Robert Jaron
Abschlussprojekt der Ausbildung Zusatzqualifikation Erlebnispädagogik
im Arbeitsfeld Jugendhilfe, Schule, KJP
des KAP-Institutes
„Kanutour auf der Naab“
Erlebnispädagogisches Projekt von Robert Jaron
03. bis 05. August 2007
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Definition „Erlebnispädagogik
2.2 Ziele der „Erlebnispädagogik“
2.3 Das Lernen
2.3.1 Lernmodelle
2.4 Der Transfer
3. Wahl des Medium
3.1 Pädagogische Wirkung beim „Canadier“
3.2 Ziel des Projektes
4. Wahl des Klientels
4.1 Beschreibung der Teilnehmer
5. Planung
5.1 Wahl des Ortes
5.2 Sicherheit
5.3 Finanzierung
5.4 Mitarbeiter
5.5 Elternabend
5.6 Ablaufplan
6. Praktische Durchführung
6.1 Erster Tag
6.2 Zweiter Tag
6.3 Dritter Tag
7. Reflexion des Projektes
7.1 Zeitliche Planung
7.2 Inhaltliche Ablaufplanung
7.3 Probleme mit den Teilnehmern
7.4 Zielerreichung
8. Anhang
8.1 Spiele & Reflexion
8.2 Fragebogen zur Person
8.3 Fragebogen zu medizinischen Fragen
8.4 Kleiderliste
9. Verwendete Literatur
1. Einleitung
Diese Projektarbeit bedarf eigentlich keiner gesonderten Einleitung. Wenn man sich ansieht, wie die Kinder unserer Zeit ihre Freizeit verbringen und/oder welche Werte sie vertreten, so ist klar dass hier etwas getan werden muss. Die Erlebnispädagogische Arbeit sehe ich als ein geeignetes Mittel, den Kindern Werte für sich und die Umwelt zu vermitteln. Die einzelnen Punkte wie man „Erlebnispädagogik“ definieren will und was man darunter versteht, können in den nachfolgenden Punkten gelesen werde. Für mich war die Vorbereitung und die Zeit mit den Kindern eine schöne Erfahrung und möchte diese auch nicht missen.
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Definition „Erlebnispädagogik“
„Erlebnispädagogik ist eine handlungsorientierte Methode und will durch exemplarische Lernprozesse, in denen junge Menschen vor physische, psychische und soziale Herausforderungen gestellt werden, diese in ihrer Persönlichkeitsentwicklung fördern und sie befähigen, ihre Lebenswelt verantwortlich zu gestalten.“ (Heckmair & Michl)
Aus dieser Definition lassen sich bestimmte Merkmale ableiten, die für die moderne Erlebnispädagogik charakteristisch sind:
• Handlungsorientierung und Ganzheitlichkeit
Im Mittelpunkt des Lernprozesses steht die tätige Auseinandersetzung mit einer Aufgabe, wobei Erfahrungen selbst gemacht werden müssen. Wissen, Fähigkeit und Werte werden über direkte Erfahrungen erarbeitet und vermittelt. Unter Ganzheitlichkeit ist zu verstehen, dass alle Dimension des Menschen angesprochen werden, d.h. Körper, Geist und Seele.
• Lernen in Situationen mit Ernstcharakter
Von besonderer Bedeutung für das Setting ist in einer erlebnispädagogischen Maßnahme der Ernstcharakter einer Situation. Es müssen Lernsituation gefunden werden, deren Charakter derart beschaffen ist, dass sich Aufgaben und Anforderungsstruktur als natürlicher Sachzwang ergeben.
• Gruppenorientierung
Erlebnispädagogik stellt sich überwiegend als gruppenpädagogisches Angebot dar. Sozialpädagogische Angebote zielen dabei auf die Förderung von Sozialen Kompetenzen und Kooperationsfähigkeit durch das Arrangement von Lernsituationen, die verdeutlichen, dass Zusammenarbeit notwendig ist.
• Erlebnischarakter
Die bisher genannten Merkmale ließen sich auch in alltäglichen Situationen konstruieren. Charakteristisch für die Erlebnispädagogik ist, dass die Lernsituationen außergewöhnlich sind, d.h. vielfältig, nicht alltäglich, real und ernsthaft sein müssen, um so Grenzerfahrungen zu ermöglichen. Ungewöhnliche und außerordentliche Situationen erhöhen die Chance, dass aus einem Ereignis ein nachhaltig wirkendes Erlebnis wird. Deshalb findet Erlebnispädagogik mit Distanz zum Alltag statt.
• Freiwilligkeit
Jeder Mensch muss selbst entscheiden, ob er an einer erlebnispädagogischen Maßnahme teilnehmen will oder nicht. Das Prinzip der Freiwilligkeit geht davon aus, dass Lernerfolge nicht erzwungen werden können und deshalb abhängig von der Motivation und Wahlfreiheit des Einzelnen sind. Die Aufgabe der Erlebnispädagogen besteht darin, die Teilnehmer zu ermutigen und anzuspornen, sich in die Lernsituation zu wagen. Die endgültige Entscheidung wird von dem Teilnehmer selbst getroffen und muss vom Pädagogen akzeptiert werden.
• Pädagogisches Arrangement
Erlebnisträchtige Situationen werden erst dann zum erlebnispädagogischen Arrangement, wenn sie pädagogisch instrumentalisiert werden. Dazu gehören einerseits gezielte Planungen und Realisierungen von Angeboten, andererseits aber auch – was wichtig für den Erfolg der Maßnahme ist – die Begleitung von erlebnispädagogisch geschulten Begleitern.
2.2 Ziele der Erlebnispädagogik
• Persönlichkeitsentwicklung
durch Förderung der Selbstwahrnehmung und Reflexionsfähigkeit
Klärung von Zielen und Bedürfnissen
Entwicklung von Eigeninitiative, Spontaneität, Kreativität, Selbstvertauen, Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl
• Soziale Kompetenz
durch Förderung der Kooperations-, Kommunikations- und Konfliktfähigkeit
• Förderung ökologischen Bewusstseins
das u.a. an einen proaktiven Einsatz für die Bewahrung von Naturräumen und –schönheiten zur Folge hat
2.3 Das Lernen
Lernen ist ein wichtiger Bestandteil des menschlichen Lebens. Wir lernen von Geburt an durch ein selbstverständliches „Mitleben“ und alltägliches „Dabeisein“. Es ist ein Anliegen der Pädagogik im Rahmen initiierten Lernens dem jungen Menschen zur Persönlichkeitsentwicklung und sozialen Integration Inhalte, Werte und Fähigkeiten vermitteln. Simon Priest geht davon aus, dass alles Lernen auf Erlebnissen basiert. Zu Erfahrungen werden sie, wenn das Erlebte reflektiert und transferiert wird. Erfahrungslernen geschieht demnach, wenn die Reflexionen für die Veränderung verantwortlich sind. Die verschiedenen Lern- und Transfermodelle der Erlebnispädagogik sollen im folgenden vorgestellt werden.
Lernmodelle in der Erlebnispädagogik
In der modernen Erlebnispädagogik lassen sich drei Modelle unterscheiden, die zwar Ergebnis einer geschichtlichen Entwicklung sind, in der Praxis aber nebeneinander existieren und sich nicht gegenseitig ausschließen. Aus verschiedenen Blickwinkeln wird ein und derselbe Prozess dargestellt.
„The Mountain Speaks for itself“-Modell
Dieses Model lehnt sich an dem Thoreau'schen Motto: „Die Natur ist die beste Lehrmeisterin“ an. Es unterstellt die allgemeine Effizienz erlebnispädagogischer Maßnahmen in der Natur hinsichtlich Verhaltensänderungen. Es vertraut gänzlich auf den Sachzwang der Natur. Die Situation steht für sich selbst und ist so konstruiert, dass das Erlernte notwendige Folge des Handelns ist. Es ist nicht notwendig, mit Reflexion eine Aufarbeitung des Erlebten zu leisten.
