befürchtungen ein.
Als nächsten Schritt stellten wir die benötigte Ausrüstung zusammen und klärten die Zuständigkeiten ab.
Als Abschluss bekam jeder in der Gruppe noch seinen Teilnehmerbrief, was für jeden ein „wichtiges Dokument“ darstellte.
Der Metaplan wurde für mich ein wichtiges Werkzeug in der Projektvorbereitung. Es konnten Befürchtungen abgefangen und Erwartungen erfüllt werden. Ebenso erwiesen sich die Treffen als gute Einstimmung auf die kommende Einheit. Oftmals erstaunten mich Aussagen, da ich mit diesen von dem Teilnehmer nie gerechnet hätte.
5.2.2. Reflexion „Wanderung mit Navigationskarten“
Die Wanderung anhand Orientierungskarten stellte sich als gelungenes Projekt heraus. Die Teilnehmer kamen mit diesem Orientierungsmaterial gut zurecht. Als wichtig und sinnvoll erwies es sich, die einzelnen Navigationskarten zu nummerieren. Dies erleichterte den Teilnehmern die Orientierung und half ihnen Ausschau nach Details zu halten. Jeder konnte seinen Teil zur Wegfindung beitragen und führte die Gruppe auf ihrem Weg. Nur zweimal waren sie sich Betreff der Richtung unsicher. Jedoch schafften sie es gemeinschaftlich wieder die richtige Route zu finden. Die 3-Fragen-Regel war hierbei sehr wichtig. Sie sorgte dafür, dass die Teilnehmer sich ihren Weg eigenständig suchten und erarbeiteten. Keiner aus der Gruppe wollte auch nur eine dieser Fragen verschwenden.
Die Länge der Strecke war passend gewählt. Am Ende ließ jedoch die Aufmerksamkeit der Teilnehmer langsam nach. Dies war für mich ein Signal, dass diese Strecke nicht länger hätte sein dürfen. Die unterschiedlichen Wege, wie Schotterweg, Trampelpfad etc. sorgten für genügend Abwechslung und erzeugte ein echtes „Outdoorfeeling“ bei den Teilnehmern. Durch natürliche Hindernisse waren sie gezwungen sich gegenseitig zu unterstützen und taten dies auch.
Im Metaplantreffen wurden einige Befürchtungen geäußert, in denen die Teilnehmer aussagten, dass sie im Wald Angst vor dem alleine sein haben.
Daher machten wir im Dickicht des Waldes eine kontrollierte Meditationsrunde, bei welcher jeder Teilnehmer 5 min. alleine war. Diese 5 min. hielten alle aus der Gruppe durch. Anschließend reflektierten wir und die Teilnehmer stellten fest, dass das alleine sein im Wald doch nicht so schlimm ist. Bei dieser Aktion erstaunte mich Herr J.H.. Er nahm erstaunlich viele Eindrücke wahr. Bei den Spielen machten alle Teilnehmer mit. Sie lachten und hatten alle Spaß.
Während des Spiels „Blinde Karawane“ stellte sich heraus, dass die Verwendung von Augenbinden sehr wichtig ist. Die Augen geschlossen zu halten fiel fast allen Teilnehmern schwer oder strengte ihre Augen zu sehr an. Das Spiel „Gordischer Knoten“ eignete sich nicht besonders für diesen Personenkreis. Alle Teilnehmer hatten schon große Schwierigkeiten mit geschlossenen Augen, freie Hände zu finden. Nur Herr M.B. besaß die Fähigkeit den Knoten zu lösen und die Gruppe hierbei zu führen.
5.2.3. Reflexion „Wanderung mit Karte und Kompass“
Die Verwendung von einem Kompass stieß bei allen Teilnehmern auf großes Interesse. Hierbei war es sehr wichtig, dass jeder Teilnehmer seinen eigenen Kompass hatte. Alle liefen motiviert und konzentriert mit dem Kompass, stellten ihre Koordinaten ein und peilten den zu laufenden Weg an. Die Teilnehmer die Schwierigkeiten beim Einstellen hatten, holten sich Hilfe bei ihren Kollegen.
Die Verwendung der Karte überforderte alle, außer Herrn M.B.. Dieser verstand sehr schnell wie die Handhabung funktioniert. Daher sammelte ich bei dem Rest der Gruppe die Karten unauffällig ein. Letztendlich vermisste sie auch keiner, denn die Koordinaten waren ja eh vorgegeben bzw. zum Finden versteckt.
Das Finden der nächsten Koordinaten entwickelte auch seinen Reiz für die Teilnehmer. Sie wechselten sich eigenständig beim Suchen und Ausgraben ab.
Jeder führte einmal die Gruppe an. Außer Herr M.B. dieser war so sehr in das Thema vertieft den Weg auf die Karte zu übertragen. Daher übernahm Herr M.H. diesen Teil für ihn, was wiederum diesen sehr glücklich machte.
Die Aktion „Pfeilbau“ begeisterte und fesselte alle Teilnehmer sehr. Alle wollten einen schönen großen Pfeil bauen und diese Aktion nahm deutlich mehr Zeit in Anspruch als ich eingeplant hatte. Jedoch entwickelte sich hierbei eine so starke Eigendynamik, dass jegliches Eingreifen von meiner Seite diese natürliche Situation zerrissen hätte.
Dies hatte zur Folge, dass wir keine Zeit mehr für geplante Spiele hatten, was aber auch kein Problem darstellte, da ich den Durchführungsplan einfach flexibel abänderte.
Im Metaplantreffen wurden auch wieder Befürchtungen geäußert, in denen die Teilnehmer aussagten, dass sie im Wald Angst vor dem alleine sein haben. Da sie dies in der vorhergehenden Projekteinheit schon geübt hatten, machte ich diesmal eine direkte Anknüpfung an das Thema, die Solostrecke. Alle Teilnehmer liefen diesmal ca. 400m alleine auf dem Waldweg, außer Herr M.H.. Dieser wollt nicht alleine laufen und legte das Stück zusammen mit mir zurück. Anschließend reflektierten wir die Aktion und die Teilnehmer stellten wieder fest, dass alleine sein im Wald doch nicht so schlimm ist.
Während der Mittagspause entwickelte sich ein Fangspiel unter den Teilnehmern. Herr M.B. hatte ein Stück Seil von zuhause mitgebracht. Jeder der Teilnehmer wurde einmal gefangen und gefesselt. Die Teilnehmer lagen hierbei auf- und übereinander und hatten viel Spaß dabei. Somit wollte ich das geplante Spiel nicht durchführen, da dies die entstandene Situation (an die sich jeder mit Sicherheit erinnern wird) ebenso zerstört hätte.
5.2.4. Reflexion „Mobile Seilgärten – Aufbau einer Schluchtüberquerung“
Diese Einheit musste aufgrund schlechten Wetters einen Tag vorverlegt werden. Das Erlebnispädagogische Medium Mobile Seilgärten, stellte sich als eine hervorragende Methode heraus. Die Durchführung fand auf einem Wanderparkplatz statt. Als Schlucht diente ein kleiner Graben und als zusätzliche Herausforderung ging die Seilkonstruktion über ein „gefährliches“ Brennnesselfeld. Die Teilnehmer operierten hierbei in einer Höhe von max. 1,5 m. Dies erwies sich bei diesem Personenkreis als absolut ausreichend und Herausforderung genug.
Die Gruppe wurde in zwei Teams aufgeteilt. Während das eine Team eignständig die Umweltaktion durchführte, baute das andere Team die eine Seilkonstruktion auf. Danach wurde getauscht. Eine Teilung der Gruppe war an dieser Stelle nötig und erwies sich als richtig, da nicht für alle 6 Teilnehmer gleichzeitig Arbeit vorhanden war.
Bei Aufbau der Seilkonstruktion halfen die Teilnehmer zusammen, wechselten sich ab und unterstützten sich gegenseitig. Zum Spannen der Seile half die ganze Gruppe zusammen. Kooperation wurde hierbei sehr deutlich und war auch nötig. Die Teilnehmer sammelten ihre Erfahrungen mit Bandschlingen, Karabinern, Statikseilen, Flaschenzügen, Seilrollen usw. Ihnen war deutlich anzusehen und anzumerken, dass sie viel Spaß hatten. Besonders motiviert war hierbei Herr M.W.. Die Arbeit mit Seilen, Karabinern usw. weckte genau sein Interesse. Schließlich war es auch sein Wunsch als erster die Schlucht zu überqueren.
Die Umweltaktion verlief auch effektiv. Alle Teilnehmer waren hierbei sehr motiviert bei der Müllsuche und zogen aus allen Ecken Müll aus dem Wald heraus. Im Anschluss entsorgten sie diesen in den öffentlichen Mülleimer am Wanderparkplatz.
Bei dem Anziehen der Ausrüstung unterstützten sich die Teilnehmer gegenseitig. Das Anlegen von der Ausrüstung sorgte wieder für das entsprechende „Outdoorfeeling“ und war ein wichtiger Erlebnisbestandteil für die Personen. Sie halfen sich beim Einhängen in die Seilrollen und anschließend motivierten sie sich durch Zu- und Anfeuerungsrufe, um das andere Ende der Schlucht zu erreichen. Wenn ein Mitglied nicht mehr konnte wurde es vom Rest der Gruppe per Rückzugseil wieder zum Ausgangspunkt gezogen. Alle Teilnehmer bis auf zwei Personen, versuchten die Schlucht zu überqueren. Um das andere Ende des Seiles zu erreichen, da sich dort der Hinweis für die nächste Einheit befand, war allerdings die Kooperation in der Gruppe nötig. Daher zog die Gruppe einen Teilnehmer mit dem Seil hinüber auf die andere Seite, so dass dieser an den Hinweis heran kam und ihn schließlich holen konnte. Letztlich trug somit jeder aus der Gruppe seinen Teil zum Erfolg dieser Sache bei.
Die Spiele „Fuchsschwanzspiel“ und „Namenduell“ stellten eine nette Abwechslung zum Aufbau da. Besonders das Spiel „Namenduell“ fanden die Teilnehmer gut.
5.2.5. Reflexion „Klettern in der Kletterhalle“
Diese Einheit rief bei den Teilnehmern die meisten Ängste hervor. Das wurde im Metaplan und auf dem Weg zur Kletterhalle deutlich. Im Fahrzeug herrschte meist Stille und die Stimmung war schwer aufzuheitern. Jedoch änderte sich das nach dem Spiel „Wäscheklammerspiel 1 & 2“. Die Teilnehmer fanden dieses Spiel sehr schön und aufheiternd. Eigentlich war es von mir ursprünglich zum Aufwärmen der Muskulatur gedacht. Da es jetzt auch noch die Stimmung aufhellte, war es perfekt gewählt. Nach der Mittagspause äußerten alle Teilnehmer, dass sie das Spiel nochmals spielen möchten. Was wir dann taten und ich andere Spiele wegfallen ließ.
Bei dieser Projekteinheit war ich gezwungen meinen Durchführungsplan komplett zu ändern. Ein eigenständiges und gegenseitiges Sichern von den Teilnehmern wäre nicht möglich gewesen. Das neue Medium beschäftigte sie so sehr, dass das abwechselnde Klettern voll und ganz ausreichte. Sie jubelten sich gegenseitig zu und feuerten sich an. Eine zielorientiertere Situation hätte ich unmöglich schaffen können.
Zunächst übten wir das Ablassen. Danach kletterte jeder Teilnehmer viermal. Dabei gelang es allen, sich von Klettergang zu Klettergang jedes Mal um einen Tritt oder Griff weiter nach oben zu bewegen. Beim letzten Klettergang musste jeder Teilnehmer seine persönliche Grenze überwinden und noch mal einen Griff weiter nach oben steigen. Denn dort hängte ich, individuell an das persönliche Leistungsniveau angepasst, für jeden einen Hinweis zum Herabholen auf (jeder Hinweis beinhaltete ein Puzzelteil eines Pizzabildes). Begleitet von Zurufen, Jubelschreien und Anfeuerungsrufen gelang es jedem der Teilnehmer seine persönliche Leistungsgrenze zu erhöhen und den Hinweis von der Wand zu holen. Bei Herrn M.H. ging der Aufstieg so gut, schnell, sicher und furchtlos wie bei keinem anderen seiner Klettergänge zuvor.
5.2.6. Reflexion „Bau eines Pizzaofens“
Der Bau und das anschließende Pizzaessen waren ein hervorragender Rahmen um das Projekt „5 – Tage Abenteuer erleben“ abzuschließen. Als eigentlicher Pädagogischer Abschluss des Projektes, diente hierbei das rituelle Verbrennen der Befürchtungszettel im Feuer des Ofens. In der Gruppe sprachen wir nochmals die aufgeschriebenen Befürchtungen aus allen Einheiten durch und überprüften noch einmal, ob sich diese Bewahrheitet hatten. Letztendlich kam die Gruppe zum Entschluss, dass keine der Befürchtungen eintrat und jeder Teilnehmer verbrannte seine Ängste im Feuer des Pizzaofens.
Zu Beginn der Einheit spielten die Teilnehmer das Kooperationsspiel „Pizzazutaten einsammeln“. Dies diente zur thematischen Einstimmung und als Kooperationslöseaufgabe. Für die Teilnehmer war es anfangs schwierig eine Lösung der gestellten Aufgabe zu finden. Anschließend lösten sie diese, mit einigen Hindernissen als kooperierendes Team. Frau E.G. hatte massive Probleme auf den Unterlagen stehen zu bleiben, der Grund hierfür war ihre eingeschränkte Wahrnehmungsfähigkeit. Nachdem sie schon zwei „Konsequenzsteine“ in jeder Hand hatte und einen dritten bekommen hätte, entschied ich mich bei ihr auf diese zusätzlichen Handikaps komplett zu verzichten.
Der eigentliche Bau des Ofens, das Holzhacken und Pizzabacken entwickelte sich als Selbstläufer. Nachdem ich den Teilnehmern den Aufbau und das Holzhacken gezeigt hatte, teilten sich die Gruppenmitglieder eigenständig auf und legten los. Weiter wechselten sie sich selbstständig ab und tauschten durch. Jeder der Teilnehmer hatte jede Tätigkeit mindestens einmal ausgeführt. Frau E.D. wollte unbedingt einmal Holzhacken, da das früher immer nur ihr Bruder machte und sie dies nie durfte. Schließlich tat sie das auch, sammelte hierbei ihre Erfahrungen und war letztlich glücklich, dass sie diese Tätigkeit auch mal ausüben konnte. Erstaunt war ich persönlich von Herrn M.W., da dieser das Holzspalten sehr gut beherrschte (besser sogar als ich). Er verarbeitete alleine ca. 4 Plastikkisten mit Holz. Seine Aussage: „Ha..Ha..Hacken ist das Beste..“. In diese Phase der Einheit waren die Teilnehmer so motiviert, beschäftigt und gefesselt vom Holzhacken, Nachschüren und Pizza belegen, dass ich die geplanten „Wunschspiele“ einfach weg ließ. Auch hierbei wollte ich diese natürliche, nachhaltige Situation nicht zerstören die sich entwickelt hatte.
Das Verspeisen der selbstgebackenen Pizza genossen alle Anwesenden. Herr M.W. sagte hierbei: „B..besser als zuhause.“ Die Teilnehmer belegten und backten wie die Weltmeister. Als alle satt waren, hatten sie die Idee die restlichen Pizzas an ihren Gruppenleiter, den Hausmeister und ihren Kollegen in der Küche, (der sie spontan am kalten morgen mit Kaffee überrascht hatte), zu verteilen.