„Outward Bound Plus“-Modell
Dieses Modell baut auf die Vorstellungen „The Mountain speaks for itself“ auf. Allerdings sieht es eine anschließende Reflexion vor.
Metaphorisches Modell
Das Metaphorische Modell gilt als das Modell der Zukunft, das in den letzten Jahren auch hierzulande Verbreitung fand. Das „Outward Bound Plus“-Model lag unter anderem der Kritik, dass Erlebnispädagogik sich aufgrund der Verschiebung hin zur Reflexion zu einer konventionellen therapeutischen Methode entwickelt. Das Metaphorische Model wurde entwickelt, um Reflexion zu fördern, aber gleichzeitig die Erfahrungen und Erlebnisse nicht zu zerreden bzw. zu überfrachten. Die Lernsituation soll möglichst ähnlich zur Lebensrealität der Teilnehmer ausgestaltet werden. Die Lernrichtung der Teilnehmer kann u.a. durch Beispiele, Geschichten und Metaphern beeinflusst werden.
Der Transfer
Der Transfer ist ein entscheidender Faktor des Lernens aus erlebnispädagogischen Aktivitäten und Maßnahmen und meint die Übertragung von Lernerfahrungen in Lebenszusammenhänge und Alltagssituationen der Teilnehmer. Es werden in der Erlebnispädagogik drei verschiedene Formen des Transfers unterschieden:
1. Der fachspezifische Transfer
Beim fachspezifischen Transfer werden konkrete Verhaltensweisen und Lerninhalte soweit verinnerlicht, dass sie auch in anderen Lernsituationen verfügbar sind. (Beispiel: das Sichern beim Klettern kann auf das Sichern beim Abseilen übertragen werden.) Diese Erfahrungen haben in der Regel kaum Bedeutung für den Alltag.
2. Der fachübergreifende Transfer
Hierbei werden spezifische Lernerfahrungen zu künftigen Einstellungen, Prinzipien oder Verhaltensweisen verallgemeinert. Es werden keine Fertigkeiten sondern grundlegende Muster übertragen. (Beispiel: Problemlösungs- und Konfliktbewältigungsstrategien werden von einer erlebnispädagogischen Herausforderung in den Alltag transferiert.)
3. Der metaphorische Transfer
Ein metaphorischer Transfer findet statt, wenn in einer zum Alltag analogen bzw. „isomorphen“ (von gleicher Gestalt) erlebnispädagogischen Situation Lernerfahrungen gemacht werden, die zu Verhaltensänderungen führen können. Der Transfer findet hier entweder während der Aktivität anhand ähnlicher Strukturen oder nach der Aktivität mit Hilfe von Reflexion statt.
Der Transfer stellt das „zentrale Problem“ der Erlebnispädagogik dar. Folgende Transferhindernisse gilt es deshalb zu beachten bzw. zu verhindern:
• Die Alltagssituation ist häufig viel komplexer gestaltet als die Lernsituation.
• Bei kurzzeitpädagogischen Maßnahmen können keine langfristigen Lernprozesse initiiert werden.
• Die Teilnehmer werden häufig im Transferprozess nicht begleitet.
• Das Freizeitgefühl – häufig verursacht durch die Durchführung erlebnispädagogischer Maßnahmen in Urlaubsregionen – blockiert die Transfermotivation.
Der Transferproblematik entgegenwirken können klare Ziel- und Erwartungsabsprachen, bewusste Zusammensetzung der Teilnehmergruppen, längerfristige Vor- und Nacharbeit und die bewusste Anwendung von Transfertechniken.
3. Wahl des Mediums
3.1 Pädagogische Wirkung beim „Canadier“
Kanutouren bieten ein abgegrenztes Lernfeld, das bezogen auf die Teilnehmer und die Ziele durch die verantwortlichen Personen organisiert und strukturiert werden kann.
Die Teilnehmer erleben sich, die Gruppe und die Umwelt aus der Perspektive des Bootes. Eine Orientierung vom Boot aus ist weitaus schwieriger auch wenn man die Gegend an sich kennen würde. Die Teilnehmer haben technische und soziale Anforderungen zu erfüllen, die im Zusammenhang mit dem Boot und der Gesamtgruppe stehen. Der Canadier ist durch mindestens zwei Personen zu steuern, die sich aufeinander einstellen müssen. Boote müssen getragen werden, die Gruppe versorgt werden.
Alle anfallenden Probleme sind in der Gruppe zu entscheiden und zu lösen. Mit der Annahme der Herausforderung gewinnt der einzelne Selbstvertrauen und die Gruppe ihr Wir-Gefühl. Das durch die gemeinsam bewältigten Anforderungen erworbene Wir-Gefühl spiegelt sich im regulären Alltag wider (Transfer).
3.2 Ziele des Projektes
Die ausgewählten Kinder kennen sich da sie alle aus derselben Kleinstadt sind. Das Ziel des Projektes soll eine bessere Kommunikation sein und das Selbstvertrauen des einzelnen soll gestärkt werden. Die einzelnen Kinder zeigen Defizite in ihrem Verhalten oder in ihrer Selbstwahrnehmung. Das Medium Kanu mit ihrer pädagogischen Wirkung scheint mir hier eine geeignete Wahl.
4. Wahl des Klientels
4.1 Beschreibung der Teilnehmer
P., 10 Jahre
P. ist ein aufgeweckter Junge mit vielen Interessen. Er ist sehr sensibel und ist auf Harmonie bedacht. Durch viele Umzüge hat er erst in xy einen Kameradenkreis aufbauen können. Dieses versuchte er zuerst zu erkaufen. Dies geschah durch Geld, Süssikkeiten und durch Zigaretten, die er aus dem Elternhaus stahl. Dabei merkte er nicht, dass er von den wesentlich älteren Kindern ausgenutzt wurde. Seit drei Jahren konnte er einen Kameradenkreis aufbauen der ihn als Person schätzte. Seitdem spielt er im Verein Fußball und trifft sich auch sonst in der Freizeit viel mit ihnen. Die Teilnehmer des Projektes kennt er alle. Trotzt seines doch großen Kameradenkreises und auch einem Freund ist sein Selbstwertgefühl gering ausgeprägt. Er ordnet sich schnell anderen unter oder bricht schnell in Tränen aus. Seine Frustrationstoleranz ist sehr niedrig.
S., 11 Jahre
S. nahm schon an drei Freizeitaktionen teil. Die letzte war in den Pfingstferien bei einer Radtour. Der Leiter beschrieb sie als liebenswert solange sie alleine war oder in der Gruppe eine Vorrangstellung einnehmen konnte. Von den Eltern konnte ich erfahren, dass sie eine Zeit lang Ritalin einnehmen mußte und somit die Diagnose von ADHS hatte. Sonst ist sie ein gesundes Mädchen. Von Problemen mit den anderen Teilnehmern berichtete mir keiner der Eltern. Als Hobby gab sie im Fragebogen Schwimmen, Trampolin-Hüpfen, Englisch sprechen, campen, Fahrrad fahren, lesen und malen an. Ihr 3 Jahre jüngerer Bruder Pa. nimmt ebenfalls an dem Projekt teil. Die Eltern berichten von vielen Zänkereien zwischen den beiden Geschwister.