5.2.7. Reflexion „Reflexionsrunde“
Das ausgewählte Medium, die Reflexionsbögen zum bekleben und / oder ausfüllen erfüllten ihren Zweck. Im Nachhinein wirkte auf mich diese Methode, das Bekleben, eher monoton und ohne wirkliche Bemühungen zu sagen was man denkt oder empfindet. Wiederum kann man von manchen Menschen dieser Personengruppe allerdings nicht mehr als ein „gut“ oder „schlecht“ erwarten. Was für einen Großteil dieses Personenkreises eine Leistung ist, denn in ihrer Entwicklung lernten sie so gut wie nie ihre Meinung zu äußern. Letztendlich füllten die Teilnehmer fleißig ihre Formulare aus und hatten Spaß dabei. Jeder nach seinem Können und Fähigkeiten. Zuletzt stellten sie diese in der Gruppe vor.
Als Abschlussreflexion, nach der Einheit „Bau eines Pizzaofens“ (siehe 5.1.6.), hatte jeder der Teilnehmer die Gelegenheit zu äußern, was und warum ihm am Besten gefallen hat. Ebenso sonstige Dinge die er / sie loswerden mochten, was alle auch taten. Hier stellte sich das gemeinsame Einpacken als gute rahmenbezogene Reflexionsmethode heraus.
6.0. Nachbereitung
Als Nachbereitung, damit das Projekt für alle Beteiligten nochmals angesprochen wird und nicht einfach in dem Sog der Vergessenheit versinkt bzw. einen letztendlichen Abschluss bekommt, habe ich Folgendes geplant:
Jeder der Teilnehmer bekommt eine Projekt – CD, auf welche Fotos und Projektinformationen gebrannt werden. Diese können die Teilnehmer zuhause ihren Eltern, Verwandten usw. „stolz“ präsentieren und haben somit eine persönliche Erinnerung an das Erlebnispädagogische Projekt. Des Weiteren werden wir diese Projekt – CD den Arbeitskollegen der Teilnehmer vorstellen. Da in der Werkstatt eine monatliche Arbeitsgruppenbesprechung stattfindet, werden die Teilnehmer in diesem Rahmen diese / ihr Projekt präsentieren.
Wie in Gliederungspunkt 3.2.8. angesprochen, werde ich am 24.10.2007 das Erlebnispädagogische Abschlussprojekt in der Gesamtpersonalbesprechung der WfbM – Ansbach den Gruppenleitern, Bürofachkräften, Sozialdienstmitarbeitern und dem restlichen Personal vorstellen. Bei der Bilderauswahl werden die Teilnehmer immer wieder aktiv miteinbezogen.
Für die Zukunft soll diese Abschlussarbeit den Startschuss für eine fest stattfindende Arbeitsbegleitende Maßnahme geben. Jedoch müssen die Rahmenbedingungen hierfür noch festgelegt, besprochen und die entsprechenden Stellen miteinbezogen werden. Der grobe Termin für den Start dieses „Erlebnispädagogischen Workshops“ ist für das Frühjahr 2008 angesetzt.
7.0. Reflexion
7.1. Zielkontrolle / -reflexion
Zielkontrolle Sozialkompetenz
Die Teilnehmer kooperierten in verschiedensten geplanten und natürlich entstandenen Situationen.
Hierzu einige Beispiele:
• Bei der Einheit „Aufbau einer Schluchtüberquerung“, spannte die gesamte Gruppe das Statikseil mit Hilfe der Flaschenzugkonstruktion. Alle zogen mehrmals an dem Seil, damit genügend Seilspannung am Sicherungs- und Überquerungsseil vorhanden war. Ohne gemeinschaftliche Kooperation hätten die Teilnehmer niemals genügend Seilspannung hervorgebracht.
• Bei der Einheit „Wanderung mit Navigationskarten“, besprachen sich und diskutierte die gesamte Gruppe mehrmals, welcher Weg nun zu dem entsprechenden Bild passen würde. Letztendlich einigten und entschieden sie sich für den richtigen Weg.
Die Teilnehmer unterstützten sich gegenseitig und nahmen Rücksicht aufeinander, auch hier in verschiedensten geplanten und natürlich entstandenen Situationen.
• Bei der Einheit „Bau eines Pizzaofens“, hatte Frau E.G. Angst sich an dem heißen Dachziegel, der als Backblech diente zu brennen. Herr M.B. übernahm das spontan für sie und nahm ihr diese Tätigkeit ab. Durch diese Unterstützung und Rücksichtnahme konnte auch Frau E.G. ohne Verbrennungsangst an ihre Pizza gelangen.
• Bei der Einheit „Klettern in der Kletterhalle“, half Herr M.R. Herrn M.H. den Klettergurt festzuziehen. Alleine tat er sich damit schwer. Somit unterstützte Herr M.H. ihn und der Gurt wurde fest gespannt.
• Bei der Einheit „Wanderung mit Navigationskarten“, mussten die Teilnehmer einige große Wasserlachen überwinden. Da Frau E.G. in ihrer Trittsicherheit eher unsicher ist, half und unterstütze Herr J.H. und Herr M.H. sie, damit diese trocken und sicher auf die andere Seite gelangte.
Zielkontrolle Selbstkompetenz
Die Teilnehmer setzten sich mit ihren eigenen Grenzen auseinander. Sie nahmen diese wahr, erlebten, erkannten, akzeptierten & erweiterten diese.
• Bei der Einheit „Klettern in der Kletterhalle“, sagte Herr M.R., dass er sich nicht bis zum letzten Griff trauen würde, da er Höhenangst habe. Im Laufe der einzelnen Kletterdurchgänge tastete er sich langsam an den letzten Griff heran. Zum Schluss holte er sich seinen „Hinweis“, der am obersten Klettergriff befestigt war. Somit nahm er seine persönliche Grenze wahr, erlebte, erkannte und erweiterte diese.
• Bei der Einheit „Aufbau einer Schluchtüberquerung“, wollte Herr M.H. die Strecke nicht an der Seil-Rollen-Konstruktion überqueren, da er Angst vor der Höhe hatte und Bedenken, ob das Seil halten würde. Durch eine langsame Hinführung überquerte er schließlich die Schlucht und war sehr stolz auf sich.
Herr M.R. und Frau E.G. wollten diese auch nicht überqueren und taten dies auch nicht. Somit nahmen alle drei Teilnehmer ihre persönlichen Grenzen wahr, erlebten, erkannten und akzeptierten diese. Herr M.H. erweitert seine sogar.
Die Teilnehmer lernten eigene Ängste zu erfahren und mit diesen positiv umzugehen.
• Bei der Einheit „Wanderung mit Karte“, hatte Frau E.G. Angst alleine im Wald zu sein. Sie lernte mit diesen positiv umzugehen und legte letztendlich die Solostrecke alleine zurück. Im Nachhinein sagte sie, dass das alleine laufen im Wald eigentlich gar nicht so schlimm sei.
• Bei der Einheit „Klettern in der Kletterhalle“, hatte Herr M.H. Angst vor dem Ablassen am Seil. Immer wieder kletterte er hinauf und wurde sicher abgelassen. Dabei wurde sein Stand und seine Körperhaltung immer sicherer. Er lernte somit mit seiner Angst positiv umzugehen, indem er sich immer wieder der Situation aussetzte und diese positiv endete.
Zielkontrolle Sachkompetenz
Die Teilnehmer lernten den Umgang mit neuen Materialien und Arbeitstechniken kennen.
Hierzu einige Beispiele:
• Bei der Einheit „Wanderung mit Karte und Kompass“, lernten die Teilnehmer, das neue Arbeitsmaterial, Kompass einzustellen und die richtige Richtung anzupeilen. Somit liefen sie immer den richtig Weg, von Zielpunkt zu Zielpunkt.
• Bei der Einheit „Aufbau einer Schluchtüberquerung“, bauten die Teilnehmer selbstständig alle relevanten Bestandteile der Konstruktion auf. Sie verwendeten u. a. Karabiner, Seilrollen, Klettergurte, Bandschlingen, verschiedene Knoten usw.. Hierbei erwarben sie Kenntnisse über neue Arbeitstechniken und lernten mit neuen Materialien umzugehen.