Pa., 8 Jahre
Pa. ist ein quirliger Junge. Er spielt im Verein Handball und singt im Chor. Er spielt in seiner Freizeit Fußball und Tischtennis. Bis auf ständige Streitereien mit seiner Schwester zeigt er keine Verhaltensauffälligkeiten. Seine schulischen Leistungen werden als normal beschrieben. Er trifft sich auch oft mit P. bei sich oder bei ihm Zuhause.
Ph., 8
Ph. ist für sein Alter etwas klein. Er vermag keinen Freundeskreis aufzubauen was auch von seiner Klassenleiterin bemerkt wurde. Statt selber aktiv zu werden läuft er den Freunden seiner 2 Jahre jüngeren Schwester hinterher oder seinem 4 Jahre älteren Bruder. Seine Konzentrationspanne ist nur von kurzer Dauer weswegen erste Untersuchungen laufen im Bezug auf ADS. Seine Hobbys sind stark wechselnd. Er versuchte es im Fußballverein und im Chor. Das Interesse hielt jedoch nur kurz an. Aus eigenem Antrieb unternimmt er nicht viel.
Pl., 9 Jahre
Pl. ist ein Einzelkind. Er hat Legasthenie und eine Konzentrationsschwäche. Sein großes Hobby ist das Angeln. Dieses Thema nimmt einen großen Teil seiner Freizeit ein. Entweder er geht tatsächlich mit seinem Vater angeln der er spielt in seinem Garten stundenlang „angeln“. Erst seit kurzem ist er im Fußballverein. Mit den anderen Teilnehmern ist er weitläufig bekannt. Eine Zeitlang traf er sich öfters mit P. zum „angeln“ im Garten aber dies hat sich wieder gelegt. Von welcher Seite der Kontakt minimiert wurde konnte auch von den Eltern nicht mit Bestimmtheit gesagt werden.
5. Planung des Projektes
Wahl des Ortes
Erarbeitung der Sicherheitsstandards
Finanzierung
Mitarbeitergespräch
Elterntreff
Ablauf
5.1 Wahl des Ortes
Bei der Wahl des Ortes kommt es in erster Linie auf das Medium an, dessen sich der Projektleiter bedient. Hier in diesem Fall ist es die Kanufahrt. Also sollte sich der Ort am Wasser befinden. Wegen dem Klientel (Alter der Teilnehmer) musste ein Wasser gesucht werden, da ssich für Anfänger eignet. Die Naab schien mir durch sein ruhiges Wasser und doch relativ wenigen Wehren dafür gut geeignet (Unterlauf WW1 - Wanderfluss).
An diesem Fluss befindet sich bei Kallmünz ein Campingplatz (Campingplatz Zaar).
Mit der Wahl des Mediums und des Platzes kommt die Planung zum Ablauf des Projektes. Unter Berücksichtigung der Teilnehmer (Alter, Kenntnisse, Geschlecht,…) wurde mit Hilfe von Fachbüchern und eigener Kenntnisse und Erfahrungen ein Ablauf erarbeitet. In den einzelnen Punkten des Durchführungsplanesplanes werden die einzelnen pädagogischen Ziele mit einbezogen und die verwendeten Materialien aufgelistet.
5.2 Sicherheit
Ein wichtiger Punkt in der erlebnispädagogischen Arbeit ist das einhalten bzw. erarbeiten von Sicherheitsstandards. Für den Bereich Kanu WW1 gelten folgende Sicherheitsstandards:
• Das Bootsmaterial ist von mir überprüft worden bei der Anlieferung.
• Ich habe durch eine Liste, an die Eltern der Teilnehmer, für die
• Vollständigkeit aller benötigten Materialien gesorgt und wurde mit den Eltern durchgesprochen (siehe Kleiderliste).
• Ich habe Kartenmaterial vom zu befahrenen Fluß besorgt und in die Planung mit einbezogen. Ferner wurde ein GPS-Gerät verwendet.
• Mit den Teilnehmern werden Zeichen und Signale besprochen um für verschiedene Situationen agieren zu können. (Zeigen mit dem ausgestrecktem Arm auf eine Stelle wo hingefahren werden soll. Trillerpfeife als Signal für das hersehen auf mich (Leiter) und das Warten weiterer Hinweise. Arme nach oben überkreuzt als Signal sich bei mir zu sammeln.)
• Grundsätzlich wird die Gruppe relativ beieinander gehalten.
• In jedem Boot ist ein Erwachsener der über Rettungsmaßnahmen am und im Wasser Bescheid weiß und diese durch eine Prüfung beim DLRG nachgewiesen hat.
• Alle Teilnehmer können schwimmen
• Es wurde nur ein Gewässer von mir gewählt das ich mehrmals mit dem Canadier befahren habe und das ich kurz vorher nochmals mit dem Auto abgefahren bin.
• Die Pegelstände und die Temperaturen des gewählten Wassers habe ich täglich im Internet kontrolliert um auch Tendenzen mitzubekommen.
• Auch das Wetter wurde von mir ständig beobachtet.
• Notwendige Erste-Hilfe-Materialien, Wurfsäcke und Handy sind vorhanden
• Der Umgang mit dem Wurfsack wird von den Teilnehmern geübt
5.3 Finanzierung
Die Finanzierung des Projektes wird von den Eltern der Teilnehmer getragen da dies ein trägerfreies Projekt ist. Dies hat zur Folge dass neben den Kosten für Essen, Übernachtung Boote auch die Versicherung bezahlt werden muss.
Kostenaufzählung:
Campingplatz: für 1 Nacht mit 5 Kindern und 3 Betreuern 54,- €
Essen: für 2 Mittagessen, 2 Abendessen, 2 Frühstücke
und Zwischenmahlzeiten 170,- €
Boote: 3 Boote für Fr. 15.00 Uhr bis So.14.00 Uhr 180,- €
Versicherung: für Erlebnispädagogische Outdoor-Projekte 210,- €
5.4 Mitarbeiter
Um ein solches Vorhaben überhaupt durchführen zu können bedarf es geeigneter Mithelfer. In diesem Fall haben sich zwei Mitarbeiter bereiterklärt dieses Projekt mit zu unterstützen. Hierbei handelt es sich um eine Personen die langjährige Erfahrung in der pädagogischen Arbeit hat und auch Vater ist und zum anderen eine Studentin für Sozialpädagogik mit der ich den benötigten DRSA-Schein absolviert habe. Um ein Gelingen des erlebnispädagogischen Projektes und deren Ablauf zu sichern war eine Mitarbeiterbesprechung notwendig in der alle Punkte des Ablaufs und der Sicherheit besprochen wurde (siehe Sicherheitsstandart und Ablaufplan).
5.5 Elternabend
Der Unterschied zwischen erlebnispädagogische Projekte und Freizeitangebote ist für Eltern oft auf den ersten Blick nicht erkennbar. Aus diesem Grund wurde für das Verständnis dieser Aktion ein Elternabend geplant der einen kurzen Einblick in die erlebnispädagogische Arbeit ermöglicht.
Dieser Abend wurde im Haus der Eltern eines Teilnehmers abgehalten. Mit dem Beamer erklärte ich die einzelnen Stationen unserer Fahrt und ging auf den Ablaufplan ein. Die Eltern zeigten sich sehr interessiert, so dass dieser Abend bis 22.00 Uhr dauerte, der um 19.00 Uhr begann.