• Bei der Einheit „Bau eines Pizzaofens“, lernte Frau E.G. das Holzhacken. da sie dies schon immer mal machen wollte. Sie erwarb die Kenntnis die Füße und die freie Hand weg zu tun usw.. Somit lernte sie neues Material und eine neue Arbeitstechnik kennen.
Die Teilnehmer lernten die Abfolge von Arbeitsschritten und logischen Zusammenhängen kennen.
Hierzu einige Beispiele:
• Bei der Einheit „Bau eines Pizzaofens“, lernten die Teilnehmer von Grund auf die Abfolge von einzelnen Arbeitsschritten und die logischen Zusammenhänge kennen, welche nötig sind um einen fertige Pizza genießen zu können.
• Bei der Einheit „Aufbau einer Schluchtüberquerung“, bauten die Teilnehmer selbstständig alle relevanten Bestandteile der Konstruktion auf. Sie lernten die Abfolge von einzelnen Arbeitsschritten kennen, z.B. Aufbau eines Flaschenzuges. Anschließend erkannten sie den logischen Zusammenhang, da sie diesen benötigten, um das Statikseil leichter spannen zu können.
7.2. Persönliche Reflexion
Das Abschlussprojekt, „5 – Tage Abenteuer erleben“ war für mich eine äußerst positive Erfahrung. Hierbei habe ich eine Vielzahl an Durchführungserfahrungen sammeln können.
Positiv überrascht war ich, über die gute Zusammenarbeit im Betrieb. Von dem Großteil der Mitarbeiter bekam ich in meinen Anfragen und Belangen deren Unterstützung und Entgegenkommen. Hierfür möchte ich mich an dieser Stelle herzlich bei diesen bedanken. Weiterhin bedanke ich mich bei dem Geschäftsführer, Werkstattleiter und Produktionsleiter für deren entgegen gebrachtes Vertrauen und die Zeit, welche ich von diesen hierfür beanspruchte. Ein letzter Dank geht an meine direkten Arbeitskollegen / innen, welche eine Mehrbelastung durch dieses Projekt hatten und mich an meinem regulären Arbeitsplatz vertreten haben.
Wie ich in meiner Einleitung beschrieben habe zeigte sich auch hier, dass man für diesen Personenkreis keine großartig aufgezogenen Aktionen benötigt, um die Ziele zu erreichen. Ein Beispiel hierfür war, die Schluchtüberquerung. Der zu überquerende Wassergraben, das „gefährliche Brennnesselfeld“ und die Operationshöhe von 1m reichten absolut aus, um die Outdoor-Erlebnis-Stimmung zu erreichen.
Wichtiger für die Teilnehmer war, dass jeder komplett ausgerüstet wurde. Sei es mit Kompass, Klettergurt etc.. Denn hierdurch wurden sie in ihrer eher passiven Grundhaltung in eine aktive Rolle gedrängt und alle waren beschäftigt und gehörten dazu. Wie bei allen Durchführungen ist es auch hier von höchster Wichtigkeit nicht an festen Ablaufplanungen festzuhalten. Als Leiter muss man in der Lage sein flexibel auf entstehende Situationen reagieren zu können. Oftmals ergeben sich hierdurch nachhaltige Erlebnisse und Erfahrungschancen, die man in dieser Arbeit nutzen muss.
Ein persönliches Anliegen von mir ist, dass ich für zukünftige Erlebnispädagogische Projekte mit diesem Personenkreise andere Reflexionsmethoden suchen, erproben und finden muss. Da mich diese Art der Reflexion (siehe 5.2.7.) dauerhaft nicht zufrieden stellen wird.
Erstaunlich war auch, auf welches Interesse dieses Projekt bei anderen betreuten Mitarbeitern gestoßen ist. Von einigen Beschäftigten habe ich schon Anfragen bekommen, ob so etwas noch mal stattfindet, da sie gerne mitmachen würden.
Abschließend eines der wichtigsten Kriterien für mich ist, die Vertrautheit mit dem Thema. Die Sicherheit die man durch diese ausstrahlt überträgt sich auf alle Beteiligten. Ein Beispiel hierfür wäre bei einer Schluchtüberquerung, wenn man selber überlegen muss wie die Konstruktion funktioniert, hierbei Fehler macht, diese entdeckt und gezwungen ist alles wieder umzubauen, wirkt die Aktion unsicher auf die Teilnehmer. Dies hat sehr negative Auswirkungen auf die Komplette Situation, denn die Teilnehmer sind eh schon durch persönliche Ängste verunsichert und abschätzend. Wie soll man einer „so gefährlichen“ Aktion vertrauen schenken, wenn derjenige der sie leitet Unsicherheit ausstrahlt.
Ein weiterer Aspekt wäre, wenn man mit einem Thema vertraut ist, kann man in Notlagen, in welche man durchaus schnell und ungewollt geraten kann, adäquater, ruhiger und professioneller reagieren. Man selbst als Leiter steht nicht unter so hoher Anspannung und hat einen besseren Blickwinkel (mehr freie Ressourcen) über die gesamte Gruppe und das Projekt. Für mich persönlich ist daher diese thematische Vertrautheit eines der wichtigsten Kriterien.
Durch einen einwöchigen Kurs ist man meines Erachtens nach nicht in der Lage, die Hardskills und alles was dazu gehört so zu beherrschen, um diese bei Gruppenaktionen anzuwenden. Es gehört hierzu, für sich und alle Beteiligten, ein gutes Sicherheitspolster an Erfahrung und angeeignetem Können
8.0. Literaturverzeichnis
KAP-Institut Lehrgangs- / Kursunterlagen „Einführungskurs“
KAP-Institut Lehrgangs- / Kursunterlagen „Erste Hilfe outdoor“
KAP-Institut Lehrgangs- / Kursunterlagen „Kanu & Floß“
KAP-Institut Lehrgangs- / Kursunterlagen „Mountainbike“
KAP-Institut Lehrgangs- / Kursunterlagen „Anleitung zur Praxis“
Heckmair Bernd und Michl Werner „Erleben und Lernen – Einführung in die Erlebnispädagogik“ ; 5. Auflage 2004 ; ERV – Reinhardt – Verlag ; ISBN 3-497-01705-1
Hubert Perschke, Peter Flosdorf u.a. „Sicherheitsstandarts in der Erlebnispädagogik“ ; 2003 ; Juventa Verlag ; ISBN 3-7799-0262-1
Michael Larcher und Heinz Zak „Seiltechnik“ ; 2. überarbeitete Auflage ; 2006 ; OEAV – Oesterreichischer Alpenverein ; ISBN 3-900122-00-8
9.0. Anhang
Anhang Reihenfolge:
1. Konzept Erlebnispädagogisches Projekt & geplanter Workshop
2. Gesprächsskript über Konzeption Abschlussprojekt Erlebnispädagogik
3. Kostenkalkulation Mountainsport
4. Anfrage an Betriebshaftpflichtversicherung
5. Sicherheitskonzept – Wanderung
6. Sicherheitskonzept - Mobile Seilgärten
7. Sicherheitskonzept - Kletterhalle
8. Sicherheitskonzept - Pizzaofen
9. Notfallplan – Unfall
10. Notfallplan -- Vermisste Personen
11. Anfrage an die Gemeinde Leutershausen
12. Einladung für das Erlebnispädagogische Projekt
13. Anmeldebogen & Einverständniserklärung für das erlebnispädagogische Projekt
14. Reflexionsbogen
15. Navigationskarten – Muster
16. Teilnehmerbrief – Muster
17. Kooperationsspiel „Pizzazutaten einsammeln“
Konzept Erlebnispädagogisches Projekt & geplanter Workshop
Im Rahmen meiner Erlebnispädagogischen Zusatzqualifikation befinde ich mich gerade in der Planung und Durchführung einer Maßnahme an meinem Arbeitsplatz, die spezifisch auf die Menschen, die ich in ihrer Arbeitswelt begleite, zugeschnitten sein kann. Darüber hinaus erscheint es mir sehr wichtig ein Projekt zu finden, dass sich optimal in den Arbeitsalltag der Menschen mit Behinderung ohne großen Aufwand – z.B. Wochenendfreizeiten – integrieren lässt, und ebenso in die strukturellen Gegebenheiten der Werkstätte passt.