5.6 Ablaufplan mit Methode, Material und Kommentar
1. Tag
Zeit, Ablauf, Spiele, Methoden, Materialien, Kommentar
12.00 Uhr Ankommen der Teilnehmer (TN) mit Privat-PKW am Zeltplatz Zaar/Kallmünz.
12.30 Uhr Aufbauen der Zelte mit den TN.
13.15 Uhr Begrüßung. Vorstellung des Tagesverlaufs und der folgenden Tage.
Fallschirm, Wasserkarte
13.45 Uhr Warming-up
Übungsspiel "Das bewegte Tischtuch" (Praktische Erlebnispädagogik 2 / Seite 73), (Wurfsack, eine Plane oder Tuch (1x1m), ein Glas, Schnüre um Hindernisse zu bauen, Markierung für Start & Ziel)
"Plan(en)spiel stumm" (Praktische Erlebnispädagogik 2 / Seite 79) (eine Plane (3x3m), 2 Wurfsäcke, 2 Wasserflaschen (PE) oder 2 Seile für Zielmarkierung am Boden)
14.45 Uhr Sicherheitsgespräch
- Ausstattung der Boote
- Ausstattung der Teilnehmer
- Gefährliche Situationen
- Verhalten bei Gefahr
- Fahrtechnik und Taktik
- Reihenfolge der Boote
anschl. Fragen klären
Besatzung im Boot platzieren, Trockenübung. Wurfübung Wurfsack, Gruppenfahrregeln, Rolle BootsführerIn, (Kanadier, Paddel, Wurfsack, Schwimmwesten)
15.45 Uhr Einsetzen der Boote. Katamaranbau. Paddeltechnik und Kommandos üben. Positionswechselübung. Kenterübung, (Spannseile)
(Höchste Wachsamkeit der Leitung bei den ersten Wasserübungen)
16.15 Uhr Paddelübung gegen die Strömung
16.45 Uhr Steuerübungen Bojenslalo, Verfolgungsjagd, (5 Bojen vorher bereits ausgesetzt
anschl. Reflexion "Gut gemacht"(Praktische Erlebnispädagogik 2 / 240s),
(Fallschirm)
18.45 Uhr Abendessenvorbereitung (Gemeinsam), (Stockbrot, Salate, Grillfleisch und Wurst)
19.00 Uhr Grillen (Grill, Kohle, Feuerzeug, Grillbesteck)
anschl. Freizeit (Fußballspiel, Federball, Räuber & Gendarm...), (Fußball, Federball,…)
21.00 Uhr Lagerfeuer & Gitarre, Stockbrot, (Holz, Stockbrotteig, Stock, Gitarre, Liederhefte, Stirnlampe)
2. Tag
Zeit, Ablauf, Spiele, Methoden, Materialien, Kommentar
7.30 Uhr Frühstück
Leitung & Mitarbeiter
siehe Lebensmittelplan
anschl. Brotzeit für Mittag vorbereiten
alle Teilnehmer
siehe Lebensmittelplan
8.15 Uhr Zeltabbau
9.00 Uhr Vorbereitung zur Abfahrt
- Ersatzkleidung dicht verpacken
- Material für Biwaklager auf die Boote verteilen
- Brotzeiten verstauen
9.45 Uhr Tagesabschnitt vorstellen, Sitzkreis, (Fallschirm, Wasserkarten)
10.00 Uhr Warm-up "Drunter und drüber" (Praktische Erlebnispädagogik / Seite 72), (20 beliebige Gegenstände (Ball, Ast, Steine, Zweige,…), 2 Seile als Startlinie), "Fangen"
10.30 Uhr Einsetzen der Boote & Abfahrt nach Kallmünz
(1. Wehr) Umtragen in Kallmünz
Weiterfahrt bis 2. Wehr in Heitzenhofen.
Zwischenzeitlich Spiele auf dem Wasser
Am Badeplatz
Bei kaltem Wetter Bewegungsspiele
Bei Bedarf Start als „Katamaran“
Leiter als erster, Mitarbeiter als letzter Aussteigen
- Blind fahren
- Bootziehen
- Feuerholzsammelaktion
- Wasserfußball
- Essen auf dem Wasser
- Baden
- Ballspiele, …
(Spanngurte, Augenbinden, Seil (Anmerkung: Seilziehen auf dem Wasser), Ball, Brotzeit, Getränke, Badesachen, Ball,…)
16.00 Uhr Biwakplatz/Zeltplatz, EP-Spiele:
"Eimer auf den Füßen" (Praktische Erlebnispädagogik 2 / Seite 162)
"Wäscheklammerspiel", (Wassereimer, Wäscheklammern)
- Biwak/Zeltplatz einrichten
- Pizzaofen aufbauen
- Feuerholz trocknen (Ersatzkohle bereithalten)
anschl. Reflexion "Papierkorb & Schatzkiste" (Kooperative Abenteuerspiele S. 167), (kleine (Müll)tüte, Schachtel, Papier und Stifte, Fallschirm)
18.00 Uhr Vorbereitung Abendessen
alle Teilnehmer
siehe Lebensmittelplan
19.00 Uhr Pizza backen
anschl. Freizeit, bei Bedarf mit Mitarbeiter
21.00 Uhr Lagerfeuer & Gitarre
Nachtspiel "Verstecken" mit Taschenlampe
Stockbrot (Holz, Stockbrotteig , Stock, Gitarre, Liederhefte, Stirnlampe, Taschenlampe)
3. Tag
Zeit, Ablauf, Spiele, Methoden, Materialien, Kommentar
7.30 Uhr Frühstück
Leitung & Mitarbeiter
siehe Lebensmittelplan
anschl. Brotzeit für Mittag vorbereiten
alle Teilnehmer
siehe Lebensmittelplan
8.15 Uhr Auflösung des Biwaklagers
9.00 Uhr Vorbereitung zur Abfahrt
- Ersatzkleidung dicht verpacken
- Material für Biwaklager auf die Boote verteilen
- Brotzeiten verstauen
9.45 Uhr Tagesabschnitt vorstellen, Sitzkreis (Fallschirm, Wasserkarten)
10.00 Uhr Warm-up
"Speedy Gonzales" (Kooperative Abenteuerspiele / Seite 46)
"Klammer stibitzen" (40 Klammern)
10.30 Uhr Einsetzten der Boote
Abfahrt nach Pielenhofen
3. Wehr
Zwischenzeitlich Spiele/Aktion auf dem Wasser
- Schattenfahren (Heck an Bug fahren)
- Katamaran-Eierlauf
- Treibjagd
- Essen auf dem Wasser
(Tischtennisball, Löffel, Luftballons, Holzstäbchen, Tesa)
12.30 Uhr Ankunft Penk, Boote rausheben, trocknen, zur Abholung bereitmachen.
anschl. Abschlussreflexion "Wetterkarte", TN malen Gesamte Wegstrecke auf Poster und kleben dann ihre „Wetterzettel auf Wanderkarte mit Begründung zur Wahl ihrer Wettersymbole (Großes Plakat, kleine Klebezettel, Stifte)
13.30 Uhr Treffen der Eltern im Gasthaus Penk
5.7 Serviceplan
Datum, Uhrzeit, Gericht, Nahrungsmittel, Bemerkung
03.08.07
12.00 Uhr Mittagessen: Gulasch (Gulasch aus der Großpackung)
Zwischenmahlzeit: Obst (Saisonobst), Bereits vom Service vorbereitet
19.00 Uhr Abendessen: Grillen (Knacker, Stockbrotzutaten, Semmeln, Banane)
Alle benötigten Sachen werden von den TN selber besorgt (Stock, Teig, Banane in Alufolie)
Service kümmert sich um Holz, Feuer und Alufolie
04.08.07
8.00 Uhr Frühstück (Semmeln, Nutella, Marmelade, Milch, Tee, Kaffee, Butter)
Vorbereitung für Brotzeit unterwegs (Brot, Obst, Tee, haltbare Wurst)
Wird vom Service vorbereitet
19.00 Uhr Pizza (Mehl, Salz, Öl, Hefe, Oregano, Tomatenmark, Schinken, Käse, Pilze aus der Dose)
Wird von den TN mit Unterstützung der Betreuer vorbereitet.