Vor Beginn meiner Zusatzqualifikation, hatte ich ein Gespräch mit dem Geschäftsführer Herrn Stauffert, wie ich mir die Umsetzung der Weiterbildung in der Werkstatt vorstelle. Dieses Abschlussprojekt soll als Grundlage für die Zukünftige Umsetzung dienen und soll wie folgt aussehen:
Zielsetzungen:
Hinsichtlich der Projektzielsetzungen möchte ich mich an dem Obersten Qualitätsziel, aus dem Qualitätsmanagment – Handbuch 10.09, der Westmittelfränkischen Lebenshilfe Werkstätten GmbH orientieren. Dieses lautet:
„Der Mensch mit Behinderung soll in seiner Leistungsfähigkeit und Gesamtpersönlichkeit so weit gefördert werden, dass er entweder in der Werkstatt oder auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt tätig sein kann.“
Ich beabsichtige in dem Projekt die Förderung der Gesamtpersönlichkeit.
Diese setzt sich aus der Sach-, Selbst- und Sozialkompetenz zusammen.
Somit ergeben sich folgende Zielsetzungen für Gruppe / den einzelnen Teilnehmer:
• Anregung & Erwerb von Sozialkompetenz
Kooperationsfähigkeit in der Gruppe
Gegenseitige Unterstützung & Rücksichtnahme
• Anregung & Erwerb von Selbstkompetenz
Eigene Grenzen wahrnehmen, erleben, erkennen, akzeptieren & ggf. erweitern
Eigene Ängste erfahren & lernen mit diesen positiv umzugehen
• Anregung & Erwerb von Sachkompetenz
Umgang mit neuen Materialien & Arbeitstechniken erlernen
Kennenlernen der Abfolge von Arbeitsschritten & logischen Zusammenhängen
Teilnehmer:
• WM
• HJ
• RM
• GE
• BM
• HM
Das Abschlussprojekt umfasst 5 Einheiten. In diesen werden verschiedene erlebnispädagogische Themen durchgeführt. Diese sind aus folgenden Themenbereichen:
• Wandern / Trekking einmal mit Navigationskarten und das andere mal mit Karte und Kompass
• Mobile Seilgärten, der Aufbau einer Schluchtüberquerung
• Klettern in der Kletterhalle
• Bauen und Werken, Bau eines Pizzaofens.
Ich beabsichtige die Einheiten einmal pro Woche, an einem Donnerstag durchzuführen. An den vorhergehenden Montagen wird immer ein Vortreffen stattfinden um das Thema bekannt zu geben und Erwartungen / Befürchtungen aufzufangen.
Wenn das Projekt abgeschlossen ist, wird eine konkrete Durchführungserfahrung vorhanden sein, durch welche sich zeigt, ob und wie sich das Projekt nun letztendlich als Erlebnispädagogischer Workshop in die Werkstattstrukturen integrieren lässt. Weiterhin werden auch Bild-, Medien-, Durchführungsmaterial und positive Erfahrungen von Teilnehmern vorhanden sein, mit welchen sich das Projekt leichter umsetzten lassen. Z.B. Bildmaterial für den Aushang / das Ausschreiben eines Erlebnispädagogischer Workshop, die positiven Erfahrungen und geweckte Neugier der Teilnehmer, welche an ihre Kollegen weitergegeben werden, das vorhanden sein von Material für die verschiedenste Durchführungen / Angebote usw.
Vorteile dieser Workshops / Projekte für die Westmittelfränkisch Lebenshilfe Werkstätten GmbH:
• Arbeitsbegleitende Maßnahmen, bei denen immer wieder verschiedene beschäftigte MA teilnehmen können. (Nicht wie bei anderen Maßnahmen, bei welchen immer nur die selben TN über Jahre hinweg in den Gruppen sind.)
• Es können alle beschäftigten Mitarbeiter nach eigenem Interesse teilnehmen, egal welche Schwere bzgl. des Behinderungsgrades vorliegt
• Verschiedenste und optimale Lernfelder / Förderungsvoraussetzungen durch ressourcenorientiertes Angebot
• Hohes Maß an Individualförderung durch zielorientierten Einsatz von Naturerlebnissen & anschl. Reflexion des Erlebten
• Möglichkeit der Übertragung der gesammelten Erfahrungen auf den Arbeitsalltag
• Präsenz nach außen, welche Individualförderung für beschäftigte Mitarbeiter in der Lebenshilfe besteht. (z.B. Fotos und Berichte in der Zeitung / Internet / Ausstellungen / Infotagen etc. )
• Investition in benötigte Hilfsmittel / Arbeitsmaterialien trägt sich durch vielseitige und fortlaufende Verwendung
Umsetzung der Abschlussprojektes als Arbeitsbegleitende Maßnahme „Erlebnispädagogischer Workshop“:
Ich beabsichtige einmal pro Woche einen Erlebnispädagogischen Workshop anzubieten.
Dieser wird durch einen Aushang bekannt gegeben.
Die beschäftigten Mitarbeiter können sich dann als Teilnehmer eintragen. Zeitgleich werde ich eine E-Mail an alle GL schreiben, in welcher das Thema des Workshops bekannt gegeben wird. In dieser E-Mail stehen dann auch genügend Hintergrundinfos speziell für die GL z.B. Zielsetzungen, thematischer Hintergrund,.... Mit diesen Informationen wäre es von Vorteil, wenn nicht nur bei schwächeren beschäftigten Mitarbeitern der GL motivierend einwirken bzw. allgemein die Bekanntgabe in seiner Gruppe publik machen würde. Jeder Workshop soll immer bestimmt Themen beinhalten, z.B. Wandern, Bauen & Werken, Klettern, Mobile Seilgärten, Flora & Fauna erleben usw.
Manche Workshops / Thematisierungen werden über mehrere Einheiten fortgeführt.
Wenn sich bei einem Thema eine Vielzahl von beschäftigten Mitarbeitern eintragen, können wiederholt Workshops angeboten werden, die dann nach Niveau der Teilnehmer aufgeteilt sind.
Vom zeitlichen Rahmen her, soll einen Einheit einen ganzen oder halben Arbeitstag dauern, je nach Thema & evtl. Vorbereitungszeit.
Eine weitere Option würde sich für den begleitenden Dienst bieten, wenn in diesem Rahmen ein besonderer Förderbedarf nötig wäre, könnt man durch den Erlebnispädagogischer Workshop auf diesen speziell eingehen und dies als Fördermedium nutzen.
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Martin Herrmann
Gesprächsskript über Konzeption Abschlussprojekt Erlebnispädagogik:
„5 – Tage Abenteuer erleben“
1. Abschlussprojekt Vorstellung & mögliche Integration in den Arbeitsalltag
• siehe Anhang: Konzept Erlebnispädagogisches Projekt
2. Erlaubnis zu der Durchführung
Erlaubnis über die Durchführung anhand des Konzeptes, der Durchführungsplanung & ggf. eigenständige Umstrukturierung von verantwortlichem Projektleiter ( Martin Herrmann )
Genehmigung: Ja Nein
3. Finanzierung
Übernahme der Kosten für benötigtes Erlebnispädagogisches Arbeitsmaterial & andere anfallende Kosten
• siehe Anhang: Kostenvoranschlag & Andere anfallende Kosten
Ist eine Sammlung von Spendengeldern / Sponsoren erwünscht ?
Ja Nein
Genehmigung: Ja Nein
Kostenstelle: _____________________
Sonstiges benötigtes Material, das in der Werkstatt vorhanden ist kann über verantwortliche PL / FBL bezogen werden (z.B. Feuerholz, Lunchpakete, positive Verstärker wie Süßigkeiten, Sicherheitshandschuhe, Spaten, Schaufeln usw...) ?
Ja Nein
4. Anfallende Arbeits- / Überstunden
Die Ausarbeitung & Planung für das Projekt wird nach Möglichkeit im Betrieb vorgenommen. Die weitere Ausarbeitung die im Betrieb nicht möglich ist, kann zuhause durchgeführt werden (z.B. schriftliche & praktische Ausarbeitung / Planung wie Testaufbau, Geländeerkundungen usw..)
Anfallende Überstunden ausserhalb der Arbeitszeit werden anerkannt ?
Ja Nein
5. Zusätzlicher Mitarbeiter / inn
Es wird ein Mitarbeiter / inn benötigt der als zusätzlicher Betreuer an allen Projekteinheiten teilnimmt um Aussichtspflicht, Notfallmanagment, reibungslosen Durchführungsablauf usw. zu gewährleisten.
Genehmigung: Ja Nein
Name: ____________________
Für die relevante, notwendige örtliche Erkundungen & Einarbeitung in die Projektthematik, ist es wichtig das der zusätzliche Mitarbeiter / inn diese Zeit zur Verfügung bekommt.
Genehmigung: Ja Nein
Soll dies grundsätzlich während der Arbeitszeit stattfinden:
Ja Nein
Wenn „Nein“, dann nach der Arbeitszeit mit Überstundenausgleich des betroffenen Mitarbeiters:
Ja (mit telefonischer Absprache) Nein
6. Rechtlicher Rahmen
Aufsichtspflicht: Durch Einsatz eines zusätzlichen Mitarbeiter / inn ist die geforderte Aufsichtspflicht gewährleistet ?
Ja Nein
Haftpflichtversicherung: Durch ein Anschreiben an die Versicherung kann der Versicherungsschutz abgeklärt werden & ggf. der notwendige Zusatzversicherungsschutz abgeschlossen werden ?
Ja Nein
Verantwortliche Ansprechpartner im Betrieb: ______________
Unfallversicherung: Durch ein Anschreiben an die Versicherung kann der Versicherungsschutz abgeklärt werden & ggf. der notwendige Zusatzversicherungsschutz abgeschlossen werden ?
Ja Nein
Verantwortliche Ansprechpartner im Betrieb: ______________
Notfallpläne: Genehmigung / Ausarbeitung der Notfallpläne
• siehe Anhang: Notfallpläne
Ja Nein
Sicherheitskonzepte: Genehmigung /Ausarbeitung der Notfallpläne
• siehe Anhang: Sicherheitskonzepte
Ja Nein
Einverständniserklärungen:
Genehmigung eines Einladungs-, Anmelde- & Bestätigungsschreiben an Teilnehmer mit schriftlichen Einverständniserklärungen von Teilnehmern und zuständigen Betreuern?
Ja Nein
7. Medizinischer Bereich
Genehmigung über die Zusammenarbeit mit dem medizinischen Fachdienst in der Werkstatt über Medikamente, Erste Hilfe Set & Erstellung eines Übersichtsblatt mit wichtigen medizinischen / persönlichen Informationen.
Ja Nein
8. Öffentlichkeitsarbeit
Ist ein Bericht in der Presse erwünscht ?
Ja Nein
Wenn „JA“ in welchen Zeitungen ?
FLZ; Werkstattzeitung
Sonstigen: ____________________________________
Verantwortliche Ansprechpartner: ___________________________
Wird eine Präsentation im Betrieb erwünscht ?
Ja Nein
Genehmigung über die Veröffentlichung des Bild, Video & schriftlichen Materials im Rahmen der geforderten Abschlussarbeit des KAP – Institutes mit Einverständniserklärung von Teilnehmer & gesetzlichem Vertreter).
Ja Nein
9. Sonstiges
Genehmigung über die Unterstützung & Gestaltung der schriftlichen Ausarbeitung & der Präsentation durch verantwortliche Mitarbeiter / inn.
Ja Nein
Verantwortliche Ansprechpartner im Betrieb: _______________________
Kooperation mit Herrn K. Gaab Betreff benötigte Busse & Kostenabrechnungen.
Ja Nein
Genehmigung über die Zusammenarbeit, das Anschreiben & Ansprechen von Firmen & Behörden über notwendige Genehmigungen & Materialen.
Ja Nein
Wenn „Nein“ zuständige Mitarbeiter: ___________________
Genehmigung über die Nutzung des Erlebnispädagogischen Materials, das im Besitz der Westmittelfränkischen Lebenshilfe Werkstätten GmbH ist, ausserhalb der normalen Arbeitszeit. Dies ist notwendig für die Einübung & Planung hinsichtlich des Erlebnispädagogischen Abschlussprojektes.
Ja Nein
Diese Konzeption wurde erstellt von:
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Ort, Datum, Martin Herrmann (Projektleiter)
Anhand dieser Konzeption wurden alle wichtigen Punkte für die Planung & Durchführung der Erlebnispädagogischen Massnahme abgehandelt.
Dieses Konzept wurde mit dem verantwortlichen Werkstattleiter, Produktionsleiter bzw. Fachbereichsleiter abgesprochen & von diesem / n zugestimmt.
Die Projektleitung kann nun im Rahmen des vorliegenden Konzeptes eigenverantwortlich planen und notwendige Arbeitsschritte dazu selbständig durchführen oder sich an in der Konzeption angesprochenen Mitarbeiter / innen wenden.
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Ort, Datum (FBL-Sozialdienst)
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Ort, Datum (Produktionsleiter)
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Ort, Datum (Werkstattleiter)
Anfrage Leistungsumfang Betriebshaftpflicht
Betreff: Anfrage zum Leistungsumfang der Betriebshaftpflichtversicherung der xy Lebenshilfe Werkstätten
Versicherungsschein-Nr.: xxxx
Versicherer: Gothaer Allgemeiner Versicherungs AG
Sehr geehrte Damen und Herren,
anhand dieses Schreibens, möchte ich bei Ihnen anfragen, ob wir als Betreuer/leitende Mitarbeiter im Rahmen der oben genannten Versicherung für eventuell anstehende Schadensersatzansprüche Dritter, aufgrund von Unfällen die während der Durchführung folgender Maßnahme passieren, versichert sind.
Maßnahme:
Erlebnispädagogisches Projekt
Die Maßnahme wird an 5 Tagen, im zeitlichen Rahmen der Arbeitszeit durchgeführt.
Hier eine genaue Beschreibung des Inhalts:
Einzelne Einheiten:
1.0: Wanderung mit Navigationskärtchen
2.0: Wanderung mit Karte & Kompass
3.0: Mobile Seilgärten, Aufbau einer Schluchüberquerung
4.0: Klettern in der Kletterhalle
5.0: Bau eines Pizzaofens
Ich möchte Sie bitten, mir ein schriftliches Antwortschreiben mit der konkreten Antwort auf die oben genannte Fragestellung zukommen zu lassen.
Mit freundlichen Grüßen
______________
Martin Herrmann
Sicherheitskonzept & Sicherheitsstandards Wanderung
• Projektleiter muss sich immer bei verlassen des Betriebes bei PL oder an der Pforte abmelden & Aufenthaltsort angeben
• Projektleiter muss Mobiltelefon mitführen & Nummer im Betrieb hinterlegen
• Alle TN bekommen eine Liste mit allen wichtigen Telefonnummern und Namen von Mitarbeitern
• Wenn Gruppe TN verliert, Gruppe bleibt zusammen, lautes Rufen, ein MA bleibt bei Gruppe, der Andere sucht Wald ab, GF / Werkstatt telefonisch verständigen, Gruppe bleibt & wartet vor Ort ? Notfallplan
• Regelmäßiges abzählen der TN
• Bei Unfall Erste Hilfe (-Set), Gruppe bleibt zusammen, Notarzt verständigen, GF / Werkstatt verständigen / Notfallplan
• Erste – Hilfe – Set mitführen
• Festes geschlossenes Schuhwerk tragen
• Gruppe wartet immer bis alle TN beisammen sind
• Bei Gewitter sofort den Wald verlassen, fernbleiben von Wasser & unterstellen (Brücken, Schutzhütte usw.)