Teig wird von TN vorbereitet und auch sonst von den TN gemacht. Betreuer übernehmen die Betreuung des Ofens
„Mobiler Ofen“, Kohle, Anzünder
Für den Abend: Süßigkeiten
05.08.07
8.00 Uhr Frühstück (Semmeln, Nutella, Marmelade, Milch, Tee, Kaffee, Butter)
Vorbereitung für Brotzeit unterwegs (Brot, Obst, Tee, haltbare Wurst)
Wird vom Service vorbereitet
Mittagessen
Wird von den TN mit Unterstützung der Betreuer vorbereitet.
Bei Ankunft in Penk
6. Praktische Durchführung
6.1 Erster Tag
Die Mitarbeiter und ich kamen um 11.00 Uhr am Campingplatz „Zaar“ an um einen Platz zu reservieren und mit der Campingleitung die letzten organisatorischen Fragen zu klären. Danach wurde vom Service, der allein für die Versorgung zuständig war, alle benötigten Materialien an Ort und Stelle gebracht. Es wurden die noch verpackten Zelte an ihren Platz gelegt und ein Sonnensegel aufgebaut. Die Zelte sollten von den Teilnehmern selbst aufgebaut werden. Der Service bereitete das Mittagessen vor.
Um 12.00 Uhr kamen die ersten Eltern mit ihren Kindern an. Alle Teilnehmer wurden von den Eltern mit Privatautos gebracht. Bis alle Kinder eingetroffen waren spielten sie Ball mit einem Mitarbeiter oder konnten sich von den Eltern noch verabschieden. Als alle Kinder anwesend waren wurde zuerst zu Mittag gegessen.
Danach halfen sie das benutzte Geschirr mit dem Service zu spülen. Anschließend wurden die Zelte unter meiner Anleitung aufgebaut. Das einzelne Mädchen mit meiner Mitarbeiterin hatten ein Zelt, ein 6 Mannzelt für die Jungs in dem auch ich schlief und noch ein Zelt für den verbleibenden Mitarbeiter.
Nachdem alle Zelte standen trafen wir uns auf einem Fallschirm zur ersten Besprechung. Zuerst stellten sich noch meine Mitarbeiter vor, da diese als einzige den Kindern nicht bekannt waren. Danach stellte ich die zu bewältigende Strecke der nächsten Tage vor bzw. den heutigen Tag.
In einem Brainstorming haben die Kinder ihre Wünsche für die nächsten Tage geäußert die auf einem Plakat festgehalten wurden.
Anschließend wurde der Canadier besprochen. Es wurde erklärt dass in jedem Boot ein Betreuer sein wird. Ferner wurden ein paar Zeichen ausgemacht die jeder zu beachten hat. Ein Zeichen war, wenn ich mit ausgestrecktem Arm auf eine Stelle zeige dass dort hingefahren werden soll. Das andere Zeichen war überkreuzte Arme in der Luft das wir uns sammeln wollen und als letztes Zeichen war die Trillerpfeife die bedeutet sollte das gewartet werden soll und weitere Anweisungen beachtet werden müssen. Dass die Anweisungen beachtet werden müssen, habe ich an Hand der zu erwarteten Wehre erklärt. Diese habe ich auch auf der Wasserkarte gezeigt.
Da für diese Tage ein absolutes Badeverbot für das Wasser bestand, auf Grund einer „Verseuchung“, konnten meine geplanten Kenterübungen nicht stattfinden. Somit erklärte ich ihnen dies nur theoretisch.
Danach wurde das Spiel „das bewegte Tischtuch“ in der Gruppe gespielt. In dem Spiel ging es darum ein Glas Wasser eine bestimmte Strecke als Gruppe auf einem Tuch zu tragen. Der erste Versuch endete mit einem leeren Glas und viel Gerede. Vor dem zweiten Versuch klärten wir gemeinsam was passiert war. Als Grund nannten sie das keiner auf den anderen hörte und sie zu schnell waren. Als Lösung brachten die Teilnehmer das keiner reden sollte und sie langsam die Strecke abgehen wollten. Der 2. Versuch klappte, da alle zusammen die Aufgabe lösen wollten.
Die Stimmung war allerdings etwas gedrückt. Wegen der Temperatur und der momentanen Stimmung wollten sie eine Pause machen und frei spielen.
Für das geplante „Planenspiel“ konnte ich die Kinder nicht motivieren da die Boote geliefert wurden und die Kinder ganz wild auf die erste Fahrt waren. Doch bevor ich mit ihnen ans Wasser ging zeigte ich ihnen „trocken“ wie man paddelt. Auch das wechseln der Sitzplätze übten wir zuerst im trockenen.
Als letztes Spiel vor dem Einsetzen ins Wasser nahmen wir die Wurfsäcke und machten ein Zielwurfspiel. Dazu machten wir zwei Mannschaften, die jeweils auf eine Flasche den Sack werfen und diese treffen mußten. Dieses Spiel bereitete ihnen dann auch wieder eine Menge Spaß nachdem ihnen das letzte Spiel nicht unbedingt gefiel.
Bevor wir die Boote ins Wasser gelassen hatten, kam die Diskussion auf, wer mit wem in ein Boot gehen wollte. Ich erklärte ihnen dass in den nächsten 3 Tagen immer wieder gewechselt werden wird und jeder mit jedem einmal im Boot sitzen wird. Die erste Belegung der Boote wurde durch einen Zählreim der Kinder organisiert.
Nachdem die Boote im Wasser waren, wurde die Paddeltechnik, die wir auf dem „trockenen“ geübt hatten, auf dem Wasser umgesetzt. Aufgrund der späten Lieferung der Boote konnten die geplanten Bojen nicht mehr ausgesetzt werden, so dass wir unsere Steuerübungen ohne diese ausführten. Bei den Paddelübungen zeigte es sich, dass Ph. auf Grund seiner Körpergröße doch etwas Schwierigkeiten hatte mit dem Paddel. Trotzdem war er sehr motiviert dabei geblieben. Um den Umgang mit dem Kanu spielerisch zu üben, machten wir auf dem Wasser eine „Verfolgungsjagd“, die ihnen mächtig Spaß machte. Dabei ließ ich während dem Spiel immer wieder meine „Signale“ einfließen damit sie sich daran gewöhnten und ich einen Überblick erhielt, ob alle es verstanden hatten. Auch die „Sitzposition ändern“ ließ ich immer wieder üben. Dabei muss aufgezeigt werden das der/die MitarbeiterIn immer in der Mitte des 3er Canadiers blieb, somit auf der neutralen Position. Die Kinder übernahmen vollständig die Steuerung bzw. übernahmen den Frontplatz der auf Hindernisse aufmerksam machte.
Nachdem wir über 2 Stunden auf dem Wasser äußerst aktiv waren, ging den Kindern langsam die Kraft aus und ich ließ die Boote wieder an Land bringen.
Den bisher vergangenen Tag reflektierten wir dann wieder auf dem Fallschirm und ließen den Nachmittag mit der Reflexion „Gut gemacht“ (Praktische Erlebnispädagogik 2/S. 240) ausklingen. Nach dieser Reflexion machten sich die Kinder daran Stöcke für das Abendessen zu suchen und S. bereitete den Teig für das Stockbrot vor.
Bis zum Abendessen und dem Nachtfeuer spielten die Kinder „Räuber und Gendarm“ und freundeten sich mit anderen Kindern des Platzes an.
Um ca. 19.00 Uhr machten wir dann Feuer und die Kinder machten ihr Brot am Stock und ihre Knacker über dem Feuer. Nachdem alle satt waren spielten wir Karten und sangen zu Gitarrenklängen, auch andere Kinder des Platzes waren dabei gewesen.