• TN Verhaltensregel vermitteln bei der Wanderung:
Bei pädagogischen Überlegungen sind Sicherheitsaspekten grundsätzlich nachgeordnet
Nur auf den Waldwegen bleiben
Wegesperrungen werden beachtet
Kein lautes Gebrüll im Wald
Keine Pflanzen mutwillig zertreten
Wenn TN Gruppe verliert, stehen bleiben & laut rufen,auf Rufe hören & antworten
Wenn ein TN Weg verlässt soll dieser immer Sichtkontakt zu GL haben
Stopp – Regel
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Ort, Datum (Projektleiter Martin Herrmann)
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Ort, Datum (Qualitätsmanager)
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Ort, Datum (Sicherheitsbeauftragte)
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Ort, Datum (FBL – Sozialdienst)
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Ort, Datum (Werkstattleiter)
Sicherheitskonzept & Sicherheitsstandards Mobile Seilgärten
• Auswahl der passenden Bäume (Gesund, Höhe, Art,..)
• Auf Bodenbeschaffenheit achten (Steine, Wurzeln,...)
• Zustimmung des Baumbesitzer schriftlich einholen
• Baumschutzmatten verwenden
• Erste-Hilfe-Set mitführen
• Bei Unfall Erste Hilfe (-Set), Gruppe bleibt zusammen, Notarzt verständigen, GF / Werkstatt verständigen / Notfallplan
• Bei Gewitter sofort den Wald verlassen & unterstellen (Brücken, Schutzhütte usw.)
• Stopp - Regel
• Sicherungsmaterial darf nur zu den vom Hersteller angegebenen Verwendungszweck verwendet werden
• Sicherungsmaterial muss gängigen DIN, CE & UIAA – Normen entsprechen
• Projektleiter muss Auf - & Abbau beherrschen
• Projektleiter muss notwendige Sicherungstechniken beherrschen
• Projektleiter muss sich über Option „Abbruch der Durchführung“ bewusst sein (z.B. wegen Regelverletzung der TN, sicherheitstechnischem Aspekt, Differenzen zwischen Erwartungen & Bereitschaft)
• Nur HMS / Ovalo Schraubkarabiner verwenden
• Ab 1 m Höhe, Sicherung verwenden, ggf. mit Brustgurt
• Vor zurückschnalzendem Seil achten ( 1 TN läuft immer mit und achtet darauf dass das Seil nicht zurückschnalzet)
• Bei Seilen immer mit 2 zueinander verdrehten HMS Schraubkarabinern sichern (= Redundanz gesichert)
• Unbeteiligte / wartende TN dürfen nicht Seilkonstruktion berühren, hin hängen, festhalten,..
• Bei Verwendung / Fortbewegung mit Seilrollen müssen TN immer Arbeits- / Sicherheitshandschuhe tragen
• Leiter kontrolliert immer Gurte & Sicherungen & Aufbau
• Messer zum ggf. kappen der Seile mitführen
• Kombizange zum öffnen von verklemmten Karabinern mitführen
• Brust- & Sitzgurte ( Klettergurte ) die mit Bandschlinge verbunden sind zum Sichern verwenden
• Feste, geschlossene Schuhe tragen
• Immer Helm verwenden
• Übrige TN sichern (spotten) sich gegenseitig (wenn möglich)
• Keinen Schmuck wie z.B. Ringe, Uhren usw. tragen
• Projektleiter muss sich immer bei verlassen des Betriebes bei PL oder an der Pforte abmelden & Aufenthaltsort angeben
• Projektleiter muss Mobiltelefon mitführen & Nummer im Betrieb hinterlegen
• Alle TN bekommen eine Liste mit allen wichtigen Telefonnummern und Namen von Mitarbeitern
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Ort, Datum (Projektleiter Martin Herrmann)
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Ort, Datum (Qualitätsmanager)
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Ort, Datum (Sicherheitsbeauftragte)
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Ort, Datum (FBL – Sozialdienst)
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Ort, Datum (Werkstattleiter)
Sicherheitskonzept & Sicherheitsstandards Kletterhalle
• Vermittlung / Kontrolle das / ob Klettergurt fachlich korrekt angelegt ist & ggf. Brustgurt verwenden
• Stopp – Regel
• Projektleiter befindet sich immer an Kletterwand um TN zu beobachten
• Projektleiter muss notwendige Sicherungstechniken beherrschen
• Vor dem Klettern muss Leiter & TN immer Sicherungskette überprüfen (4 – 6 Augen Prinzip)
• Nur Toprope – Klettern
• Sicherungstechnik / - gerät Grigri & Abseilachter (3. TN sichert mit)
• Geordnete Gruppenprozesse / kein gefährdetes Verhalten
• Auf genüget Platz zwischen Kletterern achten, kein Querklettern
• Sicherungspunkte nicht mit Fingern berühren / festhalten• Erste – Hilft – Set mitführen
• Bei Unfall Erste Hilfe (-Set), Gruppe bleibt zusammen, Notarzt verständigen, GF / Werkstatt verständigen / Notfallplan
• Nur HMS Schraubkarabiner verwenden
• Bei Sicherung am Seil mit Karabiner, immer 2 gegenläufige Schraubkarabiner verwenden (Redundanz - Sicherung)
• Abmelden bei Toilettengang & anschl. Sicherungs- / Gurtkontrolle
• Sicherungsmaterial muss gängigen DIN, CE & UIAA – Normen entsprechen
• Geschlossenes Schuhwerk tragen
• Keinen Schmuck wie z.B. Ringe, Uhren usw. tragen
• Projektleiter muss sich immer bei verlassen des Betriebes bei PL oder an der Pforte abmelden & Aufenthaltsort angeben
• Projektleiter muss Mobiltelefon mitführen & Nummer im Betrieb hinterlegen
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Ort, Datum (Projektleiter Martin Herrmann)
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Ort, Datum (Qualitätsmanager)
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Ort, Datum (Sicherheitsbeauftragte)
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Ort, Datum (FBL – Sozialdienst)
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Ort, Datum (Werkstattleiter)
Sicherheitskonzept & Sicherheitsstandards Bau eines Pizzaofens
• Erste – Hilfe – Set mitführen
• Bei Unfall Erste Hilfe (-Set), Gruppe bleibt zusammen, Notarzt verständigen, GF / Werkstatt verständigen / Notfallplan
• Hand - Feuerlöscher mitführen
• Fachliche Einweisung in Handhabung von Schaufel & Pickel
• Projektangemessene fachliche Kenntnisse
• UVV beachten (Arbeitshandschuhe, festes, geschlossens Schuhwerk..)
• Stopp – Regel
• Am Ort der Durchführung darf kein leicht entzündliches Material sein (z.B. Heu, trockner Waldboden, trockner Holzstapel usw.)
• Kein Benzin oder ähnliches zum entzünden des Feuers verwenden, nur zugelassenen Grillanzünder / Papier
• Genehmigung für das Feuer einholen / anmelden
• Beim Holznachschüren Schutzbrille & Feuerfeste Handschuhe tragen
• Nach Projektbeendigung kontrollieren das Feuer gelöscht ist
• Keinen Schmuck wie z.B. Ringe, Uhren usw. tragen
• Projektleiter muss sich immer bei verlassen des Betriebes bei PL oder an der Pforte abmelden & Aufenthaltsort angeben
• Projektleiter muss Mobiltelefon mitführen & Nummer im Betrieb hinterlegen
• Alle TN bekommen eine Liste mit allen wichtigen Telefonnummern und Namen von Mitarbeitern
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Ort, Datum (Projektleiter Martin Herrmann)
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Ort, Datum (Qualitätsmanager)
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Ort, Datum (Sicherheitsbeauftragte)
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Ort, Datum (FBL – Sozialdienst)
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Ort, Datum (Werkstattleiter)
Notfallplan - Unfall
In Bezug auf den Notfallplan wurde im Gespräch mit der Geschäftsführung folgende Vorgehensweise im Falle eines Unfalls festgelegt:
(1.) Information des leitenden Mitarbeiters so schnell wie möglich
(2.) Keine Aussagen gegenüber der Polizei oder Staatsanwaltschaft am Unfallort (Zeugnisverweigerungsrecht)
(3.) Der leitende Mitarbeiter informiert unmittelbar die Geschäftsführung, bzw. die Stellvertretung, diese informiert den Rechtsanwalt.
(4.) Selbst Photos von der Unfallstelle machen (eigene Beweissicherung). Eigene Unfallberichte unterschreiben lassen und vorhandene Zeugen sichern!
(5.) Ein Mitarbeiter muss bei der verletzten Person bleiben (z. B. Transport ins Krankenhaus), bei Bedarf sofort Personal nachfordern um eine ausreichende Betreuung der „restlichen“ Teilnehmer zu gewährleisten.
(6.) Unverzüglich die Eltern bzw. Betreuer der betroffenen Person informieren
(7.) Schnellstmöglich ein Gespräch mit beteiligten Mitarbeitern, leitendem Mitarbeiter, Geschäftsführer und Rechtsanwalt durchführen, um die weitere Vorgehensweise abzuklären.
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Ort, Datum (Projektleiter Martin Herrmann)
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Ort, Datum (Qualitätsmanager)
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Ort, Datum (Sicherheitsbeauftragte)
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Ort, Datum (FBL – Sozialdienst)
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Ort, Datum (Werkstattleiter)
Notfallplan – Vermisste Person
In Bezug auf den Notfallplan wurde im Gespräch mit den Verantwortlichen folgende Vorgehensweise festgelegt, wenn der Fall eintritt, dass ein TN vermisst wird:
(1) Information des leitenden Mitarbeiters so schnell wie möglich
(2) Ein Mitarbeiter muss bei der übrigen Gruppe bleiben und kann bei Bedarf sofort Personal nachfordern um eine ausreichende Betreuung der „restlichen“ Teilnehmer zu gewährleisten.
(3) Zweite Mitarbeiter handelt Situationsabhängig: Sucht weiter nach der vermissten Person, koordiniert Suchmaßnahmen, tätigt Anrufe oder arbeitet mit Polizei ect. zusammen
(4) Mitarbeiter in der WfBM informiert unmittelbar die Geschäftsführung, bzw. die Stellvertretung, diese informiert den Rechtsanwalt.
(5) Mitarbeiter in WfBM leiten weitere Schritte ein ( Polizei, Suchteam, ect.,..)
(6) Mitarbeiter in WfBM informieren unverzüglich die Eltern bzw. Betreuer der betroffenen Person
(7) Schnellstmöglich ein Gespräch mit beteiligten Mitarbeitern, leitendem Mitarbeiter, Geschäftsführer und Rechtsanwalt durchführen, um die weitere Vorgehensweise abzuklären.
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Ort, Datum (Projektleiter Martin Herrmann)
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Ort, Datum (Qualitätsmanager)
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Ort, Datum (Sicherheitsbeauftragte)
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Ort, Datum (FBL – Sozialdienst)
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Ort, Datum (Werkstattleiter)
Sehr geehrte Damen & Herren,
ich plane für den 27.09.2007, im Namen der xy Lebenshilfe Werkstätten, eine Erlebnispädagogische Aktion.
Diese soll auf dem Wanderrastplatz im Waldstück „Weidlach“ welcher zwischen Jochsberg & Buch am Wald liegt, stattfinden.
Die Aktion würde gegen 8:30 Uhr beginnen und um ca. 14:30 Uhr enden.
An dieser Massnahme werden 6 Menschen mit geistiger Behinderung & 2 Betreuer teilnehmen.
Hierbei werden wir einen Mobilen Seilgarten aufbauen. Dazu werden Seile zwischen den Bäumen gespannt und auf diesen werden verschiedene Übungen durchgeführt. Damit die Bäume nicht beschädigt werden bzw. die Baumrinde nicht beschädigt wird, werden wir spezielle Baumschutzmatten verwenden.
Im weiteren verlauf der Erlebnispädagogische Events werden wir noch ein Umweltaktion durchführen. Es wird der Müll, der auf dem Wanderparkplatz verstreut ist, eingesammelt.
Mit diesem Schreiben möchte ich sie um einen Erlaubnis für diese Massnahme bitte. Über eine schriftliche Bestätigung würde ich mich sehr freuen.
Mit freundlichen Grüßen
________________________
Projektleiter Martin Herrmann
Liebe Angestellte,
ich möchte Euch hiermit einladen, an dem Erlebnispädagogischen Projekt teilzunehmen.
„5 Tage – Abenteuer erleben“
Ihr werdet verschiedenste Abenteuer erleben, die Euch gewiss viel Spaß, Abwechslung, Spannung & Freude bereiten.
Die Aktionen finden an 5 Tagen während der Arbeitszeit statt & dauert von 8:00 – 15:00 Uhr.
Datum der Aktionen:
13.09.2007
20.09.2007
27.09.2007
04.10.2007
11.10.2007
Falls das Wetter schlecht sein sollte, werden noch rechtzeitig Ersatztermine bekannt gegeben.
Ihr müsst selbstverständlich nichts dafür bezahlen.
Für Essen, Getränke und gute Laune wird gesorgt.
Ich möchte Euch bitten, das Anmeldeformular (das hintere Blatt ) ausgefüllt & unterschrieben, bis spätestens 20. August 2007 bei mir oder meiner Vertretung abzugeben.
Bei weiteren Fragen könnt ihr Euch gerne an mich wenden.
Mit freundlichen Grüssen
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Werkstattleiter Projektleitung Martin Herrmann
Anmeldebogen & Einverständniserklärung für das Erlebnispädagogische Projekt
„5 Tage – Abenteuer erleben“
Vor- und Zuname: ________________________________________
Adresse: _________________________________________________
Telefonnummer: _____________________________________________
Hiermit erkläre ich mich / wir uns einverstanden das
Name: _________________
an dem Erlebnispädagogischen Projekt „5 Tage – Abenteuer erleben“ verbindlich teilnehme/-nimmt. Die Teilnahme erfolgt auf eigenes Risiko & Gefahr.
Weiter bin ich / sind wir damit einverstanden, dass die Teilnehmer fotografiert und gefilmt werden dürfen. Ebenso bin ich / sind wir damit einverstanden, dass diese Bilder in den Medien der Fachpresse, sowie der Öffentlichkeitsarbeit der Westmittelfränkischen Lebenshilfe Werkstätten GmbH in wohlwollender Form verwendet werden dürfen.
Ich / Wir bestätige/n auch hiermit, dass keine gesundheitlichen Bedenken bestehen und somit sportliche Aktivitäten ausgeführt werden dürfen.
Unterschrift:
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Ort, Datum gesetzlicher Vertreter
_____________________________________
Ort, Datum Teilnehmer / -inn
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Ort, Datum zust. Wohnheimmitarbeiter
Ich möchte Euch nochmals bitte das Anmeldformular (dieses Blatt) ausgefüllt & unterschrieben bis spätestens 20. August 2007 bei mir oder meiner Vertretung abzugeben.
Liebe Teilnehmer, Eltern & Betreuer,
Die erste Einheit von dem Erlebnispädagogischem Projekt
„5 – Tage Abenteuer erleben“
finden am Donnerstag den 13.09.2007 statt. Wir werden eine Wanderung mit Navigationskarten im Wald machen.
Die Teilnehmer benötigen hierfür unbedingt folgende Sachen:
- Rucksack
- Regenjacke
- Feste, geschlossene Schuhe
- Dem Wetter angepasste Kleidung (die auch schmutzig werden darf)
- Trinken
- Ein übliches Pausenbrot
Auch wenn es regnen sollte wird das Projekt stattfinden.
Mit freundlichen Grüssen
____________________
Martin Herrmann
Kooperationsspiel „Pizzazutaten - einsammeln“
• Spielfeld begrenzen, je nach Gruppengröße z.B. 10 x 10 m
• Die Teilnehmer verteilen sich in dem Feld und stellen sich auf eine Kiste oder Unterlegmatte.
• Der Spielleiter verteilt in dem Feld willkürlich die Zutaten und markiert am Rand der Feldes einen Zielbereich
• Nu