Um ca. 22.00 Uhr war dann das letzte Kind im Zelt verschwunden.
6.2 Zweiter Tag
Der Service hatte bis um 8.00 Uhr das Frühstück vorbereitet. Ich hatte die Kinder um 7.30 Uhr geweckt. Nach dem Frühstück wurde die Brotzeit für den Tag von uns und den Kindern vorbereitet.
Auch die benötigte Ausrüstung für den Tag stellte jedes Kind zusammen und wurde von mir nochmals kontrolliert. Darunter gehörten auch die Schwimmhilfe, Wechselkleidung und die Sandalen für das Wasser. Danach bauten die Kinder die Zelte ab und legten die gesamte Ausrüstung auf einen Platz, damit der Service diese an unseren folgenden Zielplatz abtransportieren konnte. Für den nötigen Sonnenschutz der Kinder kümmerten sich meine Mitarbeiter.
Nachdem alles soweit klar war spielten wir „Drunter und drüber“ (Praktische Erlebnispädagogik /S. 72). Anschließend wollten die Kinder noch mal „Fangen“ spielen da es ihnen am Vortag viel Spaß bereitet hatte.
Bevor der Tag auf dem Wasser beginnen konnte, trafen wir uns noch mal auf dem Fallschirm und gingen die Fahrstrecke, und die „Signale“ durch. Ich erklärte die beiden Wehre, auf die wir an diesem Tag treffen werden.
Anschließend gingen die Kinder nochmals auf die Toilette bevor wir die Boote ins Wasser ließen. Den Start wollten die Kinder nicht als „Katamaran“ beginnen, da sie sich schon durch den Vortag recht sicher fühlten. Die Entfernung vom Campingplatz „Zaar“ bis zum 1. Wehr in Kallmünz betrug nur ca. 1 km. Diese Strecke wurde zügig bewältigt. Die Kinder hielten sich an die von mir gegebenen Anweisungen und so wurden die Boote schnell umgetragen. Unterhalb des Wehres wurde eine erste Pause gemacht.
Danach ging es weiter. Eines der Boote nahm eine Route die sie nach kurzer Fahrt inmitten im Fluss aufsetzten ließ. Diese Situation nutzen sie, um scheinbar mitten im Fluss stehen zu können. Nachdem sie ihr Boot durch die seichte Stelle geschoben hatten, ging es weiter. Die zwei anderen Boote warteten solange bis das stecken gebliebene Boot frei war. Bis zum 2. Wehr war eine Strecke von ca. 4,5 km zu bezwingen. Zwischen den beiden Wehren fuhren wir zeitweise „blind“. Das heißt, dass alle bis auf ich und die „Steuermänner blind waren, also auch die Mitarbeiter. Als eines der sehenden Steuermänner in einen überhängenden Baum fuhr, änderte ich die Regel und die Mitarbeiter legten ihre „Sehbehinderung“ ab, um Unfälle zu vermeiden. Für die Kinder war es schwierig, sich auf andere zu 100 Prozent zu verlassen. Ein Erleben war es trotzdem als ich sie auf das „bewusste hören“ hinwies. Es wurden Geräusche wahrgenommen die sie sonst nicht registriert hatten.
Die geplante „Feuerholzsammelaktion“ brachte nicht viel Erfolg. Zum anderen hatte die Teilnehmer Schwierigkeiten gegen den die Strömung anzukommen, wenn sie Holz hinter sich herzogen. Zum Essen auf dem Wasser banden wir die Boote zu einem „Katamaran“ zusammen.
Dabei wurde auch die Sitzposition geändert. Das Baden war aufgrund des Badeverbots ausgefallen was die Kinder nur schwer akzeptieren konnten. Nach einigen Spiele (Bootziehen, Wasserball ) und dem Umtragen am Wehr Heitzenhofen kamen wir an unser Tagesziel an. Hier bauten die Kinder, bereits ganz selbständig, die Zelte auf. Als dies erledigt war, gingen die Kinder noch mal mit den Booten aufs Wasser um die Kiesinsel zu „erforschen“, die sich neben unserem Nachtlager befand. Da diese sehr nahe war, erlaubte ich ihnen diese ohne Begleitung der Erwachsenen zu erkunden. Dabei achteten wir sehr genau, wie die Kinder mit den Canadiern umgingen. Es zeigte sich dass sie inzwischen sehr sicher auf diesem ruhigen Wasser waren.
Nachdem sich die Kinder endgültig auf dem Wasser „ausgepowert“ hatte, ging es an die Vorbereitung für das Abendessen. Diesmal kümmerte sich P. um das Abendessen. Er kümmerte sich um den Teig und die Belegung der Pizza die im mobilen „Pizzaofen“ gebacken wurde. Der geplante Pizzaofen, in der Erde, konnte nicht gebaut werden da sich unser Nachtlager auf einem Privatgelände befand.
Während die Pizza im Ofen war wurde eine kurze Reflexion über den Tag gemacht. Hierbei zeigte sich ein Konflikt zwischen P. und S. auf den ich im Reflexionsteil dieses Berichtes eingehen möchte. Alle anderen bewerteten den Tag rundweg als sehr gelungen.
Danach wurde noch gemeinsam am Tisch gesungen. Aber die Müdigkeit der Kinder zwang diese bald in die Zelte.
6.3 Dritter Tag
Der Morgen begann wieder, wie am Vortag mit einem Frühstück und der Vorbereitung für den Tag (Verpflegung). Danach trafen wir uns auf dem Fallschirm zum Warming up und zur Besprechung für den Tag. Hinterher ging es wieder auf das Wasser zu unserem letzten Wehr in Pielenhofen.
Zwischen unserem Nachtlager und unserem Ziel spielten wir noch „Schattenfahren“. Bei dieser Übung musste jedes Boot versuchen am Heck des Vorgängers zu bleiben. Danach wurden die Boote noch mal als Katamaran zusammengebunden und wir veranstalteten ein „Eierlauf“. Zuletzt klebten wir Luftballons an das Heck der Boote und die Teilnehmer mussten versuchen diese zum Platzen zu bringen, wobei das betreffende Boot dies zu verhindern suchte und seinerseits versuchte dessen Ballon zum platzen zu bringen. Bei all der „Hektik“ zeigten die Teilnehmer soviel Umsicht, dass während des ganzen Projektes keiner ins Wasser viel. Das lag wahrscheinlich auch an dem Badeverbot.
Um 14.00 Uhr kamen wir dann in Penk an und reinigten die Boote, um diese anschließend abzugeben. Zu der geplanten Reflexion „Wetterkarte“ kamen wir nicht, da die Eltern bereits auf die Kinder warteten und heimfahren wollten.
7. Reflexion des Projektes
Zeitliche Planung
Die zeitlichte Planung hat sich als gut erwiesen. Probleme gab es nur in zwei Situationen. Zum einen in der etwas späten Lieferung der Boote. Ursprünglich wurden mir die Boote bis spätestens 14.00 Uhr zugesagt zum anderen die nicht zu erwartende Ungeduld der Eltern am Ende des Projektes wodurch die Schlussreflexion ausfiel.
Inhaltliche Ablaufplanung
Der inhaltliche Ablaufplan ermöglichte mir ein strukturiertes Arbeiten und half meinen Mitarbeitern und mir stets zu wissen was als nächstes kommt was sich als äußerst hilfreich erwies da durch die Lebendigkeit der Kinder sonst das eine oder andere Vergessen worden wäre. Für mich in der Reflexion zeigte es sich das ich nicht zuviel Programm in ein Projekt pferchen darf damit auch die benötigte freie Zeit der Kinder zu ihrem Recht kommt.
Probleme mit den Teilnehmern
Eigentlich gab es nur mit 2 Kindern ein Problem von dem mich die Eltern nicht informierten. Es handelte sich um P. und S. Wie ich bei der Personenbeschreibung von S. ausführte, ist das Mädchen immer bedacht im Mittelpunkt zu stehen. Von bereits starkem Konkurrenzdenken der beiden habe ich zu Anfang nichts bemerkt und deshalb zu spät reagiert als die beiden sich schon in den Haaren hatten. Angefangen hatte es bereits in der ersten Besprechung auf dem Fallschirm. Hier wollte S. immer schreiben und versuchte, die gestellten Aufgaben vor allen anderen zu erledigen. Durch ihre aktive Arbeit viel mir nicht auf das P. sich immer mehr zurückzog. Auch bei der Vorbereitung zum Abendessen drängte sich S. in den Vordergrund. Da P. sehr auf stressfreie Umgebung bedacht ist, zeigte er nicht dass er ein Problem mit S. hat. Wie sich nachher herausstellte fühlte er sich von ihrer Art zurückgesetzt/unterdrückt obwohl auch er gerne geschrieben hätte oder bei den Vorbereitungen zum Essen aktiv dabei gewesen wäre. Die kleinen Neckereien der beiden ließen mich nicht aufhorchen, da ich dies in dem Stadion als nicht ungewöhnlich betrachtete. In der Reflexion am Abend hat keiner der Beiden von ihrem Problem mit den anderen geäußert. So habe ich erst bei Ankunft des zweiten Nachtlagers von ihrem bestehenden Problem erfahren, als die beiden sich mit den Booten in die Haare bekamen. Nachdem ich S. und P. getrennt hatte, erzählte mir P. von seinen Sorgen und ließ mich wissen, dass er auch vieles gewusst hätte bei den Besprechungen, aber nie zu Wort kam. Auch meinte er, dass S. alles macht und er nichts machen darf. Bei dem Gespräch mit S. meinte sie „Er hätte doch auch was sagen können und beim Abendessen helfen können.“ Rückblickend nach diesem Gespräch zeigte sich aber auch mir, dass P. keine Chance hatte irgendetwas zu machen. Die kleinen vorher von mir nicht beachteten Neckereien dienten dazu, dass sich niemand traute auch in „ihrem“ Bereich was zu machen. Ich versuchte beide zu einem gemeinsamen Gespräch zu motivieren und eine Abmachung zu erzielen. Das Ergebnis war, das P. an diesem Abend die Pizza machen sollte und S. sich etwas zurücknimmt. Die Praxis zeigte, dass S. sich stark zusammenreisen musste um nicht wieder das „Heft“ in die Hand zu nehmen. Der Abend und auch der nächste Tag war für S. schwierig, da sie sich nur mit Mühe zusammenreisen konnte um keinen weiteren Streit mit P. anzufangen.
Um eine Einsicht von S. zu erlangen in ihrem Verhalten sind drei Tage eines solchen Projektes nicht ausreichend.
In einem späteren Projekt im August (MTB – Tagesausflug) achtete ich auf Gleichberechtigung aller Teilnehmer.
An diesem Projekt nahmen auch P. und S. wieder teil. Zu offenen Konflikten kam es hier nicht. Doch auch hier zeigte S., das Verlangen die Gruppe zu steuern. In dem Fall die Route zu bestimmen was ich durch Mehrheitsbeschlüsse der Gruppe verhinderte oder wo man sich im Gasthaus hinzusetzen hat. Im letzteren Fall hat sich die Gruppe diesmal nicht von ihr kommandieren lassen und setzte sich woanders hin. Sie setzte sich trotzdem an den Platz, wo sie die ganze Gruppe haben wollte. Nach ca. einer dreiviertel Stunde kam sie zu der Gruppe dazu.
Zielerreichung
Das Ziel eines WIR-Gefühls in der Gruppe konnte als erfüllt angesehen werden. Man baute die Zelte gemeinsam auf und ab. Man wartete auf die langsameren Teilnehmer ohne dass es von den Betreuern gesteuert wurde. Und auch beim Vorbereiten der Esszeiten war man als Gruppe zusammen. Die Kommunikation untereinander war gut, wenn man von den Problemen der Teilnehmer S. und P. absah. Und auch da war nach dem Gespräch und auch bei dem MTB-Tagesausflug eine Besserung zu spüren, wenngleich hier noch einiges getan werden muss.
8. Anhang
8.1 Spiele & Reflexion
"Speedy Gonzales"
Ort: | Auf einer Wiese oder in der Halle |
Eignung: | Für Gruppen von 10 – 30 Personen; ab 7 Jahren |
Dauer: | 10 – 15 Minuten |
Beschreibung des Spiels:
Das Spiel ist eine anspruchsvolle Version des allseits bekannten „Katz & Maus“.
Die Spieler bilden einen Kreis, wobei der Abstand zwischen zwei Teilnehmern höchstens so groß sein darf, dass sie sich noch an den Händen fassen können. In der Mitte des Kreises steht die Maus, außerhalb die Katze. Die Jagd beginnt. Die Katze versucht, die Maus abzuschlagen. Diese kann sich neben der Schnelligkeit vor allem durch kluge Taktik retten. Denn jedes Mal wenn die Maus zwischen zwei Spielern durchläuft, geben diese sich die Hand und schließen damit die Passage für die Katze, aber auch für die Maus selbst.
Eine einmal geschlossene Passage wird nicht wieder geöffnet, d.h., die Schlupflöcher werden im Verlauf des Spiels immer weniger. An der Maus ist es nun, ihren Weg so geschickt zu wählen, dass die Katze ihr nicht zu nahe kommen kann. Das Spiel endet, wenn die Maus das letzte Schlupfloch geschlossen hat – und damit gewinnt – bzw. wenn es der Katze gelingt, sie vorher abzuschlagen. Danach können weitere Runden mit wechselnden Rollen gespielt werden.
"Drunter & drüber"
Warming up, Förderung der Kommunikations- und Konzentrationsfähigkeit, Teamarbeit
Ort: | überall möglich |
Material: | 20 Gegenstände von unterschiedlicher Größe (Bälle, Steine, Zweige,…) |
Eignung: | Mindestens 6 Teilnehmer |
Beschreibung des Spiels:
Die Gruppe stellte sich hintereinander in einer Reihe auf. Der Betreuer legt die 20 Objekte vor die Füße des ersten Teilnehmers. Auf ein Zeichen hin beginnt der Erste, die Gegenstände nach hinten weiterzugeben, indem er sie einzeln über seinen Kopf dem Hintermann in die Hand gibt. Wenn ein Teil den letzten der Reihe erreicht hat, wird es zwischen den Beinen hindurch bis zum ersten wieder zurückgegeben. Dieser legt es vor sich wieder auf den Boden.
Variation I
Der Kopf der Schlange gibt die Gegenstände, die bei ihm von hinten kommen, wieder über Kopf nach hinten durch (Endlosspiel). ? Möglich ist auch eine Zeitbegrenzung
Variation II
Ältere Gruppen können dieses Spiel auch blind spielen.
Erfahrungen
Diese Übung ist ein für alle Altersgruppen amüsantes Spiel, das ein hohes Maß an Konzentration und Koordination erfordert. Da das Ziel der Gruppe sein sollte, möglichst schnell die Gegenstände weiterzugeben, ist ein gute, aber knappe Kommunikation vonnöten. Somit eignet sich dieses Spiel vor allem als Vorbereitung auf Expeditionen wie Segeln, da es auch bei diesen Aktivitäten darauf ankommen wird, schnell und mit wenigen Anweiungen zu handeln. Es ist die Aufgabe des Betreuers, darauf hinzuweisen.
"Ein Eimer auf Füßen"
Kommunikation, Kooperation, Strategie
Ort: | draußen auf ebener Fläche mit weichem Untergrund |
Material: | einen Plastikeimer mit einem Durchmesser von ca. 40 cm |
Vorbereitung: | Das Gefäß fast randvoll mit Wasser füllen |
Beschreibung des Spiels:
Die Teilnehmer legen sich möglichst eng – „Po an Po“ – in einem Kreis auf den Rücken und strecken die Beine in die Luft zum Mittelpunkt des Kreises hin aus. Auf die Schuhe platziert der Seminarleiter das Gefäß mit dem Wasser. Alle Schuhe sollen den Eimer berühren.
Jeder Teilnehmer muss nun möglichst schnell seine Schuhe ausziehen, ohne dass das Gefäß abgesetzt oder das Wasser verschüttet wird. Man kann eventuell eine Zeitvorgabe geben, um ein wenig Schwung hineinzubringen. Typisch ist der Verlauf der Übung, dass zu viele Personen, gleichzeitig und ohne genaue Absprache mit den anderen, versuchen, ihre Schuhe auszuziehen und so der Eimer herunterfällt. Es braucht schon seine Zeit bis man einfach zwei bis vier Leute bestimmt, die den Eimer so stützen, dass die anderen ihre Füße wegziehen und bequem ihre Schuhe ausziehen können.
Dieses Spiel sollte man nur bei schönem Wetter spielen.
"Papierkorb & Schatzkästlein"
Reflexion
Ort: | in einem Raum oder im freien |
Eignung: | Für Gruppen von 10 – 30 Personen |
Dauer: | 20 – 30 Minuten |
Hilfsmittel: | 1 Papierkorb, 1 kleines Kästchen verschiedenfarbiges Papier, Stifte |
Einsatzmöglichkeit
Der Leiter präsentiert der versammelten Gruppe zwei wertvolle Gegenstände; den Papierkorb, in dem man alles Unangenehme und Ärgerliche, was so passiert ist hineinwerfen kann, und das Schatzkästchen, in dem alle schönen Eindrücke und Erinnerungen aufbewahrt werden können.
Nacheinander können die Teilnehmer dann angenehme und unangenehme Aspekte des gemeinsam Erlebten benennen. Diese werden vom Leiter jeweils auf einem Zettel festgehalten und in den Papierkorb geschmissen bzw. ins Schatzkästlein gelegt. Anschließend werden die Inhalte der beiden Behälter getrennt voneinander noch einmal vorgelesen und die Gruppe kann sich darüber unterhalten, wie künftig solcher Müll vermieden, die Schätze jedoch gehegt bzw. weitere gesammelt werden können.
Papierkorb und Schatzkiste werden von der Gruppe oder vom Leiter sorgfältig aufbewahrt und können zu einem späteren Zeitpunkt wieder hervorgeholt werden, um zu besprechen, was aus den Vorsätzen geworden ist.
Kommentar:
Diese relativ freie Form der Rückmeldung gibt den Teilnehmern die Möglichkeit, sowohl Rückmeldung untereinander und zum Gruppenprozess zu geben, als auch Kritik am Leitungsverhalten und am Programm zu äußern.
"Das bewegte Tischtuch"
Warming up, Kooperation
Ort: | Im Seminarraum oder draußen |
Material: | Eine Plane (ca. 4x4m), bei größeren Gruppen größer, ein Weinglas, Schnüre, um Hindernisse zu bauen, Markierung für Start und Ziel |
Vorbereitung:
Den Start- und Zielpunkt markieren. Das Weinglas fast randvoll mit Wasser füllen und in der Mitte der Plane positionieren. Mit den Schnüren Hindernisse simulieren, über die geklettert oder unter denen durchgekrochen werden muss.
Beschreibung des Spiels
Aufgabe der Gruppe ist es, das Weinglas auf der Plane vom Startpunkt zum Zielpunkt unter Bewältigung der diversen Hindernisse zu transportieren, ohne das Wasser dabei zu verschütten. Dabei darf die Plane nur am äußersten Rand angefasst werden.
Kommentar / Diskussionsanregung
Hier können die allgemeinen Teamfragen wie Rollenverteilung, Art der Kommunikation etc. reflektiert werden.
"Gut gemacht"
Wertschätzung anderer Teilnehmer
Ort: | Im Seminarraum oder draußen |
Beschreibung:
Der Seminarleiter teilt die Gruppe in Paare auf. Jeder Teilnehmer überlegt sich, was sein Partner bei der letzten Aktivität aus seiner Sicht besonders gut gemacht hat, was ihn speziell beeindruckt oder positiv überrascht hat. Dies sprechen die Teilnehmer in der Gesamtgruppe laut aus und wenden sich dabei an den Partner, z.B.: „Ich finde, du hast heute wirklich toll deine Höhenangst überwunden.“, „Mich hat heute besonders beeindruckt, wie ruhig du in unserer hitzigen Diskussion geblieben bist.“ Etc.
Kommentar / Diskussionsanregung
Wichtig ist bei dieser Übung, dass der Lobende den Partner direkt in der DU-FORM anspricht, anstatt allgemein in der Gruppe zu sagen:
„Ich finde, der Marcus hat heute toll seine Höhenangst überwunden.“
8.2 Fragebogen zur Person
Informationen zur Person
O Schwimmer O Nichtschwimmer
O Nahm an Freizeitaktionen ohne Eltern schon teil _______ wie oft?
O Bedarf besonderer Ernährung (Diabetes, Diät, Allergie,…)
Welche Hobbys/Interesse hat der/die TeilnehmerIn?
Verhaltensweisen des Teilnehmers die beachtet werden müssen
8.3 Fragebogen zu medizinischen Fragen
Name des Kindes:
Geburtstag:
Strasse:
Ort:
Tel:
An welchen Krankheiten/Allergien leidet der/die TeilnehmerIn
Wenn kein Befund vorhanden ist, Feld bitte durchstreichen
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Nachweis über Krankheiten/Allergien
Sind Medikamente erforderlich?
Welche?
Welche Dosierung? z.B. Insulin, Ritalin,…
Wenn kein Befund vorhanden ist, Feld bitte durchstreichen
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Sonstige wichtige Informationen
Wenn kein Befund vorhanden ist, Feld bitte durchstreichen
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8.4. Kleiderliste
2 Unterhosen
2 Paar Socken
1 Kopfbedeckung
2 Hosen lang
1 Hose kurz
1 Regenjacke
2 T-Shirts
1 Badehose/Badeanzug
1 Badetuch
1 paar Sandalen für Wasser geeignet
1 Schlafsack
1 Isomatte
1 Tagesrucksack, klein
1 Sonnencreme (mind. LSF 30)
1 Taschenlampe/Kopflampe
1 Autan
1 Taschenmesser (sofern der Umgang damit geübt ist)
1 Zahnbürste & Zahncreme
1 Duschgel
1 Trinkflasche, stabil von z.B. SIGG
1 Handtuch
Medikamente sofern benötigt (Allergiemittel, Schmerzmittel, Fenistilgel, Insulin,…)
9. Verwendete Literatur
Sicherheitsstandards in der Erlebnispädagogik
Kooperative Abenteuerspiele
Kooperative Abenteuerspiele 2
Mit allen Wassern gewaschen
Praktische Erlebnispädagogik
Internetseiten
Abschlussprojekt der Ausbildung Zusatzqualifikation Erlebnispädagogik
im Arbeitsfeld Jugendhilfe, Schule, KJP
des KAP-Institutes
„Kanutour auf der Naab“
Erlebnispädagogisches Projekt von Robert Jaron